AMD Radeon R9 Fury - Mangelware im Test

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Testumgebung


Hardware: Grafikkarten



    Der Testkandidat
  • Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X


Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test
Firmware Testmuster





Bild: AMD Catalyst-Treiber 14.12 Omega mit VSR im Test
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Bild: AMD Catalyst-Treiber 14.12 Omega mit VSR im Test
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Bild: AMD Catalyst-Treiber 14.12 Omega mit VSR im Test
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Monitor-Auflösungen und Boost-Taktraten



Auflösungen

Wir testen aktuell in den Auflösungen 1.680 x 1.050, 1.920 x 1.080 und 2.560 x 1.440. Während erstgenannte Auflösung noch die am meisten verbreitete darstellt, mausert sich aktuell die Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten dazu, die kleinere Auflösung dauerhaft zu ersetzen. Die höchste Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten kommt aktuell nur bei Enthusiasten zum Einsatz. Entsprechende Monitore, welche dies unterstützen, sind weiterhin noch recht teuer. Langsam erschwinglich werden hingegen Bildschirme mit 4K-Auflösungen, die aber noch immer nicht den Mainstream darstellen.

Die Auflösungen wirken sich jedoch fordernd auf die Leistung der Grafikkarten aus. Je höher die Auflösung, desto langsamer werden die Grafikkarten in der Darstellung ihrer Bilder pro Sekunde, und natürlich finden sich unter den vorstehenden Grafikkarten einige Vertreter, welche nicht in der Lage sind, Spiele in höchster Auflösung darzustellen.

Von daher haben wir die Testkandidaten in drei Gruppen unterteilt:
  • Ultra High Quality (bis zu 3840 x 2160)
  • High Quality (bis zu 2560 x 1440)
  • Quality (bis zu 1920 x 1080)
  • Low Quality (bis zu 1680 x 1050)


Nur in der Ultra- und High-Quality-Gruppe lassen wir zudem in den Qualitätseinstellungen auch Durchläufe mit Supersampling und/oder achtfacher Kantenglättung zu. Diese fehlen meist in den kleineren Gruppen. Ein paar Ausnahmen finden sich dennoch.

In der Ultra-High-Gruppe finden sich hingegen allerdings nur absolute High-End-Grafikkarten. Bislang ist dieses Segment vorrangig noch den Dual-GPU-Lösungen vorbehalten.

4K-Auflösung und Monitor

Bislang war immer die Rede von Full HD, worunter man die Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf einem Display verstanden hat. 4K beziehungsweise Ultra HD erhält seinen Namen von den Bildpunkten der horizontalen Auflösung des Monitors von fast 4.000 Pixeln. Korrekterweise stellt ein Ultra-HD-Monitor 3.840 x 2.160 Bildpunkte dar – 4.000 Pixel in der Horizontalen sind also ein wenig aufgerundet.

Während die Technik noch recht jung ist und bislang üblicherweise mit IPS-Displays an den Start geht, folgen aktuell allerdings ein paar Hersteller im PC-Bereich, welche auf die günstigeren TN-Panels setzen, wodurch diese Technik erschwinglicher wird. Die Angebote haben partiell allerdings ihre Tücken! So hatten wir unseren Dell P2815Q* sehr schnell wieder ausrangiert, da hier lediglich ein 30-Hertz-Betrieb möglich war, was beim täglichen Arbeiten sehr schnell zu Ermüdungserscheinungen führen kann. Es folgte schließlich der Samsung U28D59P*, welcher in der Lage ist, über DisplayPort-Anschluss einen Betrieb bei 60 Hz zu gewährleisten. In der Zwischenzeit ist das Angebot an Monitoren mit 4K-Auflösung massiv gestiegen. Es lässt sich gar erkennen, dass manche 4K-TV-Bildschirme als Spielermonitor "missbraucht" werden.

Bild: MSI Radeon R9 290X Gaming im Test
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Darüber hinaus werden auch sämtliche gängigen kleineren Auflösungen unterstützt, was für unsere Testzwecke optimal erschien. Durch das eingesetzte Panel ist aber auch dieser Monitor (und andere) kaum für Profi-Anwender aus dem Grafikbereich verwendbar. Die Blickwinkel-Abhängigkeit, aber insbesondere die Farbtreue lässt für diesen Bereich zu wünschen übrig.

Im TV-Bereich gibt es einige teure Angebote, welche auf 4K setzen, doch gibt es bislang keinerlei passendes Bildmaterial auf DVD oder Blu-ray-Disc, geschweige denn passende Geräte unter den Abspielern. Einige rühmen sich mit Upscale-Funktionen, was aber nur ein Trostpflaster darstellt. Im PC-Bereich sieht das Ganze durchaus ein wenig anders aus. Die 4K-Auflösung bringt – sofern das Bildmaterial es unterstützt – ein deutlich schärferes Bild mit sich.

Allerdings gibt es eben bei dieser Auflösung am PC – zumindest unter Spielen – den unschönen Nebeneffekt, dass eine wirklich leistungsfähige Grafikkarte an den Start muss. In unseren Testläufen mussten wir feststellen, dass selbst High-End-Single-GPU-Grafikkarten à la Radeon HD 290X oder GeForce GTX 780 Ti prinzipiell überfordert sind, will man Toptitel mit maximaler Detailstufe und Kantenglättung spielen.

Genau an jenem Punkt ergibt sich die Krux. Entweder Abstriche, trotz teurer Grafikkarte, oder eben auf ein Dual-Gespann setzen, welches die Hürden nehmen kann. Aktueller Status quo ist definitiv, dass 4K-Monitore wie Dual-GPU-Grafikkarten ins absolute High-End-Segment fallen, dort ihre Daseinsberechtigung, aber auch mit gewissen Schwächen zu kämpfen haben.

4K-Auflösung und Kantenglättung

Irgendwann hat vermutlich irgendjemand seitens der Presse ausgesprochen, dass man mit einer Ultra-HD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln keine Kantenglättung mehr benötigt. Das hat sich in den Köpfen vieler Anwender festgesetzt und als Fakt verankert. Diese Verallgemeinerung ist so allerdings absolut nicht korrekt.

Die viel höhere Pixeldichte in 4K sorgt in der Tat für ein klar schärferes Bild, beseitigt allerdings nur in manchen Fällen unschöne Treppenbildung bei Kanten. In einigen Spielen sorgt die Auflösung tatsächlich dafür, dass sich normales Multi-Sample-Antialiasing erübrigt, aber in einigen Spielen leider überhaupt nicht.

Wenn Treppenbildung oder flimmernde Kanten zurückbleiben, werden insbesondere die Bildfetischisten mit einem solchen Umstand nicht leben wollen und dann über alle möglichen Stellschrauben des Spiels versuchen, dies zu beseitigen. Genau dies ist auch der Grund, warum wir nach wie vor bei Applikationen, welche wir mit Multi-Sampling-AA benchmarken, auch diese Einstellung bei 4K-Auflösung beibehalten. Zugegeben: Die 8-fach-MSAA-Benchmarks könnte man sich in der Tat schenken – die Ergebnisse sind nach den Durchläufen allerdings vorhanden und werden dann schlicht der Vollständigkeit halber mit angegeben.

Bild: Unvernunft im Quadrat: AMD Radeon R9 295X2 im Test
Tomb Raider bei 4K-Auflösung


GPU-Takt

Auf die GPU-Boost-Spielereien, welche sich vermehrt einstellen und Benchmark-Resultate verfälschen, sind wir bislang oft genug eingegangen. Normalerweise wirken wir hier mittels Eingriffen in den Treiber entgegen. Bei NVIDIA-Grafikkarten zeigen wir in aller Regel nur die Leistung auf typischem Boost, wie vom Hersteller angegeben. In manchen Fällen ist gar das zu hoch – orientiert an einer Referenz-Grafikkarte. Aber auch bei AMD-Grafikkarten finden sich zwischenzeitlich solche Augenwischereien ein, weshalb wir auch dort einschreiten müssen. Die Taktraten erwähnen wir separat in den Benchmark-Diagrammen.