Crucial M550 mit 256 GB und 1 TB im Test

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Impressionen


Beim Platinenaufbau gibt es keine Überraschungen. Sowohl das 256-GB- (links) als auch das 1-TB-Modell (rechts) verwenden 16 Packages mit NAND-Flash. Das 256-GB-Modell verwendet wie eben beschrieben 64-GBit-NAND-Chips (= 8 GB), ergo befinden sich in jedem der 16 Packages zwei NAND-Chips. Im 1-TB-Modell befinden sich je vier 128-GBit-NAND-Chips (= 16 GB). Oben rechts ist der Marvell-Controller zu sehen, und mittig der DRAM-Chip. Dieser stammt naheliegenderweise ebenfalls hausintern von Micron, Crucials Muttergesellschaft.
Auf der linken Seite sitzen zwischen NAND-Packages und DRAM-Chip eine Reihe von Kondensatoren. Diese sollen es dem SSD-Controller ermöglichen, bei einem Stromausfall noch ausstehende Schreibvorgänghe abzuschliessen.

Bild: Crucial M550 mit 256 GB und 1 TB im Test

Auf der Rückseite gibt es einen kleinen Unterschied im Layout: Da die 1-TB-Variante mit 1 GB DRAM (statt 512 MB) ausgestattet ist, findet sich hier im oberen Teil ein zusätzlicher DRAM-Chip.

Bild: Crucial M550 mit 256 GB und 1 TB im Test

Haltbarkeit


Der NAND-Flash selbst wird im MLC-Verfahren angesprochen und lässt damit 3.000 Schreibzyklen erwarten. In der Praxis sind meist jedoch deutlich mehr Schreibzyklen möglich. Crucial selbst garantiert ein Schreibvolumen (drive lifetime) von 72 TB bei Client-Zugriffen. Diese Angabe basiert auf Schreibvorgängen, die sich wie folgt zusammensetzen:

  • Blockgrößen: 50 % 4 KiB, 40 % 64 KiB und 10 % 128 KiB
  • 75 % zufällige und 25 % sequentielle Zugriffe
  • der Datenträger ist bereits zu 90 % gefüllt

Diese Drive-Lifetime berücksichtigt also die Tatsache, dass durch ein derartiges, nicht unübliches Schreibprofil mit vielen kleinen Blöcken sehr viele Read-Modify-Writes auftreten. Dabei muss die SSD, um beispielsweise 4 KiB Daten zu ändern, einen kompletten 512-KiB-Block neu schreiben. Die technischen Hintergründe dazu haben wir hier bereits beleuchtet.

Bei sequentiellen Schreibvorgängen größerer Dateien beziehungsweise Blockgrößen können demzufolge deutlich mehr Daten geschrieben werden. Für den Vorgänger M500 hatte Crucial ebenfalls 72 TB Client-Zugriffe zugesichert und für sequentielle Zugriffe eine Drive-Lifetime von bis zu 500 TB für die 480- und 960-GB-Modelle angegeben. Für die M550 fehlen leider diese Angaben. Man würde aber erwarten, dass sie sich in den gleichen Größenordnungen bewegen.