Samsung 840 Pro und Evo im Test

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Sequentielles Schreiben




Diese beiden Tests ermitteln, wie schnell große Dateien geschrieben werden können. Während Iometer kontinuierlich Daten in den Test-Adressbereich (= Größe der SSD minus 10 GB) schreibt, benutzt AS-SSD Testdateien, die "nur" 1 GB groß sind. Wir messen die sequentielle Schreibleistung, während sich die SSD in verschiedenen Zuständen befindet:
Zustand Beschreibung
fresh Alle Seiten in der SSD sind leer und noch nicht beschrieben worden. Dies ist der Zustand bei Auslieferung bzw. nach einem Secure Erase.
used Alle Blöcke wurden schon mindestens einmal beschrieben.
nach Last Performance nach einem reproduzierten Lastszenario durch unsere Iometer-Serverlastprofile. Diese Last ist höher als bei üblicher Heimanwendung. Hinweis: Zwischen der Ausführung der Serverlastprofile und diesem Test wurde der SSD wie zwischen allen anderen Tests eine halbe Stunde Idle-Zeit zur Regeneration per Garbage-Collection gegeben. Da bei AS-SSD die Ergebnisse sehr stark schwanken, geben wir dort den Korridor zwischen Minimal- und Maximalwert an.
nach TRIM Performance, nachdem die Blöcke von TRIM wieder freigegeben wurden.


Iometer – sequentielles Schreiben
[seq. Write (fresh)]
[seq. Write (used)]
[seq. Write (nach Last)]
[seq. Write (nach TRIM)]
Samsung 840 Pro 256GB
526,7
528,6
28,0
487,8
Corsair Neutron GTX 480GB
497,5
495,4
297,3
498,2
Samsung 840 Evo 250GB
289,0
289,7
39,3
290,3
Sandisk Extreme 240GB
240,7
252,8
13,7
252,1
Samsung 840 120GB
133,4
133,4
27,7
133,1
MByte/s

AS-SSD – sequentielles Schreiben
[seq. Write (fresh)]
[seq. Write (used)]
[seq. Write (nach Last_Minimalwert)]
[seq. Write (nach Last_Maximalwert)]
[seq. Write (nach TRIM)]
Samsung 840 Evo 250GB
503,5
502,7
501,0
501,9
503,2
Samsung 840 Pro 256GB
503,0
443,3
39,7
445,9
487,7
Corsair Neutron GTX 480GB
481,1
480,6
398,6
457,7
463,9
Sandisk Extreme 240GB
275,4
207,1
115,2
141,0
204,3
Samsung 840 120GB
128,5
128,5
127,3
128,1
128,0
MByte/s


Hier sind jetzt schon deutlichere Unterschiede zu sehen, die im Grunde aber durch die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Benchmarks verursacht werden.

Iometer weist dauerhafte Schreibraten bis 520 MByte/s für das Pro-Modell aus, während die Evo bedingt durch ihren langsameren TLC-Flash hierbei nur auf 290 MByte/s kommt. AS-SSD zeigt diesen Umstand gar nicht an und gibt ebenfalls eine sequentielle Schreibleistung im Bereich um 500 MByte/s aus, denn dort wird nur mit relativ kleinen Testdateien gearbeitet, welche schnell in den TurboWrite-Puffer der SSD geschrieben werden. Im Grunde sagt AS-SSD mehr aus, wie schnell der TurboWrite-Puffer ist, während Iometer mehr die kontinuierliche Leistung angibt. Rein rechnerisch reichen 3 GB TurboWrite-Puffer aus, um sechs Sekunden lang die Daten mit 500 MByte/s wegzuschreiben; danach fällt die Geschwindigkeit ab.

Die Einbrüche beim Lasttest sind bei beiden Modellen gleichermaßen stark, wobei der eben genannte Umstand, dass TurboWrite unter AS-SSD den Effekt negiert, wieder gilt. Die Pausen zwischen den einzelnen AS-SSD-Durchläufen sind lang genug, dass der Controller der Evo die Daten aus dem SLC-Puffer in Ruhe in den TLC-Flash schreiben kann. Dadurch suggeriert AS-SSD eine hohe Laststabilität, die aber nur dann vorhanden ist, wenn zwischen den Lasten ausreichend Pausen vorhanden sind.

Dennoch verwundert die geringe Leistung in den dauerhaften Lastszenarien unter Iometer etwas. Selbst die ältere Corsair Neutron konnte das deutlich besser, selbst wenn man ihre größere, leistungssteigernde Flash-Kapazität berücksichtigt. Die Ursache dafür wird in unseren Steady-State-Messungen sichtbar. Deswegen ziehen wir diese dieses Mal nach vorne, weil nachfolgende Messergebnisse dadurch verständlicher werden.