AMDs Tonga-GPU - Radeon R9 285 im Test

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Temperaturverhalten



Die Bestandsaufnahme erfolgt hier mittels Überwachungs-Tools wie beispielsweise dem MSI-Afterburner oder GPU-Z. Die Idle-Werte werden nach einer gewissen Last- und Abkühlungsphase aufgenommen, was Messtoleranzen mit sich führen kann.

3D-Spielelast emulieren wir mittels Tom Clancy's HAWX, was sich ähnlich verhält wie Aliens vs. Predator oder The Witcher 2. Wir verstehen diese Messung als Worst-Case-Szenario bei Spielen, wobei aktuell unsere Testszene von Anno 2070 die Grafikkarten noch etwas mehr auslastet.

Abschließend sei auch in diesem Kapitel noch einmal der Hinweis gestattet, dass wir auf Wunsch vieler Leser die Vergleichstabellen ausgedünnt haben, um eine bessere Übersicht zu ermöglichen. Im Anhang des Artikels finden sich dann umfassendere Gegenüberstellungen.

Bild: EVGA GTX 660 Ti SC 3GB und 660-Ti-Referenzkarte im Test
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Bild: EVGA GTX 660 Ti SC 3GB und 660-Ti-Referenzkarte im Test
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Bild: EVGA GTX 660 Ti SC 3GB und 660-Ti-Referenzkarte im Test
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Bild: EVGA GTX 660 Ti SC 3GB und 660-Ti-Referenzkarte im Test
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TC HAWX Anno 2070 AvP Witcher 2


Ruhender Desktop

Temperaturen
Idle
NVIDIA GeForce GTX 760
[1033 MHz]
37,0
NVIDIA GeForce GTX 780
37,0
Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X
35,0
XFX R9 280X Black DD OC
34,0
Sapphire Radeon R9 280 Dual-X
34,0
Club3D Radeon R9 285 CoolStream
33,0
NVIDIA GeForce GTX 690
33,0
Sapphire Radeon R9 280X Toxic
32,0
NVIDIA GeForce GTX 770
[1084 MHz]
32,0
MSI R9 280X OC
30,0
AMD Radeon R9 270X
30,0
Sapphire Radeon R9 270X Toxic
28,0
XFX R9 270X Black Edition DD
28,0
MSI GTX 770 Lightning
26,0
°C


Wirkliche Überraschungen erleben wir vorliegend nicht. Ob nun 39 oder 25 °C im Idle-Betrieb, ist hier wenig von Belang. Interessanter bleibt in diesem Fall die Geräuschkulisse. Die geht im Falle unseres Testkandidaten gerade noch so in Ordnung und darf als leise, doch leicht wahrnehmbar bezeichnet werden. Ein klein wenig ist der Hersteller hier auch selbst schuld daran, denn der Fehler mit der zu dick aufgetragenen Wärmeleitpaste kostet nicht nur ein paar Grad Celsius bei den Temperaturen, sondern verursacht auch eine höhere Lüfterdrehzahl, was sich damit wieder auf die Geräuschkulisse auswirkt.

Spiele (HAWX)

Temperaturen
Last Spiele
NVIDIA GeForce GTX 690
82,0
NVIDIA GeForce GTX 760
[1033 MHz]
81,0
NVIDIA GeForce GTX 770
[1084 MHz]
80,0
NVIDIA GeForce GTX 780
80,0
AMD Radeon R9 270X
78,0
XFX R9 270X Black Edition DD
78,0
MSI R9 280X OC
75,0
Sapphire Radeon R9 280X Toxic
71,0
Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X
70,0
XFX R9 280X Black DD OC
65,0
MSI GTX 770 Lightning
62,0
Club3D Radeon R9 285 CoolStream
61,0
Sapphire Radeon R9 280 Dual-X
61,0
Sapphire Radeon R9 270X Toxic
60,0
°C


Die erblickten Temperaturen zeigen uns schnell, dass die R9 285 offenbar relativ einfach zu kühlen ist. Allerdings legt Club3D hier größeren Wert auf niedrige Temperaturen, als auf Lautstärke. Die beiden Ventilatoren des Kühlers werden in diesem Zustand als störend empfunden.

Unter Furmark steigern sich die Temperaturen auf 66 °C, die Geräuschkulisse natürlich ebenfalls. Die zu stark aufgezogene Wärmeleitpaste führt in beiden Vergleichen zu rund 2 °C höheren Temperaturen und zu höheren Drehzahlen von 50 bis 90 RPM.

Wandlertemperaturen

Die Ermittlung der möglichen kritischen Bereiche auf dem PCB erfolgt bei uns mittels Wärmebildkamera. Wir tasten damit die Rückseite der Platine ab und schauen uns mögliche Hotspots näher an, welche in aller Regel vorrangig im Bereich der Bauteile der Spannungsversorgung auftreten. Bisherige Erfahrungswerte zu in manchen Fällen möglichen Vergleichen mit internen Temperaturdioden zeigen Messunterschiede im Bereich von 5 bis 10 °C – in besonders "heißen" Situationen gar weniger. Allerdings gibt uns dieses Vorgehen eben auch einen Einblick in die gesamte Wärmeverteilung, insbesondere auf umliegende Bauteilgruppen, was eben durch das Auslesen von internen Dioden oder etwa Laserthermometern nicht möglich ist.

Bild: AMDs Tonga-GPU – Radeon R9 285 im Test
Aufnahme mittels Thermografiekamera der Board-Rückseite


Temperaturen
Wandlertemperaturen
XFX R9 280X Black DD OC
108,0
MSI R9 280X OC
105,7
NVIDIA GeForce GTX 760
[1033 MHz]
91,3
Sapphire Radeon R9 280X Toxic
86,3
NVIDIA GeForce GTX 780
84,8
AMD Radeon R9 270X
83,8
NVIDIA GeForce GTX 690
82,2
Club3D Radeon R9 285 CoolStream
81,8
Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X
81,5
NVIDIA GeForce GTX 770
[1084 MHz]
76,4
MSI GTX 770 Lightning
73,8
Sapphire Radeon R9 270X Toxic
68,4
XFX R9 270X Black Edition DD
68,3
Sapphire Radeon R9 280 Dual-X
65,3
°C


Die Wandlertemperaturen sind mit knapp 82 °C mehr als unkritisch. Dabei darf man anmerken, dass Club3D hier keine besonders aufwendige passive Kühlung der Bauteile vorgenommen hat. Ein simpler kleiner Alublock kühlt die Bauteile, den Rest besorgen die beiden Ventilatoren, welche ihre Abluft durch die Finnen des Radiators pressen.