Corsair Force LX 256GB im Test

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Fazit


Eingangs erwähnten wir ja bereits, dass Corsair gegenüber dem Wettbewerb den Nachteil hat, dass Controller und Flash von anderen Anbietern eingekauft werden müssen. Der Vorteil ist dabei, dass so auch die Controller anderer Hersteller, die selbst keine SSDs bauen, den Markt erreichen. In diesem Fall ist es ein Controller von Silicon Motion. Der Nachteil ist natürlich, dass NAND- und Controller-Hersteller ebenfalls noch ein Stück vom Kuchen verdienen wollen, so dass es dann für Hersteller wie Corsair nicht mehr so einfach ist, mit einem niedrigen Preis zu kämpfen.

Bild: Corsair Force LX 256GB im Test

Vergleichen wir mal die aktuellen Preise für die üblichen Verdächtigen aus dem Einstiegssegment:

Modell Preis 240 – 256 GB (September 2014)
Corsair Force LX 256 GB 114 €
Crucial MX100 256 GB 91 €
Sandisk Ultra Plus 256 GB 99 €
Samsung Evo 250 GB 106 €


Die Force LX trat mit einem Preis um die 160 € in den Markt, dieser wurde allerdings schnell nach unten korrigiert. Dennoch ist er etwas höher als bei den Verkaufsschlagern Evo und MX100. Das ist zwar ein Nachteil für Corsair, aber davon kann sich der Kunde auch keinen Kuchen backen. Der Kunde will dann wenigstens einen Vorteil gegenüber den anderen Einsteigermodellen sehen. Gegenüber der Evo hat die Force LX den sichtbaren Vorteil, dass ihre Schreibraten nach Last nicht so stark einbrechen und die sequentiellen Leseraten einen Tick höher sind. Die Sandisk Ultra Plus weist zwar deutlich höhere sequentielle Schreibraten auf, ist dafür aber deutlich weniger laststabiler und bei zufälligen Zugriffen nicht ganz so performant. Die MX100 haben wir in unserem Parcours noch nicht testen können, so dass eine direkte Vergleichsmöglichkeit fehlt.

Wie die meisten Einsteigermodelle erreicht die Force LX bei den gemischten Lastprofilen nicht die Leistungsgrößenordnung wie die SSDs aus dem Performance-Segment. Das ist nicht verwerflich und auch nicht verwunderlich, allerdings hatten die relativ guten Lastergebnisse bei den sequentiellen und 4K-Schreibtests Hoffnung auf mehr gemacht. Aber gut, wer ununterbrochen viel und schnell schreiben muss, ist im Einsteigersegment ohnehin falsch aufgehoben. Im OpenOffice-Kopiertest lag die Force LX dagegen zusammen mit der deutlich teureren Crucial M550 an der Spitze. Insgesamt ist die Force LX eine solide Einsteiger-SSD, die in ihrem Segment vor allem bei der Laststabilität und den sequentiellen Leseraten positive Akzente setzt.

Aufmerksame Leser werden vielleicht bemerkt haben, dass die Stromverbrauchsmessungen fehlen. Das ist leider einem Hardware-Defekt zu verdanken. Sobald wir Ersatz haben, liefern wir die Werte selbstverständlich nach.

Testwertung Corsair Force LX 256 GB
Leseleistung +
Schreibleistung +
Haltbarkeit o
Lastverhalten Semi-/Profisegment o
Leistungsaufnahme ?
Lieferumfang o
Preisniveau (Stand 11.9.2014) +
Preis pro GB (Preisvergleich 11.9.2014) 0,44€/GB (256 GB)
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / – [schlecht] / -- [sehr schlecht]
Preisvergleich: 108 Euro Amazon: 117 Euro Hersteller-Produktseite


[ri], 11. September 2014