Aorus Thunder K7 - mechanisches Gamer-Keyboard samt Macro-Keypad im Test

Peripherie | HT4U.net | Seite 11

Fazit



Kriterien Aorus Thunder K7
Verarbeitung +
Kompatibilität +
Ergonomie +
Handhabung Office +
Handhabung Spiele ++
Zusatzoptionen Tasten (ohne Software) ++
Software +
Lieferumfang -
Preis o
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Hersteller-Produktseite Preisempfehlung: 149,99 Euro


Bei den äußerlichen Materialien setzt Aorus auf Kunststoff, sei es bei den Tastenkappen oder dem Gehäuse selbst. Zudem verbaut man im Inneren Magnete, um die dreigeteilte Tastatur in einer Einheit zusammensetzen zu können. Einmal zusammengefügt, liegt die Tastatur steif vor dem Anwender und ein versehentliches Verschieben führt nicht dazu, dass die Teile sich wieder lösen. Einfach anheben und an einen anderen Punkt stellen, zeigt sich dann aber schon etwas schwieriger, da die Magnete hier nicht die nötige Steifigkeit bieten. Es hätte sicherlich andere Verschlussmechanismen gegeben, welche dies ermöglicht hätten, dann wäre die K7 allerdings auch ein Stück weit weniger flexibel, geht es um den schnellen Einsatz des Macro-Keyboards. Von daher geht die gewählte Herangehensweise für uns absolut in Ordnung. Die Verarbeitung ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Lediglich an den Trennkanten des Haupt-Keyboards bemerkt man die Cut-Stellen des Kunststoffgehäuses, welche sich leicht äußerlich erheben und markant fühlen lassen.

Ein Spagat gelang Aorus zwischen Office- und Gaming-Betrieb. Die prinzipiell für das Gaming entwickelte Tastatur ist auf Grund etwas versenkter Tastenkappen, Formgebung der Kappen und der optimalen Höhe der Handballenauflage gar sehr angenehm im Office-Einsatz. Hier stört allenfalls die Lautstärke der mechnischen Taster – ein nicht zu beseitigendes Problem. Die erwähnten Punkte tragen zur Ergonomie ebenso gut bei, wie die Option, die Zifferntastatur links oder rechts anzubinden. Damit spricht man zudem Linkshänder an, welche auf ein separates Nummern-Pad verzichten können.

Bild: Aorus Thunder K7 – mechanisches Gamer-Keyboard samt Macro-Keypad im Test

Darüber hinaus bietet man auch eine Menge an zusätzlich belegten Tasten, welche für Programmstarts oder typische Multimedia-Applikationen gedacht sind und hier über die zusätzlich vorhandene FN-Taste angewählt werden können. Bei manch anderem Modell findet man natürlich ebenfalls Multimedia-Taster, die sich ohne zusätzliche Taste bedienen lassen, dafür dann aber auch deutlich weniger Optionstasten.

Die eigentliche Stärke will Aorus bei der Thunder K7 jedoch eben im Gaming bieten. Das beginnt mit den mechanischen Tastern MX-Red aus dem Hause Cherry, deren Vorzüge man kennt, wird fortgeführt über eine LED-Tastaturbeleuchtung, welche man in der Helligkeit auch ohne zusätzliche Software verändern kann, und endet natürlich in der Besonderheit der Dreiteilung der Tastatur. So bietet Aorus als erster Hersteller ein komplett vollwertiges Keyboard, welches aber einen flexiblen Nummernblock bietet, der zugleich über Software als Macro-Keyboard eingesetzt werden kann und je nach Spiel komplett ohne zusätzliche Tastatur oder Maus eingesetzt werden könnte. Daneben bleibt dann das geschrumpfte Haupt-Keyboard, welches sich anbietet, falls man auf Reisen gehen und möglichst wenig Gepäck mitnehmen möchte. Die englischsprachige Software "Macro-Engine" kommt zwar ohne Erläuterungen und Handbuch daher, erschließt sich dem versierten Anwender aber schnell und funktionierte in unserem Test reibungslos. Zudem bietet sie eine sehr große Feinjustage, was die Reaktionszeit der verwendeten Tastenbegriffe bei Makros angeht.

Auf der Sollseite bleiben wenige Dinge. Beispielsweise hätten wir uns gewünscht, dass man die Tastatur verschiedenfarbig beleuchten kann. Das geht nur beim Logo. Auch hätten wir uns gewünscht, dass man für die Haupttasten der Spieler, WASD, zusätzliche Tastenkappen mit besserem Grip zur leichteren Findung beigepackt oder diese direkt ab Werk etwas deutlicher hervorgehoben hätte. Auch wäre es sicherlich für viele Anwender interessant gewesen, wenn Aorus neben den MX-Red-Modellen auch weitere mechanische Taster als Alternative geboten hätte. Für weniger versierte Anwender wäre eine Anleitung für die Software erfreulich. Alles in allem klagen wir hier aber auf höchstem Niveau.

Auf hohem Niveau liegt allerdings auch der Preispunkt. Die Aorus Thunder K7 sollte ursprünglich in der ersten Aprilwoche 2015 bei den Händlern eintreffen. Wie der Hersteller uns nun mitteilt, gibt es eine Produktionsverzögerung, weshalb mit einem Erscheinen auf dem Markt erst Ende Mai 2015 zu rechnen sei. Der angezielte Preispunkt liegt bei rund 150 Euro. Hier muss man auf der einen Seite ausführen, dass mechanische, schlichte Gaming-Keyboards bereits zu Preisen ab 60 bis 70 Euro zu haben sind, auf der anderen Seite hat die Einführung der Cherry MX-Schalter mit LED-Beleuchtung zu klaren Teuerungen geführt, und nicht selten trifft man nun solche Modelle zu Preisen von bis zu 200 Euro auf dem Markt an. Damit liegt Aorus mit einem Preis von 150 Euro bei dem gesamten geschnürten Paket eigentlich überhaupt nicht übel. Ein stolzer Preis bleibt es dennoch, auch wenn die Tastatur uns im Test durchaus überzeugen konnte.

[dog & pg], 29. März 2015