Der Guide für AMDs R-Serie-Grafikkarten

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 5

Mainstream und Low Budget



Eckdaten AMD Radeon R7 265 AMD Radeon R7 260X AMD Radeon R7 260 AMD Radeon R7 250X AMD Radeon R7 250 AMD Radeon R7 240 AMD Radeon R5 230
Codename Curacao Bonaire Bonaire Cape Verde Oland (XT) Oland (Pro) Caicos
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm 40 nm
Transistoren 2.800 Mio. 2.080 Mio 2.080 Mio 1.500 Mio 1.040 Mio 1.040 Mio 370 Mio
Taktrate Chip (max.) 925 MHz 1.100 MHz 1.000 MHz 1.000 MHz 1.050 MHz 780 MHz 625 MHz
Taktrate Shader 925 MHz 1.100 MHz 1.000 MHz 1.000 MHz 1.050 MHz 780 MHz 625 MHz
Taktrate Speicher (MHz) 1.400 MHz 1.625 MHz 1.500 MHz 1.125 MHz 1.150 MHz 800/900 MHz 800 MHz
Taktrate Speicher (Mbps) 5.600 Mbps 6.500 Mbps 6.000 Mbps 4.500 Mbps 4.600 Mbps
Speicherart GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5/DDR3 GDDR5/DDR3 DDR
Typische Speichergröße 2048 MB 2048 MB 1024 MB 1024 / 2048 MB 1024 / 2048 MB 1024 / 2048 MB 1024
Speicheranbindung 256 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 64 Bit
Shader-Recheneinheiten 1.024 (64*Vec16) 896 (56*Vec16) 768(48*Vec16) 640 (40*Vec16) 384 (24*Vec16) 320 (20*Vec16) 160 (32*Vec5)
Befehlsarchitektur Skalar Skalar Skalar Skalar Skalar Skalar Skalar
Fähigkeiten pro Shader-Einheit MADD MADD MADD MADD MADD MADD MADD
Double-Precision-Unterstützung Ja – 1/16 SP-Leistung Ja – 1/16 SP-Leistung Ja – 1/16 SP-Leistung Ja – 1/16 SP-Leistung Ja – 1/16 SP-Leistung Ja – 1/16 SP-Leistung
Textur-Einheiten (TMUs) 64 56 48 40 24 20 8
Raster-Operation-Einheiten (ROP) 32 16 16 16 8 8 4
Shader-Model-Version 5.0 5.0 5.0 5.0 5.0 5.0 5.0
DirectX-Version DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11 DirectX 11
Audio-Controller 7.1 (HD-Bitstream) 7.1 (HD-Bitstream) / TrueAudio 7.1 (HD-Bitstream) / TrueAudio 7.1 (HD-Bitstream) / TrueAudio 7.1 (HD-Bitstream) / TrueAudio 7.1 (HD-Bitstream) / TrueAudio 7.1 (HD-Bitstream)
Videoprozessor UVD3 UVD3 UVD3 UVD3 UVD3 UVD3 UVD3
Max. Board-Power ? ? ? ? ? ?
Typical Board Power 150 W 115 W 95 W 80 W 65 W 50 W 27 Watt


Radeon-R7-260-Serie

Die angesprochenen vielfältigen Möglichkeiten, welche AMD mit dem neuen Namensschema bei der R-Serie besitzt, stellten sich kürzlich in Form der R7 265 unter Beweis. Streng genommen müsste diese Karte nicht im Mainstream, sondern am unteren Performance-Segment platziert werden. Grund dafür ist der Umstand, dass AMD einen Curacao-/Pitcairn Chip hergenommen hat, um diese 265er-Karte präsentieren zu können. Und damit basiert dieses Modell eben auf den Chips, welche bei der R9-270-Serie zum Einsatz kommen – nur etwas abgespeckt.

Die R7 260 und 260X setzen dagegen auf den AMD-Bonaire-Chip auf, welcher ebenfalls kein Neuling am Markt ist. Bonaire zeigte AMD erstmals im März 2013 in Form der Radeon HD 7790, und letzten Endes stellt dies auch die Ausgangsbasis für die eigentliche R7-260-Serie dar.

Im Bereich der Performance wurde die R7 265 schlicht nur darum in den Markt geschickt, um NVIDIAs neuen Maxwell-Chip in Form der GT 750 (Ti) schlecht aussehen zu lassen. Die eigentliche Einordnung im Leistungssegment ist aber eine andere. So liegt eine R7 265 bereits klar über der Leistung einer Radeon HD 7850 mit GDDR5-Speicher und stellt damit eine komplett andere Leistungsklasse zur GTX 750 Ti dar, welche mit einem viel zu hohen Preis für diese Leistung ins Rennen geschickt wurde.

Die Radeon R7 260X spielt eher auf dem Niveau einer GeForce GTX 750 Ti und im Mittel zirka 25 Prozent langsamer als die Radeon R7 265. Die Radeon R7 260 zeigt sich knapp 15 Prozent langsamer als die X-Variante. Der Vorgänger Radeon HD 7790 zeigt sich dabei exakt zwischen diesen beiden Modellen, was eben die Leistung betrifft.

Bild: Der Guide für AMDs R-Serie-Grafikkarten
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Sapphire Radeon R7 265 Dual-X AMD Radeon R7 260X ASUS Radeon R7 250X DirectCU


AMD-R7-250- und 240-Serie

Während die Radeon HD 7790 erstmals auf dem AMD-Bonaire-Chip aufsetzte, war die eigentliche Grundlage für die Radeon HD 7770 und HD 7750 der Cape-Verde-Chip, welcher auch bei der Radeon R7 250X zum Einsatz kommt. Damit ist das Chaos in der R-Serie mehr oder minder komplett, denn die R7 250 setzt auf den neuen Oland-Chip auf.

Die Radeon R7 250X steht dabei mit den identischen Eckdaten zur Radeon HD 7770 da – gleicher Chip und gleiche Taktraten also – und bringt damit auch die identische Performance. Diese ist klar über einer GeForce GTX 650 und nur knapp unter einer GeForce GTX 650 Ti anzusiedeln. Im Hinblick auf eine R7-260-Grafikkarte liegt man dann aber im Mittel satte 20 Prozent zurück und damit wird klar, dass wir uns hier nun ins Budget-Segment zurückziehen. Preisgünstig muss es hier sein.

Die Oland-Chip-Modelle R7 250 und R7 240 stellen dabei prinzipiell bislang das untere Limit dar. Eine R7 250 liegt nach unseren gemittelten Benchmarks satte 141 Prozent hinter einer R7 250X zurück – hier klaffen Welten. Hinzu gesellt sich der Umstand, dass man Angebote antreffen kann, welche mal mit DDR3-Speicher (meist 2 GByte) oder GDDR5-Speicher (1 GByte) daherkommen. Dabei sind es eben die langsamen DDR3-Speicherchips, welche neben den Abspeckungen im Technikteil den so großen Performance-Unterschied ausmachen.

An diesem Punkt muss man ganz klar attestieren, dass diese kleinen Grafikkarten kaum noch Daseinsberechtigungen haben, denn im Vergleich zu in der CPU integrierten Grafiklösungen, wie beispielsweise bei den jüngsten AMD-APUs, ist hier keine wirkliche Mehrleistung mehr zu erwarten. Das ehemalige Brot-und-Butter-Geschäft der Grafikkartenhersteller wird über kurz oder lang komplett entfallen.

AMD Radeon R5 230

Noch ein Wort zur Radeon R5 230: Die bislang einzige Grafikkarte der R5-Serie scheint dabei eine Umbenennung einer Radeon HD 6450 darzustellen. Für diese gelten die letzten Worte umso mehr. Eine solche Grafikkarte lohnt sich allenfalls noch, wenn der Preis stimmt und man ein sehr betagtes PC-System weiter am Leben erhalten möchte. Aktuelle Spiele – über Social-Network-Games hinaus – kann man damit nicht spielen, egal was das Marketing verspricht.