Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt

Peripherie | HT4U.net | Seite 8

Hardware-Umsetzungen und Software


Windows- und Software-Einstellungen



Verwendet man an seinem eigenen System eine 08/15-Maus, welche ohne separate Software daherkommt, so ermöglicht Windows gewisse Einstellungsoptionen. Diese erreicht man über einen Klick auf den Start-Button und indem man dann im Suchfenster "Maus" eintippt. Sofort erhält man den gewünschten Begriff aus der Systemsteuerung und gelangt in die Maus-Optionen.

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Im Reiter "Zeigeroptionen" kann man die Zeigergeschwindigkeit mittels Schieberegler verstellen, zudem ist von Hause aus in Windows die Option "Zeigerbeschleunigung verbessern" aktiviert. Bei den erwähnten durchschnittlichen Mäusen erhält man darüber eine Anpassungsmöglichkeit für das eigene Arbeitsverhalten.

Setzt man allerdings Gaming-Mäuse ein, sollte man hier das Häkchen bei "Zeigerbeschleunigung verbessern" entfernen und die Zeigergeschwindigkeit auf Default belassen (sechster Markierungspunkt). In diesem Fall greift Windows dann in aller Regel nicht in die Maussteuerung ein und gibt die in der Maus hinterlegten Einstellungen 1:1 weiter.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch in manchen Spielen verschiedene Optionen, die Maus-Einstellungen zu verändern. Grundsätzlich raten wir allerdings dazu an, sie über die Maus selbst oder die Maus-Software vorzunehmen – mit einer Ausnahme:

RAW-Modus in Spielen

Bietet ein Spiel in seinen Einstellungsmöglichkeiten den "RAW-Modus" oder "RAW-Input", so sollte dies aktiviert werden. In diesem Falle werden mögliche Eingriffe über Windows deaktiviert und das Spiel nimmt 1:1 die in der Maus hinterlegten Einstellungen an.

Maus-Software

Prinzipiell sind wir kein Freund von zusätzlicher Software bei Peripherieeräten. Das ist dem Umstand über zig Jahre geschuldet, in welchem wir immer wieder mit Problemen durch die Software konfrontiert worden sind, aber auch den Erfahrungen aus unseren Tests, in welchen die Hersteller-Software nicht immer reibungslos funktionierte und damit prinzipiell noch ein weiterer Dienst im Hintergrund lief.

Egal wie gut der Hersteller von Peripherie seine Software entwickeln ließ (denn der Hardware-Produzent tut dies in aller Regel nicht selbst), er hat niemals alle möglichen Konstellationen getestet, die es an PCs und darauf eingesetzter Software auf dem Markt gibt. So kann eine installierte Maus-Software unter Umständen mit einer sonstigen installierten Software in Kollision geraten und ein ungewöhnliches Verhalten verursachen.

Da die Software von Peripherieherstellern teils aber absolut nicht wegzudiskutieren und für den vollen Funktionsumfang meist zwingend ist, bleibt sie ein notwendiges Übel, das es auch zu testen gilt. Dabei deaktivieren wir allerdings sämtliche aktiven Dienste, die möglich sind, eben um sicherzustellen, dass ein aktives Skype oder eine aktive Mainboard-Software nicht für ein ungewöhnliches Verhalten sorgt.

Blicken wir beispielsweise auf die ASUS Gladius, welche wir kürzlich vorgestellt haben und absolut loben mussten, blieben Kritikpunkte allenfalls bei der Software, und diese ist nötig, um alle Möglichkeiten ausschöpfen zu können.

Bild: Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt
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Das können schlichte Makro-Programmier-Optionen sein, aber auch Einstellungsmöglichkeiten bei der dpi-Stufe und der Polling-Raten oder eine Kalibrierungsfunktion für Untergründe, die in manchen Fällen – je nach Sensor – erforderlich wird!

So bleibt in vielen Fällen die zusätzliche Software des Herstellers ein notwendiges Übel, weshalb wir uns diese in den Tests eben auch recht genau anschauen und dort auch gerne zum Meckern bereit sind, wenn diese nicht macht, was sie soll.

Fachliche Begriffe bei Mäusen für den Spielerbereich gibt es neben den bereits erwähnten aber noch zur Genüge. Da hätten wir die Griffarten einer Hand im Angebot; oft erwähnt, nur selten erklärt. Das ist der Grund, warum wir einen Moment an diesem Punkt verharren.