Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt

Peripherie | HT4U.net | Seite 9

Claw-, Palm-, Fingertip-Griff



Eine gewisse folgende Hürde in den Begrifflichkeiten liegt bei den Greifmethoden einer Maus. Hier fließt abermals das subjektive eigene Gefühl mit in die Problematik der Spielermäuse und die Frage, welche Maus nun letzten Endes am besten zur Hand passt, hinein.

In der Szene spricht man von drei Griffarten: Palm, Claw und Fingertip. Zu welcher Anwendergruppe man selbst zählt, sollten die nachfolgenden Bilder erklären:

Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
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Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
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Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
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Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
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CLAW PALM FINGERTIP
Mit Bildmaterial von ASUS


Palm-Grip

Laut Hersteller-Angaben ist der Palm-Grip die am weitesten verbreitete Grifftechnik. Dabei liegt die Hand vollflächig auf der Maus auf und es ergibt sich meist ein komfortables Gefühl. Das funktioniert in aller Regel aber nur, wenn die Maus entsprechend voluminös gefertigt ist, damit die Hand darauf "ruhen" kann. Mäuse für dem Palm-Grip sind oft auch breiter gefertigt und bieten dadurch Auflagemöglichkeiten für den Daumen. Die Mausbewegungen erfolgen dabei aus dem Handgelenk, was viel Übung bedarf, will man präzise oder schnell spielen.

Bild: Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt
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CM Storm Sentinel Advanced II ca. 56 Euro Qpad 5K Pro ca. 65 Euro Roccat Kone XTD ca. 100 Euro


Claw-Grip

Beim Claw-Grip umfasst die Hand die Maus wie eine Kralle und hat deutlich weniger Berührungspunkte, als beim Palm-Grip. Die passenden Mäuse für diese Grifftechnik sind meist kürzer gehalten, nicht zu breit und verfügen über ein flaches Rückenteil.

Bild: Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt
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Logitech Proteus Core ca. 80 Euro Mad Catz RAT 9 ca. 100 Euro Razer Abyssus ca. 35 Euro


Fingertip-Grip

Beim Fingertip-Grip wird die Maus mehr oder minder nur von den Fingern gehalten. Der Handballen hat Berührung zur Fläche des Mauspads. Die Mausbewegungen werden über die Finger gesteuert. Der Griff ist insbesondere bei hohen dpi-Stufen – also bei High-Sense-Spielern – geeignet, da durch den aufliegenden Handballen nur kurze Mausstrecken zurückgelegt werden können. Wie auch der Claw-Grip, wird diese Grifftechnik bei den Gamern von schnellen Spielen bevorzugt. Die Mäuse sind dabei oft noch kürzer gehalten, als beim Claw-Grip. Viele 08/15-Anwender von Notebooks arbeiten im Fingertip-Griff, da die kleinen Notebook-Mäuse bei mittleren und größeren Händen kaum eine andere Haltung zulassen.

Bild: Ein How-To und ein Guide: Gaming-Mäuse erklärt
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Mad Catz RATM Wireless ca. 88 Euro Razer Orochi ca. 80 Euro Roccat Kova+ ca. 48 Euro


Jede dieser Grifftechniken ist absolut ausschlaggebend, ob die im Test befindliche Maus dann tatsächlich auch zur eigenen Hand passt. Wir erkennen schnell, dass es nun absolut subjektiv wird. Wir sind objektiv nicht mehr in der Lage, mit unseren Messtechniken oder Herangehensweisen zu prüfen, ob die im Test befindliche Maus in der Tat noch ideal für den Endkunden gefertigt wurde. Auch die Hersteller können das nicht mehr prüfen. Im Blick hat man lediglich noch die Masse, für welche es passen könnte oder eben nicht.

Und gerade dies fließt natürlich massiv mit in Punkte wie Ergonomie ein. Je nach Formgebung und der eigenen Hand, eben auch im Hinblick auf die persönlich favorisierte Grifftechnik, kann ein Mausdesign bei dem einen Anwender perfekt sein, beim anderen wieder nicht so recht passen.

An dieser Stelle bleiben unsere Tests natürlich ebenfalls subjektiv, wobei wir an diesem Punkt zwei unterschiedliche Tester an den Start lassen, welche einmal über eine große und einmal über eine mittelgroße Hand verfügen und zum anderen mit zwei unterschiedlichen Grifftechniken arbeiten.