CPU-Kühler Reboot

Gehäuse & Kühlung | HT4U.net | Seite 13

Die heutigen Lüfter



Rotorblätter – die Kunst der Optimierung



Zwischenzeitlich tobt das Marketing bei neuen Kühlkonstrukten auch bei den Lüftern. Man darf erst einmal festhalten, dass sich die Lüftermaße in den letzten Jahren deutlich erhöht haben. Hatte man zu Beginn mit einem Durchschnitt von 80-mm-Lüftern bei Top-Modellen zu tun, folgten 92-mm-Modelle, und zwischenzeitlich sind 120-mm-Modelle schon fast Standard. 140-mm-Lüfter-Kühlerkonzepte gehören zum High-End, in Kombination mit zwei solcher Ventilatoren noch einmal getoppt.

Und während man an den Größen zwischenzeitlich kaum noch weitere Schritte veranlassen kann, optimiert man eben an der Formgebung. Dabei gelten bei allen Lüftern eben zwei Dinge vorrangig: die Luftfördermenge in Verbindung mit der jeweiligen Akkustik (Lautstärke). Aber natürlich fließt an dieser Stelle auch ein, wie gut der Lüfter mit dem anzutreffenden Kühlblock (Stichwort: Lamellenstärke und Abstand) funktioniert.

Bild: CPU-Kühler Reboot
Bild: CPU-Kühler Reboot
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Damit ist es vorrangig gesetzt, dass man das Produkt des Herstellers wie dargeboten darstellt, denn ein anderer Lüfter könnte auf dem Kühlblock besser funktionieren, wurde aber nie erprobt und kann genauso gut schlechter im Verbund agieren.

In der heutigen Zeit ändern sich zumeist die Formgebungen der Lüfterblätter, welche laut Hersteller-Angabe dann eine höhere Luftfördermenge mit sich bringen. Das kann in der Praxis tatsächlich der Fall sein – Mess-Expertisen dazu sieht man eher selten. Die Temperaturresultate, auf welche es ankommt, werden in Kombination mit dem Lüfter in aller Regel aber nur sehr wenig beeinflusst – marginale Differenzen sprach man uns gegenüber aus, von anderer Stelle hörten wir "das Tüpfelchen auf dem i". Halten wir an dieser Stelle also positiv fest, dass ein High-End-Kühler-Hersteller alles in die Waagschale wirft und sich mit Dingen wie Heatpipe-Auswahl, Abstand der Alulamellen und dem Einsatz eines besonders geformten Lüfters durchaus ein wenig Vorteile erarbeiten kann, diese aber dann letzten Endes in wenigen Grad Celsius Temperaturunterschieden dargestellt werden. Das ist das sogenannte "Tüpfelchen auf dem i", und das ist eben das, was man als Feintuning bezeichnen kann.