Noctua NH-D15 - neuer High-End-CPU-Kühler im Test

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Software und Testprozedere


  • Windows 7 32-Bit – SP1 inklusive aller Updates bis Februar 2014
  • NVIDIA GeForce/ION Treiberversion 314.07 WHQL
  • DirectX Stand Juni 2010

  • Tools
  • AIDA Extreme
  • Core2MaxPerf
  • CoreTemp
  • LinX
  • TES V: Skyrim


Neben wesentlichen Änderungen in der Hardware haben wir ebenfalls grundlegende Anpassungen bei der Software und der Ermittlung der CPU-Kerntemperaturen vorgenommen.

Lastzustände:

Wir haben uns nun dazu entschlossen, mit insgesamt vier, statt drei Szenarien zu arbeiten, welche jedoch – abgesehen vom lastfreien Betrieb – jeweils Worst-Case-Szenarien für die CPU darstellen.

Die anliegenden Lastzeiten betragen im Idle und bei LinX jeweils 15 Minuten, und die letzten 60 Sekunden werden gemittelt über alle Werte ausgegeben. Die Lastaufnahmen bei Skyrim und bei Core2MaxPerf werden über 30 Minuten vorgehalten und dabei die letzten fünf Minuten gemittelt ausgewertet. Dazu loggen wir die Temperaturen über AIDA Extreme komplett über die Laufzeit mit und geben am Ende lediglich eine Temperatur der vier Prozessorkerne an. Unter Idle, C2MP und Skyrim geben wir den gemittelten Wert der aufgezeichneten Durchschnittstemperaturen an, unter LinX den Durchschnittswert der maximalen Temperaturwerte an.

Warum vier Szenarien?

Der Idle-Wert liegt auf der Hand. Hat der PC nichts zu tun oder wird er nur gering mit Office-Anwendungen oder Surfen belastet, ist es weniger entscheidend zu wissen, wie warm der Prozessor wird, sondern vielmehr, wie lautstark sich der Lüfter des Kühlers verhält. Diesen Bereich decken wir mittels dieser Aufzeichnung ab, welcher 15 Minuten nach dem Systemstart abgenommen wird.

Eine weitere Kategorie des täglichen PC-Einsatzes stellt das 3D-Spielen dar. Ein Großteil der Jünger setzt hierbei gerne auf den PC als Basis zum Zocken, da dort potentiell die bessere Bildqualität im Vergleich zu Konsolen geboten werden kann. Doch muss man an dieser Stelle eben in den Applikationen unterscheiden. Es gibt Spiele, welche sehr grafikkartenlastig sind und den Prozessor nur sehr wenig fordern. Es gibt allerdings auch Spiele, welche das umgekehrte Bild zeichnen und solche, welche beide Komponenten im Verlauf des Gameplays fordern. Dazu haben wir uns abermals auf den Weg gemacht, um ein passendes Worst-Case-Szenario zu ergattern. Darunter darf man verstehen, dass dies nur den übelsten Fall der Fälle darstellt, der dauerhaft so im Spiel nicht anzutreffen ist. Dazu haben wir eine Stelle in Skyrim erkoren, bei welcher wir auf allen vier CPU-Kernen mächtig viel Last erzeugen können und die eben über einen Zeitraum von 30 Minuten durchläuft.

Danach folgt als nächste Schwierigkeitsstufe der Einsatz von Core2MaxPerf. Unsere Messungen haben gezeigt, dass dieses synthetische Last-Tool sich in etwa identisch verhält, als wenn man den PC beauftragt, Videos mittels Handbrake zu konvertieren. Dies stellt aus unserer Sicht einen weiteren gängigen Bereich des täglichen PC-Daseins dar und wird durch dieses Vorgehen mehr oder minder perfekt emuliert. Härtere Applikationen im heutigen Alltag finden sich im Durchschnitt eigentlich keine.

Bild: Phanteks PH-TC14PE im Test

Core2MaxPerf und Coretemp im Einsatz


Es bleiben abschließend noch besondere Programme aus dem wissenschaftlichen Bereich, welche den Hauptprozessor eines Systems mächtig und über die Maßen beanspruchen können; höher gar als die zuvor genannten Anwendungen. Einen solchen Fall stellt LinX dar, das exemplarisch solche Berechnungen vornimmt. Damit stellt LinX in unserem Vergleich den schlimmsten Fall für eine CPU dar – und eigentlich die beste Erklärung dafür, warum man gegebenenfalls einen sehr leistungsfähigen CPU-Kühler benötigen könnte.

Etwas Office-Bearbeitung, Im-Internet-Surfen und E-Mails-Lesen fallen aus einer sinnvollen Betrachtung ebenfalls heraus, da man sich in diesen Bereichen praktisch auf lastfreiem Betrieb für Prozessoren bewegt, welche mit ihren ausgeklügelten Energiesparmaßnahmen in aller Regel auf niedrigster Taktfrequenz arbeiten.

Bild: CPU-Kühler Reboot

Benchmark-Szene Skyrim


Allerdings gibt es sicherlich noch ein Anwendungsgebiet, welchem viele Anwender täglich frönen: Computerspiele. Meist ist es genau dieser Bereich – die Spielerszene – den Hersteller von Zubehör aus dem Kühlerbereich besonders ansprechen möchten. Wir haben darum für den heutigen Test zusätzlich noch einen Spieltitel herausgepickt, welcher exemplarisch diesen Praxistest abdecken soll. Dabei haben wir durch vorige Selektion einen Vertreter gewählt, welcher den Prozessor hinreichend belastet, ohne dabei vollkommen CPU-lastig zu sein. Eine große Zahl der aktuellen Spieltitel sollte den (Vier-Kern-)Prozessor nicht in einem solchen Maße fordern, wie wir es in unserem Test tun.

Anmerkung: Die Resultate der neu angewählten Testszene in Skyrim sind natürlich nicht mit den Resultaten der früheren Tests vergleichbar.

Lüftersteuerung:

Auf den heutigen Hauptplatinen bieten alle Hersteller Lüfterregelungen für die Fan-Anschlüsse an. Untereinander haben diese aber meist nichts gemein, und so ist die Lüfterregelung bei unserem MSI-Mainboard sicherlich eine andere, als beispielsweise bei ASUS, ASRock oder Gigabyte. Vorgaben vom CPU-Hersteller gibt es nicht, und daher kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen.

Moderne Lüfter sind vorrangig nur noch mit 4-Pin-PWM-Lüftern ausgestattet. In einigen wenigen Fällen trifft man dennoch 3-Pin-Modelle an, welche keine Pulsweitenmodulation unterstützen. Hatte man bei früheren Hauptplatinen noch die Option angetroffen, auch 3-Pin-Modelle regulieren zu können, mussten wir beim MSI Z87-GD65 Gaming feststellen, dass hier offenbar nur noch 4-Pin-Lüfter geregelt werden.

Bild: CPU-Kühler Reboot
Bild: CPU-Kühler Reboot


Dabei ist die Regelkurve bis 40 °C sehr flach gehalten und steigt dann im Bereich zwischen 40 und 70 °C steil an. Ab 70 °C CPU-Temperatur versucht die Regelung praktisch schon mittels Maximaldrehzahl, gegen diese Temperaturen einzuschreiten. In Anbetracht der Kühlervielfalt am Markt, halten wir die vorgenommenen Einstellungen durchaus für sinnvoll. In Einzelfällen könnten sich manuelle Eingriffe – angepasst an das eigene Gehäusekühlsystem und den CPU-Kühler – durchaus positiv auf das Geräuschverhalten auswirken. Diese Situationen kann unser Test natürlich nicht abdecken.

Temperaturschwankungen

Unsere Tests werden bei einer Raumtemperatur von 20 bis 21 °C durchgeführt. Natürlich gibt es im unmittelbaren Bereich der Teststation durch die eigene Wärmeentwicklung der Hardware Temperaturschwankungen. Raumtemperaturschwankungen, auch im Hochsommer, sind bei unseren Messungen nicht zu befürchten, da wir mit einer Klimaanlage arbeiten.

 



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