AMD Radeon R9 380X von HIS und XFX im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 20

Übertakten



Overclocking ist nicht allein von Kühllösungen abhängig. Man muss ausführen, dass die Übertaktbarkeit von Grafikkarten – sei es GPU oder Speicher – von vielen Faktoren und den einzelnen Bauteilen abhängig ist. Dazu gesellt sich natürlich der Umstand, dass ein manueller Eingriff in die Taktraten sogleich zum Garantieverlust führen könnte.


HIS R9 380X IceQ X2 Turbo

Mit 970 MHz soll eine R9 380X laut AMD die GPU takten. HIS legt 1.020 MHz bei diesem Testmuster an und hält ohne Lockerung des PowerTune-Limits über alle Spiele diesen Takt. Der Speicher soll laut AMD mit 1.425 MHz takten – das entspricht dem Takt des HIS-Muster.

Wir haben in unseren Tests den GPU-Takt auf bis zu 1.130 MHz anheben können, den Speichertakt auf 1.550 MHz. Bei letzterem hatten wir in manchen Testszenarien Bildfehler erblicken können, so dass der Speicher in diesem Fall ganz offensichtlich schon am Anschlag läuft.

Mit gelockertem PowerTune-Limit steigt die Leistungsaufnahme damit auf bis zu 217 Watt an. Ohne diese Übertkatung erreichten wir maximal 180 Watt. Die Performance-Steigerung steht zeigt sich dabei mit zirka 9 bis 12 Prozent je nach Anwendung.

XFX R9 380X Turbo DD Black Edition

So verlockend der Name, so enttäuschend ist insgesamt das Verhalten. Alleine der Umstand, dass HIS unter Spielen keine Belastungen durch das PowerTune-Limit erfährt, ist dies bei der XFX-Karte bereits der Fall. Fürs Übertakten haben wir dann die PT-Limits im Treiber gelockert auf +20 Prozent. Im normalen Spiele-Betrieb blieb dann die erblickte Absenkung aus. Unter Furmark war sie allerdings weiterhin wahrzunehmen.

Durch die zusätzliche Übertaktung auf 1.110 MHz bei der GPU und 1.570 MHz beim Speicher führte dazu, dass wir erneut in Spielen Eingriffe auf die Taktraten erblickten. Die Lüfter drehten dabei auf 3.150 MHz – verursachten also noch einmal mehr Lärm, als bereits angesprochen. Die Leistungsaufnahme zeigte sich in Spitzen bis zu 235 Watt (ausgehend von 184 Watt im Normalbetrieb). Die Performance legte im Bereich von 8 bis 11 Prozent zu.