Titanfall im Test

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Fazit



Systemvoraussetzungen und Besonderheiten



Als minimale Systemvoraussetzungen nennt der Hersteller eine 64-Bit-Variante von Windows 7 oder 8, einen Zweikernprozessor wie etwa einen AMD Athlon X2 mit einer Taktrate von 2,8 GHZ beziehungsweise einen Intel Core 2 Duo mit 2,4 GHz Takt, und eine Grafikkarte wie etwa eine Radeon HD 4770 aus dem Hause AMD, oder eine vergleichbare von NVIDIA, etwa eine GeForce 8800 GT mit mindestens 512 MB VRAM. Des Weiteren sollte der Nutzer über 4 GB RAM und satte 50 GB Festplattenspeicher verfügen.

Eckdaten Titanfall
Veröffentlichung 13. März 2014
Genre Mehrspieler-Shooter
Entwickler Respawn Entertainment
Publisher Electronic Arts
Altersfreigabe 18 Jahre
Grafik-Engine Source-Engine
DirectX-Pfad DirectX 10
Spielmodi Multiplayer
Systemanforderungen (Minimum) Zweikernprozessor
4 GByte Hauptspeicher
DirectX-10-Grafikkarte
50 GByte Festplattenspeicher
Windows 7/8
Internetverbindung zur Aktivierung
Kopierschutz Aktivierung bei Origin – kontogebunden
Verfügbare Plattformen Windows, Xbox One
Steuerung Tastatur, Maus oder Spiele-Controller


Die empfohlenen Systemvoraussetzungen lauten wie folgt: Eine CPU von Intel wie etwa ein Core 2 Quad Q9450 oder eine von AMD wie ein Phenom II X4 820, eine NVIDIA-Grafikkarte wie etwa eine GeForce GTX 560 oder eine von AMD, beispielsweise die Radeon HD 6870. Des Weiteren werden 8 GB RAM als Arbeitsspeicher empfohlen.

Unsere Empfehlung:

Auf Grund unserer Schilderungen im vorangegangenen Kapitel, können wir uns hier eigentlich den Empfehlungen der Entwickler anschließen. Die CPU-Anforderungen scheinen höher zu liegen, als die Forderungen an die Grafikkarte, und letztere sind bereits nicht sehr hoch. Mit unserer GTX-680-Grafikkarte und dem Core-i5-2500K-Prozessor lagen wir in allen Lebenslagen bei rund 140 Bildern die Sekunde. Dies bei maximalen Grafikdetails und einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Selbst unter Zuschaltung von achtfacher Kantenglättung brachen unsere Frameraten nicht unter 100 FPS ein, was unsere Einschätzung bestätigt, dass Titanfall eher auf CPU-Leistung, statt auf GPU-Leistung setzt.

Anfängliche Fehler:

Hinsichtlich Spielfehlern sind wir in Titanfall mehr als positiv überrascht worden. Während unserer gesamten Testphase hatten wir weder mit Server- noch mit Match-Problemen zu kämpfen. Die Matches liefen komplett flüssig, und ungewöhnliche Abstürze konnten wir bislang keine verzeichnen.

Fazit



Titanfall kommt mit jeder Menge Neuerungen. Die Kombination aus Parkour-, Shooter- und Mech-Elementen ist Respawn Entertainment gut gelungen. Man hat ein flüssiges Gameplay auf die Beine gestellt. Die verschiedenen Karten sind abwechslungsreich, und mit den KI-Soldaten ist Titanfall auch einsteigerfreundlich. Allerdings ist Titanfall keineswegs perfekt, und es gibt auch einige negative Punkte zu erwähnen. Die Kampagne ist mehr als herzlos umgesetzt worden. Der äußerst kurzen Geschichte, welche nur über Funksprüche erzählt wird, kann während der rasanten Gefechte zudem auch niemand folgen.

So viel Spielspaß Titanfall mit seinen Neuerungen auch mit sich bringt, hält sich die Dauermotivation – zumindest im Vergleich mit anderen Mehrspieler-Shootern wie etwa Battlefield 4 oder Call of Duty: Ghosts – eher in Grenzen. Die Waffenauswahl ist eher gering, und der Spieler steigt zu schnell auf, sodass es ein Leichtes ist, nach zirka 15 Spielstunden bereits die Maximalstufe zu erreichen. Auch die altbekannten Spielmodi tragen ihren Teil dazu bei. Wer auf frische Modi hofft, sucht bei Titanfall vergebens.

Bild: Titanfall im Test

Außerdem funktioniert das Matchmaking noch nicht, wie es soll. Spieler werden einfach zufällig in einem Match zusammengewürfelt, unabhängig von ihrer Stufe oder Erfahrung. Das ist gerade für Neueinsteiger ein hartes Brot. Zuletzt bleibt uns noch ein Wort über die Grafik zu verlieren. Diese wirkt veraltet, vor allem im Bereich der Texturen. Dies wird jedoch durch den rasanten Spielfluss überdeckt und stört daher kaum. Dafür spürt man umso mehr die Liebe zum Detail in den Animationen und Modellen.

Zusammenfassend kann man über Titanfall sagen, dass es definitiv nicht dem entspricht, was wir uns unter der nächsten Generation des Mehrspieler-Shooters vorstellen. Trotzdem kann Titanfall mit seinem frischen Gameplay punkten. Doch gerade in Bezug auf Dauermotivation sollte man nicht zu viel erwarten. Bleibt nur noch die Frage des Preises. Ist Titanfall rund 50 Euro* wert? Nun, uns hat es gut unterhalten, und trotz der erwähnten Nachteile können wir hier ein Ja aussprechen.

Wertung Titanfall
Grafische Umsetzung -
Idee (Kampagne) -
Gameplay ++
Spannung +
Spielspaß ++
Dauermotivation +
Spieldauer (Kampagne) --
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Origin: ab zirka 60 Euro Amazon: ab zirka 50 Euro Webseite


Ein letztes Wort noch: Titanfall ist das erste Spiel, welches mit einem Download-Volumen von 50 GByte an den Start geht. Das ist absolut unterirdisch und aus unserer Sicht als falscher Weg zu bezeichnen. Auch wenn aktuell Flatrates noch günstig zu haben sind – es ist seit Monaten die Rede von Volumentarifen, auf welche die Netzanbieter umsteigen möchten. Ist der Anfang erst gemacht, folgt die Masse der Anbieter. Gleiches gilt für solche Spiele. Kann ein Entwickler damit punkten, könnten weitere folgen, und damit verlaufen die Mengen des Download-Volumens schlicht kontraproduktiv. Transfervolumen wird dauerhaft möglicherweise nicht günstig bleiben. Bei Titanfall soll es an den Audio-Dateien liegen, welche diesen Umfang an Daten erforderlich machen. Na ja!

Update: Der Titanfall-Download umfasst keine 50 Gigabyte, wie von uns fälschlicherweise behauptet. Vollständig installiert, hat man diesen satten Festplattenbedarf zu verschmerzen. Gepackt beträgt die Download-Größe lediglich 21 GByte an Daten. Das ist zwar immer noch ein stolzes Sümmchen an Bits und Bytes, welches es zu beziehen gilt, gegenüber beispielsweise Thief mit rund 20 GByte zeigt man sich jedoch nur unwesentlich schlechter im Hinblick auf den notwendigen Online-Traffic.

[dog & pg], 25. März 2014