AMD Radeon R9 Fury - Mangelware im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 10

Praxisverhalten


Installation



Zu den bereits erwähnten Besonderheiten bei der Installation gilt es zu beachten, dass der Kühler der Sapphire R9 Fury Tri-X gleich drei Steckplätze auf dem Mainboard belegen wird. So gilt es für den Kaufinteressenten abzuklären, ob dies auf dem eigenen Mainboard zu Kollisionen mit vorhandenen Steckkarten führen kann und ob es gegebenenfalls Alternativen gibt. Falls nicht, scheidet dieses Design vermutlich aus.

Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test
Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test


"Ärgert" oder übertaktet man eine von AMDs Furien, so fressen diese schnell auch in Extremsituationen über 300 Watt. Berücksichtigt man gegebenenfalls noch einen hochgezüchteten Prozessor, welcher die 12-Volt-Leitung dann ebenfalls noch einmal mit 100 Watt beglückt, sollte man zur Sicherheit mit einem Netzteil zu Werke gehen, das auf den 12-Volt-Schienen 500 Watt stützen kann.

Je nachdem, was man darüber hinaus noch an Verbrauchern im System beherbergt, läuft eine Empfehlung in Richtung modernes 600-Watt-Netzteil eines Markenherstellers. Mit einem guten Netzteil der 500-Watt-Klasse und hinreichender Leistung auf den 12-Volt-Leitungen könnte man aber bei genügsamer Herangehensweise ebenfalls zurechtkommen.

Anisotroper Filter



Den Anisotropen Filter bei den neuen Radeon-Modellen hatten wir bereits bei der R9 Fury X getestet (inklusive Video) – es gibt bei der R9 Fury hier keine neuen Informationen beziehungsweise Erkenntnisse. Eine besondere Flimmerneigung konnten wir nicht feststellen. Es scheint alles im "grünen Bereich" zu sein.

Boost-Verhalten



Eigentlich ist PowerTune in seiner ersten Vorstellung ein verdammt intelligentes Ding, oder sprechen wir doch lieber von Technik. Diverse Einheiten, welche über die GPU verteilt sind, überwachen die Auslastung des Chips und drosseln bei ungewöhnlichem Verhalten. So war es zumindest einmal.

NVIDIAs GPU-Boost 2.0 arbeitet anders. Es gibt einen Chip, welcher zum einen das Erreichen des Powerlimits (also der Leistungsaufnahme) überwacht und dann drosselt, oder aber es wird seit Version 2.0 eine GPU-Temperatur von zirka 83 °C erreicht und dann eine Drossel gesetzt. Einer macht's vor, der andere macht's nach! Mit der Vorstellung der Radeon R9 290X hat AMD dann auch ein Temperaturlimit eingeführt, damals gesetzt auf 90 °C mit der Folge, dass der Radiallüfter ohne Ende lärmte – zumindest auf einer Referenz-Grafikkarte.

Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test


Ein Temperaturlimit gibt es bei Fury X und Fury ebenfalls. Bei Fury X mit Wasserkühlung hat AMD es bei 75 °C gesetzt, bei Sapphires Fury Tri-X treffen wir es mit 85 °C an. In beiden Fällen erreichten wir diese Limits in der Praxis allerdings nie, so dass über diese Limitierung auch keine Drosselung erfolgte.

Selbst mit manuellen Übertaktungen blieb noch genügend Luft bei der Temperatur. Die Ventilatoren drehten dann eben etwas schneller, aber das Kühlsystem ist ohne Weiteres in der Lage, Fury problemlos in Schach zu halten.