Assassin´s Creed Unity im Test

Sonstige Reviews | HT4U.net | Seite 3

Flair und Umsetzung



Das Flair, welches Unity ausstrahlt, ist bemerkenswert. Die gesamte optische Umsetzung ist detailverliebt und verzaubert ab dem ersten Moment. Hier gibt's ein großes Lob an die Entwickler, die das Frankreich dieser Zeit möglichst realitätsnah in Form einer Spielkulisse nachgebaut haben.

Das Grundprinzip des Spiels ist geblieben. Der Spieler kann in der Masse untertauchen, mit seiner versteckten Klinge Ziele ausschalten und jedes Objekt hinaufklettern, welches es zur Zeit der Französischen Revolution überhaupt gab. Das Ganze findet in der größten Stadt statt, welche es je in einem AC-Teil gab: Paris. Diese dient dem Spieler als offene Welt mit maximaler Bewegungsfreiheit. Aber auch Ausflüge außerhalb von Paris – beispielsweise in Richtung Versaille – sind möglich.

Bild: Assassin´s Creed Unity im Test
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Jedoch gibt es – wie seitens Ubisoft angekündigt – massive Änderungen im Gameplay. Von den See-Parts, bekannt aus Assassin's Creed III und Black Flag, hat man sich im Zuge der Entwicklung wieder getrennt. Zunächst wurde das Klettersystem komplett überarbeitet. Arno bewegt sich geschmeidiger als seine Vorgänger, was die Navigation während des Kletterns erleichtern soll. Außerdem ist der berühmte Sprung in einen Heuhaufen nicht mehr die einzige Option, sicher den Boden zu erreichen. Durch eine neue Tastenkombination kann Arno kontrollierte Abstiege vollführen, ohne dass der Spieler Angst haben muss, dass sein Charakter zu Tode stürzt.

Auch das Kampfsystem wurde komplett überarbeitet. Die "Quick Kills", welche es dem Spieler in den Vorgängern ermöglichten, 20 Mann innerhalb kürzester Zeit auszuschalten, gibt es nicht mehr. Ein Kampf ist anspruchsvoll, gut abgestimmte Paraden und Hiebe sind entscheidend. Auch kann sich Arno nun eines größeren Waffenarsenals bedienen. Schwerter, Stangenwaffen, sogar Musketen darf der Spieler benutzen.

Bild: Assassin´s Creed Unity im Test
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Arno ist nun auch in seiner Kleidungswahl voll anpassbar. Der Spieler darf zwischen etlichen Kleidungsstücken wählen, welche ihm beispielsweise verschiedene Boni in Sachen Gesundheit oder Schleichen bieten. Jedoch reicht auch dies oft nicht gegen die Kontrahenten aus, weswegen der Spieler gezwungen ist, leise vorzugehen.

Bild: Assassin´s Creed Unity im Test
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Der Spieler kann nun in einen Schleichmodus wechseln und sich mit Hilfe von Tischen, Hecken und Sonstigem an seinen Gegnern vorbeischleichen. Um nicht entdeckt zu werden, steht dem Spieler nun auch die lautlos abfeuerbare “Phantomklinge“ zur Verfügung.

Zuletzt sollte aber auch noch ein Wort über die Features wie “Initiates“ oder die Companion-App verloren werden. Diese gibt es zwar bereits seit Black Flag, wurden jedoch bisher nicht so stark gewichtet. Will der Spieler alle Kleidungsstücke, alle Waffen oder Bonusmonturen freischalten, so ist dieser gezwungen, sich auf der Initiates-Website anzumelden und die Companion-App für das Handy zu installieren. Wer das Spiel schnell und problemlos beenden will, kann sich durch Mikrotransaktionen auch Boosts für Echtgeld kaufen. Das gefällt uns weniger, doch zumindest wird der Spieler nicht zu solchen Dingen gezwungen. In Unity kann man sich mehr oder minder alles selbst erspielen.

Kooperativmodus



Bild: Assassin´s Creed Unity im Test
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Im Zuge der Entwicklung von Assassin's Creed Unity hat sich Ubisoft von dem immer gleichen Player-vs-Player-Modus verabschiedet und stattdessen einen Kooperativmodus eingeführt. In ganz Paris sind Kooperativmissionen verteilt, welche zusätzliches Geld oder neue Ausrüstung liefern. Diese kann der Spieler alleine oder mit bis zu drei anderen Spielern spielen. Jedoch sind die Missionen oft so angelegt, dass sie alleine kaum oder gar nicht zu bewältigen sind.

Diese Missionen erzählen ihre ganz eigene Geschichte und sind von der Haupthandlung unabhängig. Jeder Spieler spielt seinen durch Kleidung und Waffen personalisierten Assassinen, welchen er auch normalerweise spielt, wodurch der Kooperativmodus gut in das Spiel integriert wurde. Von diesen Missionen gibt es zwar eine ganze Menge, jedoch gibt es keinen Zwang, diese zu spielen. Um an Geld heranzukommen, gibt es noch andere Nebenmissionen.