Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt

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Die Zielgruppen



Millionen von Menschen nutzen Computer, und jeder hat gewisse Vorlieben und stellt eigene Anforderungsprofile. Genauso vielfältig versucht der Markt zu reagieren und bietet Unmengen an Hardware im Maussektor an. Doch das Gros ist genügsam – es braucht Tastatur und Maus schlicht, um Eingaben zu tätigen oder vielleicht gelegentlich ein Social-Game wie Candy Crush zu spielen.

Günstig geht immer!



Genau dort finden sich zumeist auch jene Anwender, welche mit 20-Euro-OEM-Produkten zufrieden sind. In diesem Preisbereich finden sich zwischenzeitlich gar Tastatur-Maus-Kombos ein, die kabellos, mal auf kleine und mal auf große Hände zugeschnitten sind. Gerade das ist der Grund, warum Logitech sich wohl dazu entschieden hat, sich aus dem günstigen OEM-Markt zurückzuziehen. Setzt man auf Amazon eine Suche nach Maus-Tastatur-Kombination schnurlos ab, so erreicht man beispielsweise das Logitech-Set MK330, welches bereits für knapp 27 Euro zu haben ist, man findet in den Konkurrenzangeboten auch ein Rapoo-Set für 14,99 Euro, welches über die Rezensionen von Amazon gar auf volle vier Sterne gelangt. Und hier wird schnell klar, wo die Beweggründe für Logitech liegen, diesen Markt zu verlassen. Es nützt einfach nichts mehr, in China bauen zu lassen – es gibt immer einen härteren Mitbewerber.

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Und für die Zielgruppe speziell mag das entsprechende Produkt dann durchaus auch ausreichend sein. Ein durchschnittlicher Sender, ein durchschnittlicher Empfänger und schnurlos funktioniert reibungslos, solange keine auffälligen Störfaktoren für den Funk in der Nähe positioniert sind. Der Anwender ist für rund 15 Euro glücklich, kann seine Office-Anwendungen bedienen, sein Internet-Surfen ohne Mühen absolvieren, und Social-Games à la Candy Crush funktionieren ebenfalls. Und dabei verdient der im Peripheriebereich eher namenlose Anbieter Rapoo gar noch Geld! Für Logitechs Anspruchs- und wohl auch Qualitätsdenken sind die Margen schlicht zu gering geworden – der Entscheid mag damit für alle nachvollziehbar sein.

Doch für den wirklichen Spieler kommt weder dieses Logitech- noch das Rapoo-Angebot infrage.

Groß oder klein?



Damit kommen wir zum nächsten Punkt der Auswahlkriterien, welche den Endkunden interessieren und auf welche Hersteller für den Massenmarkt mit Angeboten reagieren müssen und wollen.

Da haben wir den typischen Desktop-Einsatz mit Office-Bearbeitung, bei welcher eine Tastatur mit Handballenauflage fast schon Pflicht ist. Wir haben aber auch die Notebook-Besitzer, welche möglichst eine kleine Maus (weil transportabel) wünschen, da die Tastatur bereits vorhanden ist und über den Rest der Anforderungen mittels ihrer Vorauswahl beim Notebook entschieden haben.

Natürlich wünschen sich Notebook-Anwender eine kleine Maus. Mobil, agil und zuverlässig soll sie sein. Und so stöbert man erneut auf Amazon, was denn das beste Schnäppchen sein könnte. Man stößt schnell auf verlockend günstige Angbeote – kaum hochpreisiger als 'ne Schachtel Kippen! Und so gibt es die Logitech M185 schnurlos beispielsweise schon für leichte 11 Euro. Die kabelgebundene Logitech B100-Maus gibt es gar für knapp über 6 Euro.

Bild: Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt

Dann findet sich da aber eben auch eine Razer Orochi in all den Angeboten, die trägt dann neben dem Hinweis auf Bluetooth auch noch den Namen Gaming in der Überschrift und schlägt plötzlich mit rund 65 Euro zubuche! Eine Notebook-Maus zu diesem Preis? Nur weil sie Bluetooth unterstützt? Das kann eigentlich nicht sein. Doch das ist kein Tippfehler oder eine falsche Auszeichnung bei Amazon.

Die Gaming-Maus unterscheidet sich



Das Metier der üblichen PC-Anwender und der Spieler unterscheidet sich eben leider gewaltig. Und all die eingangs erwähnten Fachbegriffe wie USB-Polling-Rate, Input-Lag oder beispielsweise auch Lift-off-Distance sind Dinge, welche hier in Betracht gezogen werden, ganz zu schweigen vo dem eingesetzten Sensor oder eben den Switches unterhalb der Taster-Auflagen.

Bei der Spielermaus spielt die Formgebung mit eine Rolle – ob sie eben gut zur eigenen Hand passt oder ob der Sensor mit seinen Auflösungen den eigenen Ansprüchen genügt. Ob man Low- oder High-Sense-Spieler ist, kann das Zünglein an der Waage der Entscheidung sein. Gar die Kabellänge ist für manche Bedürfnisse entscheidend, und schnurlos geht schon einmal überhaupt nicht, da man damit einen massiv schlechteren Input-Lag erhält!

Bild: Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt
High-End-Gaming-Maus von Razer – schnurlos


Genug der Fachbegriffe – wir steigen ein in notwendige Informationen, um die Szene zu verstehen. Ein Hersteller von Gaming-Peripherie stellte die Unterschiede einmal süffisant dar: Hunde und Katzen! Die üblichen Anwender, selbst die üblichen Spieler sind die Hunde. Die Katzen sind jene, welche die feinen Unterschiede kennen: die eSports-Spieler. Gehen wir den Fakten auf den Grund.