AMD Radeon R9 Fury - Mangelware im Test

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Impressionen



Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test
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Auf den ersten Blick wirkt die Sapphire Fury Tri-X wie ein übliches Grafik-Board. Auch der Tri-X-Kühler mit seinen drei Ventilatoren macht einen vertrauten Eindruck, wenn man mit Tri-X-Lösungen bereits gearbeitet hat. Allerdings wurde dieses Tri-X-Konstrukt speziell auf Fury angepasst und Sapphire hat dabei auch die Bauhöhe verändert. Es handelt sich hier nicht um einen Dual-Slot-Kühler, sondern um ein Modell, welches einen dritten Mainboard-Steckplatz ebenfalls noch blockiert. Dies sollte man bei der Wahl dieser Grafikkarte berücksichtigen und mit dem eigenen System und den eigenen Bedürfnissen für Erweiterungskarten abgleichen.

Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test
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Fury und Fury X bieten ein Dual-BIOS, damit auch Sapphires Fury-Lösung. Über einen Dip-Schalter an der Oberseite der Platine kann zwischen den beiden BIOS-Versionen gewechselt werden – natürlich im ausgeschalteten Systemzustand. Ein solches Dual-BIOS bietet sich natürlich eher für Overclocker und Enthusiasten an, welche separate BIOS-Versionen erstellen und dann permanent hinterlegen möchten.

Natürlich bietet auch Fury AMDs GPUTach. LEDs auf der Board-Rückseite sollen Aufschluss über die Auslastung der Grafikkarte geben. Über die beiden (nicht dokumentierten) Switches lassen sich die Farben hierzu einstellen.

Bei den Stromanschlüssen bietet die Sapphire R9 Fury Tri-X zwei 8-Pin-Anschlüsse. Damit ist man für eine Leistungsaufnahme von theoretischen 375 Watt gewappnet. AMDs Angabe zur Fury liegt bei typischen 250 Watt unter Spielen, damit gleich zur Fury X.

Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test
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Die Rückseite der Sapphire R9 Fury Tri-X wird bei der Platine mit einer Backplate abgedeckt, welche im Bereich der Wandlerbauteile und der GPU-Rückseite Aussparungen erfuhr. Ab Platinenende ragt der Kühler noch ein gutes Stück – rund fünf Zentimeter – über die kurze Fury hinweg. Diesen Umstand hat Sapphire optisch insgesamt recht gut verziert. Große Erwartungshaltung an die Backplate technischer Art hatten wir keine, wurden dann aber doch überrascht.

Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test
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Bisher haben wir beim Entfernen von üblichen Backplates, gleich welchen Herstellers, feststellen müssen, dass es sich lediglich um optische Zierden handelte. So waren die Innenseiten mit Isolierfolie beklebt, um etwaigen Kurzschlüssen vorzubeugen, das Metall selbst hatte an keinen Stellen Berührungspunkte mit heißen Flächen, so dass die Plate als Heatspreader hätte funktionieren können. Damit ist solch eine Backplate normalerweise eher kontraproduktiv, denn es kann zu einem Hitzestau kommen, da der typische Luftstrom im Gehäuse die Bauteile auf der Rückseite nicht mitkühlen kann.

Bei Sapphires Backplate auf der Fury ist dies anders gelöst. Hier wurden die Treiberbausteine der Mosfets mit der Backplate über Wärmeleitpads verbunden, so dass tatsächlich eine Heatspreader-Funktion entsteht. Bei den Mosfets selbst und den rückwärtigen GPU-Bauteilen hat man Öffnungen gelassen.

Die zum Einsatz kommende Wärmeleitpaste auf der GPU und dem HBM-Speicher ist im kalten Zustand sehr hart. Falls man auf die Idee kommt, den Kühler demontieren zu wollen, sollte man dies definitiv nur im erwärmten Zustand tun, da der Kühler sich sonst kaum lösen lässt.

Bei der internen Stromversorgung arbeitet Fury (X) hochwertig. Die Stromversorung des Speichers wird über eine Ein-Phasen-Stromversorgung umgesetzt, die interne GPU-Versorgung erfolgt über sechs Phasen.

Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test
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Werfen wir einen Blick auf das Herzstück: den Tri-X-Kühler. Seit Einführung dieser Sapphire-Kühllösung mussten wir schlicht alle angetroffenen und in der Praxis untersuchten Tri-X-Modelle loben. Die Darbietung gefällt auch hier wieder. Durch den zweigeteilten Radiator aus Aluminium schlängeln sich insgesamt fünf Heatpipes, davon ein 10-mm-Monster, zwei 8-mm-Modelle und zwei typische 6-mm-Modelle, wie man sie von Standardkühlern her kennt.

Darauf thronen drei Ventilatoren von Everflow, welche jeweils bis zu 6 Watt an Leistung unter Volllast aufnehmen könnten. Doch Volllast trifft man bei der Fury Tri-X praktisch nie an, es sei denn, man stellt es händisch über die Lüftersteuerung ein. Wir waren an diesem Punkt der optischen Sichtung höchst gespannt, wie gut sich der neu entwickelte Kühler auf der Fury schlagen wird.

Bild: AMD Radeon R9 Fury – Mangelware im Test
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