Assassin´s Creed Unity im Test

Sonstige Reviews | HT4U.net | Seite 8

Fazit



Alles in allem bietet Assassin's Creed Unity frisches Gameplay in einer Stadt, die so lebendig wie nie wirkt. Obschon einige eher unnütze Gameplay-Elemente wieder gestrichen wurden, wie beispielsweise die Vielzahl an Waffen, die man in den Vorgängern mit sich herumschleppte. Seit Brotherhood hatten wir nicht mehr einen solchen Drang, die Stadt zu erkunden und Nebenmissionen zu lösen, was auch gut so ist, denn wer keine Nebenaufgaben spielt, bekommt kein Geld für neue Ausrüstung. Paris an sich ist voll von Details in jeder Hinsicht. Lebendige Menschenmassen, wunderschöne Architektur wie Notre Dame, und Missionen an jeder Ecke – das Flair des Spiels kann verzaubern.

Ein weiteres Plus geht an die Geschichte. Wie auch in früheren Teilen, trifft der Spieler auf große historische Personen wie etwa Napoleon Bonaparte, während er eine gut erzählte Geschichte von Assassinen, Templern und der Liebe inmitten einer Revolution miterlebt. Auch die sogenannten Zeitanomalien, in welchen man als Arno innerhalb des Animus in andere Zeitepochen reist, sind schlüssig erzählt und bringen ein wenig mehr Abwechslung in die Geschichte. Man kann an fehlenden Informationen zum geschichtlichen Hintergrund mäkeln, doch das ist Jammern auf höchstem Niveau.

Der Kooperativmodus ist perfekt in Unity integriert und wird auch in der Solokampagne nicht als störend empfunden. Er ist eine bessere Alternative zu dem alten PvP-Mehrspielermodus und erzählt seine eigene Geschichte. Diese passt gut in die Gesamthandlung und bringt eine ordentliche Portion Abwechslung in das Spiel.

Bild: Assassin´s Creed Unity im Test

Leider aber gibt es zu fast jedem Punkt auch eine Kehrseite. Das Gameplay, welches Fans der Serie anfangs sehr gewöhnungsbedürftig vorkommen mag, ist besonders in puncto Klettern oft zu ungenau. Absolute Bewegungsfreiheit bringt nur wenig, wenn sich der Charakter nun nicht so bewegt, wie er soll. Trotz der Fülle an Missionen landet der Spieler alle paar Minuten vor verschlossenen Truhen. Diese muss er dann mit Hilfe der Spiel-Erweiterung in Browser-Form oder der Companion-App für Handy und Tablet öffnen. Dies stört enorm.

Den enormen Hardware-Hunger – der auch nicht zu erklären ist – haben wir zudem nun oft genug angesprochen und in Zahlen gefasst. Es ist praktisch das Hauptmanko von ACU, wenn man denn auf dem PC spielen möchte. Ohne klar ersichtliche Gründe braucht es die leistungsfähigste PC-Hardware, um den Titel auch optisch genießen zu können. Und hier passen eben Optik und Anforderung nicht richtig zusammen. ACU ist zwar sehr hübsch anzusehen, für das Gebotene sind die Anforderungen an die Hardware aber schlicht zu hoch. Stellt sich die Frage, ob Ubisoft das Problem noch lösen kann (oder wird) oder es beim Status quo belässt.

Beim üblichen Preis von rund 50 bis 60 Euro für ein PC-Spiel können wir hier leider keine Empfehlung für die Fans aussprechen, denn diese blicken auf überforderte Hardware. Wenn man mit massiven Einschränkungen im Spiel einverstanden ist, dann wird man mit dem neuen Teil von Assassin's Creed aber glücklich.

Überblick Assassin\'s Creed Unity
Spannung +
Idee o
Spieldauer ++
Spielspaß ++
Dauermotivation ++
Multiplayer:
Spielspaß /
Dauermotivation /
Koop:
Spielspaß ++
Dauermotivation +
Grafische Umsetzung/Optionen ++
Download-Größe --
Anfängliche Fehler --
Wertungen: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Steam: ab zirka 60 Euro Amazon: ab zirka 55 Euro Webseite


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dog & pg], 10. Dezember 2014