Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt

Peripherie | HT4U.net | Seite 7

IPS und Beschleunigung



Die heutzutage für den Spieler wesentlichen Begrifflichkeiten zur Vorabeinschätzung einer Maus haben wir mit dpi und der USB-Polling-Rate prinzipiell schon erklärt. In manchen Produktbeschreibungen von Peripherieherstellern finden sich dann teils noch zwei weitere Begrifflichkeiten. Der G-Wert, welcher in deutschen Texten als Beschleunigung tituliert wird, und der IPS-Wert, welcher als Angabe zur maximalen Arbeitsgeschwindigkeit zu verstehen ist.

IPS

IPS steht für Inches per Second. Ein Inch entspricht, wie im Kapitel dpi-Stufen bereits erläutert, 25,4 Zentimetern. 39,4 Inch entsprechen 100 cm. ASUS benennt bei der RoG Gladius die maximale Geschwindigkeit mit 200 ips, also 508 cm pro Sekunde, was in der Theorie bedeutet, dass die Sensortechnik in der Lage wäre, bis zu fünf Meter pro Sekunde zu erfassen. Anhand unserer Erläuterungen unter dpi wird schnell klar, dass es sich hier nur um einen theoretischen Wert handelt, welcher irrelevant für die Praxis ist, denn diese Strecken in Verbindung mit der Zeit können nicht im Ansatz präzise umgesetzt werden, haben für das Spielen insbesondere damit schon keine Relevanz mehr.

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ASUS PQ278 mit G-Sync


Es leuchtet ein, dass selbst 100 cm pro Sekunde im Ansatz kaum noch etwas mit einer spielbaren Geschwindigkeit zu tun haben. Geübte Profispieler dürften vielleicht eben noch mit der Hälfte, also zirka 20 ips, zurechtkommen. Somit fallen die inzwischen sehr hohen Angaben dort mehr in den Marketing-Bereich.

Beschleunigung

Der zweite hin und wieder anzutreffende Wert – hier wieder am Beispiel der ASUS Gladius mit 50 G genannt -, ist ebenfalls für den Mausinteressierten weniger von Bedeutung. Es handelt sich dabei lediglich um den Erschütterungswert, bei welchem der Maussensor noch korrekt arbeiten kann. Interessant darf die Angabe allenfalls für ungewollte Stürze der Maus sein. Doch was nützt es, wenn der Sensor den Sturz überlebt, aber Plastik oder Taster zu schaden kommen?

Angle Snapping – Linienbegradigung



Hier und dort findet sich in den Software-Einstellungen von Mäusen die Option der Linienbegradigung; ein Umstand, welcher Lasermäusen gerne als Nachteil vorgeworfen wird, wenn dies vom Signalprozessor automatisch vorgenommen wird. In vielen Fällen lässt sich ein solches Verhalten allerdings auch mittels Software deaktivieren.

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Linienbegradigung kann sich bei CAD-Anwendungen möglicherweise positiv bemerkbar machen, allerdings berichten auch manche Spieler von präziserem Verhalten bei Zielvorgängen.