NZXT Source 340 - Low-Budget-PC-Gehäuse im Test

Gehäuse & Kühlung | HT4U.net | Seite 6

Installation


Handbuch



"Handbuch" ist natürlich die falsche Bezeichnung beim NZXT S340 – "Faltblatt" trifft es besser. Allerdings ist diese Herangehensweise nicht selten anzutreffen, und im vorliegenden Falle ist die Anleitung auch in ausreichend großer Druckschrift gehalten.

Bild: NZXT Source 340 – Low-Budget-PC-Gehäuse im Test


Fragen blieben eigentlich kaum offen. Allenfalls der Umstand, dass wir eine Andeutung fanden, dass sich eine weitere 3,5 Zoll-Festplatte im Boden verbauen lassen soll, brachte keine Klarheit. Wir fanden hier auch keine Installationsmöglichkeit.

Netzteil



Bild: NZXT Source 340 – Low-Budget-PC-Gehäuse im Test
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Wie erläutert, erfolgt die Netzteilmontage am Boden des Gehäuses. Um das Netzteil installieren zu können, muss die rückwärtige Befestigungsplatte abgenommen und auf das Netzteilgehäuse geschraubt werden. Im Anschluss kann das Netzteil von hinten in das Gehäuse eingeschoben werden, und die Platte wird mittels der vier Daumenschrauben befestigt.

Das Source 340 bietet viel Raum für Netzteil und Kabel, und es sollte prinzipiell jedes handelsübliche Netzteil verbaut werden können. Durch vorhandene Gehäuseöffnungen unmittelbar oberhalb des Netzteils und der davor liegenden weißen Blende lassen sich die Kabel dann an die notwendigen Stellen führen und anschließen.

Eine Entkopplung des Netzteils über Gummipuffer erfolgt allerdings nicht, was letzten Endes der Preisklasse geschuldet ist.

Festplatten und optische Laufwerke



Optische Laufwerke? Wer so etwas sein Eigen nennt und es im S340 weiterverwenden möchte, ist leider fehl am Platz. Wir treffen heute selbst das erste Gehäuse an, welches auf Installationsmöglichkeiten für interne DVD-/Blu-ray-Player oder -Brenner verzichtet. Der Hersteller setzt hier offenbar externe USB-Laufwerke als Medium voraus. Aus unserer Sicht eine schlechte Wahl.

Bild: NZXT Source 340 – Low-Budget-PC-Gehäuse im Test
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Zwei 2,5-Zoll-Laufwerke können unmittelbar unterhalb des Mainboards auf dem Boden des Gehäuse montiert werden. Dazu müssen die Halterungsschraube des Metallrahmens gelöst und das Laufwerk oder die SSD im Rahmen verschraubt werden. Danach kann das fertige Konstrukt wieder eingeschraubt und fixiert werden.

Ganz so einfach geht es dann bei regulären 3,5-Zoll-Festplatten nicht vonstatten.

Bild: NZXT Source 340 – Low-Budget-PC-Gehäuse im Test
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Werkzeuglose Montage gibt es hier nicht, und der Festplattenkäfig im Boden des Gehäuses lässt sich zum Einschrauben von Festplatten auch nicht entfernen. Das setzt leider den umständlichen Weg voraus, dass die Frontpartie abgenommen werden muss, damit man an die Schraubpunkte an der Seite des Käfigs herankommt. Auch sollte man die Festplatte definitiv vor dem Einbau des Netzteils einbauen, denn ansonsten kommt man kaum noch mit einem Schraubendreher an die Schraubpunkte der anderen Seite heran.

Sonstiges



Bild: NZXT Source 340 – Low-Budget-PC-Gehäuse im Test
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Zum Verbau der Hauptplatine hat man auf eine Montagehilfe geachtet, die das Mainboard fixiert, nachdem man es eingelegt und ausgerichtet hat. Das ist löblich und erleichtert die spätere Befestigung mittels Schrauben erheblich.

Gefällig ist auch die gute Lackierung im Innenbereich, welche nicht die eingestanzten Beschriftungen für die Mainboard-Montage verdeckt. Hier hatten wir bei frühen NZXT-Gehäusen häufiger Grund zur Rüge.

Ebenfalls gefällt uns die großzügige Backplate des S340, wodurch man wohl bei allen gängigen Mainboards den hinteren Sockelbereich erreichen kann, um später Kühler noch einmal zu wechseln.

Bild: NZXT Source 340 – Low-Budget-PC-Gehäuse im Test
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Weniger gut gefallen hat uns der Abdeckbereich der Erweiterungssteckkarten. Bis zu sieben Steckkarten könnten im NZXT S340 verbaut werden. Die Abdeckungen sind hier allerdings nicht mittels Schrauben befestigt, sondern vorgestanzt und fest fixiert und müssen herausgebrochen werden.

Dabei ist einerseits auffällig, dass diese schräg ausgerichtet sind, also grundsätzlich Staub und Schmutz Wege ins Innere des Gehäuse bieten. Zum anderen aber könnte man plötzlich vor dem Problem stehen, dass das Herausbrechen der Blenden von Mainboard-Bauteilen verhindert wird. Sollte dieser Umstand eintreten, muss man die Hauptplatine noch einmal demontieren, um die passenden Plätze zu öffnen. Späteres Wiederverschließen solcher aufgebrochenen Öffnungen (was Lackschäden zur Folge hat) ist durch den Lieferumfang nicht möglich. Die herausgebrochenen Blenden lassen sich nicht wieder einsetzen. Einmal offen, immer offen – es sei denn, man besitzt von anderen Gehäusen noch Schraubblenden, welche sich einsetzen lassen.

Apropos Schrauben: Erweiterungskarten werden hier von außerhalb des Gehäuses verschraubt. Dazu gibt es eine weitere permanente Öffnung im Gehäuse, um dies zu ermöglichen, und abermals haben wir eine potentielle Eintrittsstelle für Staub und Schmutz.