Samsung 840 Pro und Evo im Test

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Messergebnisse des RAPID-Mode


Wir haben die beiden Testprobanden zusätzlich mit aktivem RAPID-Modus durch unseren Parcours gejagt. Da dieser Modus nur unter Windows unterstützt wird, eine hohe CPU-Last verursacht und wie eingangs geschildert auch ein höheres Risiko gegenüber Datenverlusten mit sich bringt, werden wir die RAPID-Ergebnisse nicht als Endergebnis werten. Wir möchten diese euch aber selbstverständlich nicht vorenthalten.

Samsung 840 Pro (256 GB)

Test ohne RAPID-Mode mit RAPID-Mode Performancegewinn
AS-SSD (sequentielles Lesen, fresh) 522,6 MB/s 1089,6 MB/s 108,4%
AS-SSD (sequentielles Schreiben, fresh) 503,0 MB/s 718,9 MB/s 42,9%
AS-SSD (zufälliges Lesen, fresh) 33,3 MB/s 32,7 MB/s -1,8%
AS-SSD (zufälliges Schreiben, fresh) 88,0 MB/s 149,83 MB/s 70,2%
Iometer (sequentielles Lesen, fresh) 547,3 MB/s 546,05 MB/s -0,2%
Iometer (sequentielles Schreiben, fresh) 526,7 MB/s 461,8 MB/s -12,3%
Iometer (zufälliges Lesen, fresh) 129,6 MB/s 125,7 MB/s -3,0%
Iometer (zufälliges Schreiben, fresh) 250,0 MB/s 222,7 MB/s -10,9%
OpenOffice Kopiertest (weniger = besser) 33,4s 31,9s 4,7%
PCMark7, Windows Defender 5,72 MB/s 5,95 MB/s 4,0%
PCMark7, Bilderimport 30,4 MB/s 34,9 MB/s 14,8%
PCMark7, Videobearbeitung 23,7 MB/s 24,1 MB/s 1,6%
PCMark7, Anwendungsstart 67,5 MB/s 98,3 MB/s 45,6%
PCMark7, Spiele 17,5 MB/s 18,5 MB/s 5,7%
Profil Webserver 31.500 IOPS 31.677 IOPS 0,5%
Profil Fileserver 14.102 IOPS 13.412 IOPS -4,8%
Profil Workstation 7.546 IOPS 8.938 IOPS 18,4%
Profil IOMix 13.353 IOPS 12.444 IOPS -6,8%


Samsung 840 Evo (250 GB)

Test ohne RAPID-Mode mit RAPID-Mode Performancegewinn
AS-SSD (sequentielles Lesen, fresh) 515,6 MB/s 1081,3 MB/s 109,7%
AS-SSD (sequentielles Schreiben, fresh) 503,5 MB/s 733,9 MB/s 45,7%
AS-SSD (zufälliges Lesen, fresh) 38,1 MB/s 36,8 MB/s -3,4%
AS-SSD (zufälliges Schreiben, fresh) 95,2 MB/s 162,6 MB/s 70,7%
Iometer (sequentielles Lesen, fresh) 547,7 MB/s 540,8 MB/s -1,2%
Iometer (sequentielles Schreiben, fresh) 289,0 MB/s 288,5 MB/s -0,1%
Iometer (zufälliges Lesen, fresh) 117,6 MB/s 114,3 MB/s -2,8%
Iometer (zufälliges Schreiben, fresh) 220,9 MB/s 229,7 MB/s 3,9%
OpenOffice Kopiertest (weniger = besser) 32,3s 32,1s 0,6%
PCMark7, Windows Defender 5,70 MB/s 5,93 MB/s 4,0%
PCMark7, Bilderimport 29,3 MB/s 34,5 MB/s 17,7%
PCMark7, Videobearbeitung 23,7 MB/s 24,0 MB/s 1,2%
PCMark7, Anwendungsstart 59,1 MB/s 93,3 MB/s 57,8%
PCMark7, Spiele 17,3 MB/s 18,4 MB/s 6,3%
Profil Webserver 30.744 IOPS 30.796 IOPS 0,1%
Profil Fileserver 15.682 IOPS 16.849 IOPS 7,4%
Profil Workstation 10.846 IOPS 10.789 IOPS -0,5%
Profil IOMix 8.294 IOPS 8.511 IOPS 2,6%


Die Ergebnisse sind recht durchmischt. Was kann man also nun aus ihnen ableiten?

AS-SSD profitiert vom RAPID-Mode deutlich stärker als die Iometer-Messungen, denn die Testdateien von AS-SSD sind deutlich kleiner. Bei einigen Szenarien verschlechtert sich sogar das Ergebnis minimal, wenn der Verwaltungsaufwand für den Cache zu groß wird. Da die Verwaltung und Verarbeitung des Caches die CPU-Last erhöhen, tut sich hier natürlich ein potentieller Flaschenhals auf. Laut Samsung reicht der Filtertreiber aber die Schreib- und Leseoperationen einfach durch, wenn keine freien CPU-Zyklen zur Verfügung stehen. Bei CPU-Volllast wird der Treiber damit dann einfach umgangen.

Auffällig sind die guten Ergebnisse der Profile Bilderimport und Anwendungsstart. Auch hier besteht die Möglichkeit, dass die relativ geringe Größe der Lese-/Schreib-Traces von PCMark 7 das Ergebnis besser aussehen lassen, als es in der Praxis der Fall ist, wenn deutlich mehr Anwendungen und Daten gestartet werden. Ebenso muss man bedenken, dass oft mittlerweile nicht mehr die SSDs der Flaschenhals sind, sondern beim Laden einer Anwendung die CPU mit dem Ausführen des Programmes so weit beschäftigt ist, dass ein schnelleres Anliefern der Daten mit RAPID- oder Betriebssystem-Cache den Gesamtprozess nicht weiter beschleunigen kann.

Die Effektivität dieses Modus hängt also massiv von der Anwendung und der Umgebung ab. Man braucht sich nicht von den AS-SSD-Benchmark-Zahlen blenden lassen, denn im Endeffekt sind beide SSDs für die Belange der normalen Heimanwender ohnehin sehr schnell. Ob man den RAPID-Mode nutzt, sollte der geneigte Anwender also eher davon abhängig machen, ob ihm genug CPU-Kerne und RAM zur Verfügung stehen. Das ist auch der Grund, warum wir die Resultate separat zeigen, schließlich sind sie mit abhängig von der Hardware unserer eingesetzten Teststation.

Praktisch wäre es, wenn man den RAPID-Mode so konfigurieren könnte, dass er nur für Lese-Operationen genutzt wird. Dieser wäre für Kunden nützlich, die in einem Schreib-Cache generell ein Risiko sehen und beispielsweise auch den Windows-Schreib-Cache für ihre Laufwerke im Gerätemanager deaktivieren.