NVIDIA Maxwell Next Gen: GeForce GTX 970 und GTX 980 im Test

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Fazit



Testwertung (High-End-Segment) NVIDIA GeForce GTX 980 (Referenz) Inno3D iChill GTX 970 Herculez X2
Performance 3D-Spiele ++ ++
Performance GPU-Computing o o
Kühlleistung + +
Lautstärke Idle + +
Lautstärke Last o o
Leistungsaufnahme Idle ++ ++
Leistungsaufnahme 3D-Last ++ ++
Leistungsaufnahme Multi-Monitor-Betrieb ++ ++
Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe ++ ++
Übertakten + o
Preis (Stand 15.09.2014) o ++
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Preisvergleich: zirka 490 und 320 Euro Amazon: 590 Euro und 340 Euro Hersteller-Produktseite


NVIDIA hat mit der Vorstellung der GeForce GTX 980 und GTX 970 kaum Fragen offen gelassen und punktet in sehr vielen Bereichen. Obgleich rechnerisch die GTX 780 Ti schneller sein müsste als die GTX 980, schlägt man diese in 3D-Applikationen. Im typischen Setting ist über das Mittel unserer Benchmarks die GTX 980 um etwa vier Prozent schneller als die GTX 780 Ti und die GTX 970 ungefähr 10 Prozent langsamer – 15 Prozent langsamer als die GTX 980. Selbst die GPU-Compute-Performance hat – je nach Applikation – zulegen können. Hier könnten sich die Änderungen am Cache positiv bemerkbar machen.

Das alles erreichte der Hersteller über Chip-Optimierungen, trotz gleichen Fertigungsprozesses und stark erhöhter Taktraten. Dennoch leidet die Leistungsaufnahme darunter nicht. Die GTX 980 beansprucht maximal 180 Watt und die GTX 970 maximal 160 Watt. Dass NVIDIA bei der Nennung der TDP-Zahlen nicht ganz offen gespielt hat, ist im Hinblick auf die gebotene Leistung zu verzeihen.

Bild: NVIDIA Maxwell Next Gen: GeForce GTX 970 und GTX 980 im Test

Damit einher gehen für den Spieler zusätzlich leckere Features wie DSR, welche die GTX 980 aber ganz schnell an ihre Leistungsgrenzen treiben kann. Aber immerhin gibt es das. MFAA hört sich sehr vielversprechend an, und wir hoffen, dass der Hersteller hier Wort hält. Denn dann gibt es wirklich triftige Gründe, warum ein Spieler auf dem PC eher zum NVIDIA-Produkt greifen sollte. Natürlich soll das nicht heißen, dass NVIDIA neben seinem gesamten Feature-Set aus Treiber-Optionen, GeForce-Experience oder gar G-Sync nicht ohnehin viele Argumente für seine Produkte besitzt. Letzten Endes sind das aber keine Must-Have-Features. MFAA bei verbesserter Bildqualität und geringen Leistungshunger könnte aber möglicherweise ein Must-Have-Feature werden.

Doch selbst wenn wir dieses Argument erst einmal aus der Gleichung herauslassen, scheint es, als wenn NVIDIA alles richtig gemacht hat. Es bleibt die Frage nach der preislichen Orientierung, und da stehen für eine GTX 980 erst einmal etwa 480 Euro Straßenpreis (Preissuchmaschinen) im Raum. Die GTX 970 zeigt sich zu Preisen um 310 Euro.

Die GTX 980 ist im Mittel gerade einmal drei Prozent schneller als eine Radeon R9 290X, die zu Preisen ab 350 Euro gelistet wird. Dort stellt sich dann die Frage, ob das Feature-Set inklusive der besseren Leistungsaufnahme ausreichend ist, um den Ausschlag zu geben. Die Preise der im Abverkauf befindlichen GTX 780 Ti sind inzwischen knapp unter 400 Euro gerutscht, was das Preisgefüge noch schwieriger gestaltet.

Hier zeigt sich dann die GTX 970 mit Preisen um die 310 Euro weit interessanter, liegt man in der Performance doch nur um etwa 10 Prozent hinter der GTX 780 Ti zurück. Überhaupt zeigt sich aktuell die GeForce GTX 970 als interessantestes Modell im 300-Euro-Segment. Mit etwas Glück erhascht man so eine Karte auch einmal beim 300-Euro-Punkt und erhält dann wirklich Performance des Top-Segmentes. Wo die einzelnen Modelle der Board-Partner dann punkten, sei dahingestellt. Zumindest unser heutiger Testkandidat von Inno3D konnte bei Leistung und Leistungsaufnahme überzeugen, gar auch bei der Lautstärke im Idle-Bereich, enttäuschte aber etwas bei der Lautstärke unter 3D-Last.

Bild: NVIDIA Maxwell Next Gen: GeForce GTX 970 und GTX 980 im Test

[pg], 30. September 2014





 

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