ASUS MeMo Pad FHD 10 im Tablet-Test

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Technik im Detail


Hardware-Layout


Eine etwas tiefergehende Betrachtung der Technik bei einem Tablet- oder Smartphone-Test sollte aus unserer Sicht nicht fehlen. Natürlich interessieren sich nur die wenigsten Anwender für das, was in ihren Geräten steckt, und solange alles ruckelfrei und butterweich scrollt, zeugt das Produkt vom intelligenten Einsatz hochwertiger Hardware. Das könnte aber durch kleinere Tricks erkauft sein, denn eine niedrige Auflösung kann beispielsweise zu höheren Frameraten in Spielen führen und die Menüdarstellung flüssig erscheinen lassen. Dafür lässt sich jedoch eben nur wenig Bildinhalt darstellen.

Leider war es uns nicht möglich, das MeMo Pad 10 FHD zu zerlegen, ohne Beschädigungen am Testmuster zu riskieren. Doch helfen uns an dieser Stelle abermals die öffentlich zugänglichen Dokumente der "Federal Communications Commission" (FCC).

Bild: ASUS MeMo Pad FHD 10 im Tablet-Test
Bild: ASUS MeMo Pad FHD 10 im Tablet-Test
Ohne Rücken Grundlegende Komponenten


Chipsatz


Asus setzt beim MeMo Pad 10 FHD auf einen in der Android-Welt eher ungewöhnlichen x86-SoC von Intel. Im Grunde handelt es sich dabei um einen 32-Bit-Intel-Atom der Saltwell-Generation aus 2011, welcher auf maximale Akku-Laufzeit optimiert wurde. Im Genauen ist es ein Dualcore-SoC mit Hyper-Threading, welches die Modellbezeichnung Z2560 trägt.


Bild: ASUS MeMo Pad FHD 10 im Tablet-Test
Bild: ASUS MeMo Pad FHD 10 im Tablet-Test
Bild: ASUS MeMo Pad FHD 10 im Tablet-Test
Mainboard Arbeits- und Flash-Speicher SoC ohne Kühler


Der Atom Z2560 wird von Intel in der 32-nm-Strukturgröße gefertigt und bietet durch seine zwei Kerne mit Hyper-Threading insgesamt vier Threads. Der maximale Takt liegt bei 1,6 GHz und kann in 100-MHz-Schritten gesteuert werden. Neben 1 MB L2-Cache verfügt das Z2560-SoC über ein integriertes Dual-Channel-Speicher-Interface mit je 32 Bit Breite. Unterstützt wird LPDDR2 mit maximal 1.066 MHz effektivem Takt. Im Falle des MeMo Pad FHD 10 handelt es sich um 2 GB Hynix-Speicher mit der Bezeichnung H9TKNNNBPDMR. Leider sind im Internet keine genaueren Spezifikationen zu dem Speicher zu finden.

Eine PowerVR-SGX544MP2-GPU steht den Cedarview-Kernen zur Seite und übernimmt die Grafikdarstellung sowie die Videobeschleunigung. Sie kann sowohl mit der betagten OpenGL-ES-2.0-API als auch mit DirectX 9c umgehen. Das "MP2" deutet auf eine Dual-Core-Konfiguration hin, wobei jeder Kern der GPU über vier sogenannte "USSE2"-Einheiten verfügt. Mit "USSE2" ist mitnichten eine Abwandlung der bekannten Befehlssatzerweiterung "SSE" gemeint, sondern eine sogenannte "Universal Scalable Shader Engine 2". Diese ersetzt sowohl Vertex- als auch Pixel-Shader-Einheiten.

Bild: ASUS MeMo Pad FHD 10 im Tablet-Test

Blockschema der PowerVR-SGX544MP-GPU


Die GPU ist bereits aus zahlreichen anderen SoCs bekannt, etwa Apples A5 oder Texas Instruments OMAP4470. Prominente Geräte sind dabei das iPhone 4S oder in der SGX544MP3-Konfiguration das Samsung Galaxy S4. Im Z2560-SoC taktet die GPU mit 400 MHz und wird über den Hauptspeicher mit Daten gefüttert. Leider deutet sich bereits beim Lesen der Hardware-Daten an, dass die GPU in dieser Konfiguration für eine flüssige Darstellung von modernen, mobilen 3D-Spielen in Full-HD-Auflösung etwas schwach auf der Brust ist. Doch dazu später mehr.

 



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