AMD FX-8320E im Test

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Praxis


Übertakten



Trotz des Ziels, eine niedrigere TDP erreichen zu können, bietet AMD auch diesen FX-Prozessor ohne Multiplikatorblockade an, und natürlich ist es dem Endkunden – auf eigenes Risiko – freigestellt, das Maximum an Leistung aus der CPU herauszukitzeln. Über den freien Multiplikator gestaltet sich dies auch relativ einfach. Jedoch hat man mit ein paar Einschränkungen zu kämpfen.

Spielt man am Multiplikator der CPU, wird der Idle-Takt des Prozessors nicht mehr so weit abgesenkt, wie ohne manuelle Eingriffe. Das ist natürlich kontraproduktiv, wenn es um Energieeffizienz geht. Geht es um blanke Taktraten und Leistung zum möglichst kleinen Preis, so können sich bei einem FX-8000-Modell gar das Deaktivieren der Stromsparmechanismen und die Spannungserhöhung im Übertakten auswirken. Danach hat man dann zwar keinerlei Einsparungen auf der Seite der Leistungsaufnahme, dafür kann man aber das Maximum an Performance aus der CPU herausquetschen.

In unserem Test wollen wir uns aber nicht mit den Feinheiten des Übertaktens von FX-Prozessoren beschäftigen, so dass wir auch nicht auf Mittel wie Wasserkühlung oder zusätzliche Spannungserhöhung zurückgreifen. Stattdessen greifen wir zu unserer üblichen Luftkühlung und drehen hier lediglich den Takt über den Multiplikator hoch.

Bild: AMD FX-8320E im Test


Dabei konnten wir immerhin den Takt um weitere 600 MHz beim Basistakt anheben, bevor der Chip an Stabilität verlor. Das zeigt, dass durchaus Potenzial im FX-8320E liegt, stellt aber wiederum zum regulären FX-8320 keine wirklich Überraschung dar.

Mit der Taktsteigerung steigt aber auch die Leistungsaufnahme und erreicht hier einen Wert von über 196 Watt. Das ist im Vergleich zu den zuvor gemessenen 150 Watt doch ein deutlicher Anstieg. Die Takterhöhung sorgt zudem dafür, dass im Idle-Betrieb ebenfalls rund 20 Watt höhere Werte vorlagen.