XFX Radeon R9 285 Black OC-Edition im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 42

Fazit



Testwertung (High-End-Segment) XFX R9 285 Black OC-Edition
Performance 3D-Spiele +
Performance GPU-Computing +
Kühlleistung ++
Lautstärke Idle +
Lautstärke Last o
Leistungsaufnahme Idle ++
Leistungsaufnahme 3D-Last o
Leistungsaufnahme Multi-Monitor-Betrieb ++
Leistungsaufnahme Blu-ray-Wiedergabe -
Übertakten o
Preis (Stand 07.09.2014) +
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Preisvergleich: zirka 235 Euro Amazon: 245 Euro Hersteller-Produktseite


Stark übertaktete Grafikkarten richten sich vorangig an jene Anwender, welche selbst nicht in die Hardware-Spezifikationen eingreifen können oder möchten. Das ist prinzipiell auch die Zielgruppe, welche XFX mit der R9 285 Black OC-Edition ansprechen möchte. Diese Bequemlichkeit lassen sich die Hersteller in aller Regel auch mit einem saftigen Aufpreis bezahlen. An dieser Stelle können wir das bei dem heutigen Testkandidaten nicht feststellen, denn der günstigste Straßenpreis liegt bei rund 235 Euro und damit nur 15 Euro höher als bei der günstigsten Radeon R9 285. Dafür bekommt man dann etwa vier Prozent höhere Performance im Mittel bei einem Preiszuschlag von zirka sechs Prozent. Das geht für uns absolut in Ordnung.

Bild: XFX Radeon R9 285 Black OC-Edition im Test

Verharren wir noch einen Moment beim Preisgefüge, denn wir haben an diesem Punkt die reine Einordnung der XFX R9 285 Black OC-Edition in das R9-285-Preisgefüge besprochen. Da gibt es allerdings Tiger im eigenen Hause, welche mitwildern. Denn es beißt keine Maus den Faden ab, dass die in etwa gleich schnelle Radeon R9 280 derzeit im Abverkauf bei Preisen von 165 Euro startet, die klar schnellere R9 280X schon zu Preisen ab 220 Euro zu haben ist.

In Anbetracht der Leistungsaufnahme der XFX R9 285 Black OC-Edition gibt es momentan überhaupt keinen Grund, diese empfehlen zu können, denn die hohen Taktraten und die höheren Spannungen sorgen dafür, dass man sich auf dem Niveau der Leistungsaufnahme einer R9 280 bewegt, und so liegen dann schon 70 Euro zwischen dem Auslaufmodell R9 280 und dem heutigen Testkandidaten. Mehr noch: Ist einem die Leistungsaufnahme mehr oder minder gleich, bekommt man zu Preisen von 15 Euro weniger bereits eine vollwertige Radeon R9 280X. Die neue R9 285 hat also wie erwartet einen schweren Stand unmittelbar nach der offiziellen Einführung.

Gehen wir abschließend ins Detail, und das beinhaltet ebenfalls die Geräuschkulisse. Diese kann man bei der XFX R9 285 Black OC-Edition nur dann loben, wenn es um den lastfreien Betrieb geht. Dann zeigt sich diese Grafikkarte im geschlossenen System so leise, dass nur Luchs-Ohren sie heraushören könnten. Unter Last ist die XFX Black aber einfach laut. Man versucht das Produkt in kleinsten Temperaturbereichen zu halten und schert sich nicht um die Lautstärke. An dieser Stelle müssen wir empfindlichen Ohren also klar von diesem Modell abraten. Der Fehler geht klar mit XFX nach Hause, deren Ingenieure mehr Augenmerk auf Kühlleistung, statt auf Lautstärke gelegt haben.

Wer bereit ist, hier noch selbst Hand anzulegen und die Lüfterregelkurven anzupassen, der könnte glücklich werden. Doch die Zielgruppe des Produktes will eben genau das nicht tun.


[pg], 07. September 2014