NVIDIA Maxwell Next Gen: GeForce GTX 970 und GTX 980 im Test

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Bildqualität großgeschrieben: MFAA



Es ist nicht unüblich, dass NVIDIA von Zeit zu Zeit mit neuen Maßnahmen zur Verbesserung der Bildqualität an die Öffentlichkeit tritt. Beispielsweise bei der Kantenglättung startete man mit der NVIDIA-eigenen Option TXAA durch, welche jedoch nur von manchen Spielen und auf NVIDIA-Grafikkarten geboten wird.

Es ist bewundernswert zu beobachten, dass ein Hersteller Optimierungen versucht zu etablieren, welche das PC-Gaming noch weiter von Konsolenspielen absetzen. Es ist gleichzeitig aber nicht lobenswert, dass dabei eigene proprietäre Standards verwendet werden, welche nicht breit für alle Anwender zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite bietet NVIDIA damit dem Endkunden einen gewissen Mehrwert durch seine Produkte.

Multi-Frame Sampled Antialiasing

Vorwegschicken muss man, dass NVIDIAs neue Technik MFAA zum Zeitpunkt der Vorstellung der neuen Maxwell-GPUs noch in der finalen Entwicklung ist und mit einem Treiber-Update im Oktober 2014 offiziell Einzug halten wird. Damit steht fest, dass es sich auch hier um eine Software-Lösung handelt, welche nicht auf spezielle Hardware-Einheiten von Maxwell abgestimmt ist. Allerdings erklärte man uns im Briefing, dass es zumindest vorerst ein Feature bleiben wird, das speziell der GeForce-GTX-900-Reihe vorbehalten ist.

Bild: NVIDIA Maxwell Next Gen: GeForce GTX 970 und GTX 980 im Test
Bild: NVIDIA Maxwell Next Gen: GeForce GTX 970 und GTX 980 im Test


Multi-Frame Sampled AA (MFAA) basiert grundlegend auf herkömmlichem 2x-Multisampling-Antialiasing (MSAA). Der Clou hinter MFAA ist, dass es zwei verschiedene Abtastmuster nutzt, welche sich von Bild zu Bild abwechseln. Die mit unterschiedlichem Muster abgetasteten Punkte vom aktuellen und vom vorherigen Bild werden abschließend verrechnet und dargestellt. Durch diese Technik soll sich laut NVIDIA mit 4x MFAA ein optisches Resultat von 4x MSAA einfinden (oder in manchen Fällen besser), bei gleichzeitigem Performance-Hunger von 2x MSAA. Durch den Einbezug von Abtastpunkten aus dem vorangegangenen Bild kann sich jedoch insbesondere bei schnellen Bewegungen ein ungewollter Motion-Blur-Effekt (Bewegungsunschärfe) einstellen. Aus diesem Grund wird MFAA bei niedrigen Frameraten unter 40 FPS automatisch deaktiviert.

Für die Nutzung von MFAA muss der Anwender lediglich im Treiber MFAA aktivieren und anschließend im Spiel 2x MSAA auswählen, um in den Genuss der Optik und der Leistung von 4x MFAA zu kommen. Sollte es zutreffend sein, dass MFAA tatsächlich kaum leistungshungriger als Post-Processing-Filter ist und die Qualität stimmt, wäre dies natürlich eine Glanzleistung des Herstellers.


NVIDIA-Demo zur Funktion von MFAA



Live-Demo NVIDIA vom Presse-Briefing


 

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