Lasermaus EpicGear Gekkota im Test

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Oberflächentauglichkeit



Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test


Auf Grund unterschiedlicher Techniken, welche bei aktuellen Mäusen zum Einsatz kommen (optisch mit LED oder optisch mit Laser), prüfen wir den Einsatz auch auf verschiedenen Untergründen. Grundlegend geht der Hersteller von Gaming-Mäusen davon aus, dass seine Maus auf einem Gaming-Mauspad betrieben wird, aber auch hier gibt es einige Unterschiede.

Die besonders glatt gehaltenen Gaming-Mauspad-Flächen werden oft als Speed-Oberfläche bezeichnet, die etwas raueren und strukturierten Oberflächen als Präzisionsoberflächen. Dann gibt es allerdings auch Anwender, welche überhaupt keine Mauspads verwenden und schlicht die blanke Schreibtischplatte nutzen. Letztere werden von den Gaming-Maus-Herstellern allerdings nicht als Zielgruppe betrachtet.

Unsere Teststrecke umfasst von daher Gaming-Mauspads von Rang und Namen, welche auch bei eSports-Spielern zum Einsatz kommen. Allerdings verwenden wir auch zwei günstigere Varianten, und es bleibt ein typischer Test auf schlichter Holztischplatte.

Beispiel fehlerhaftes Verhalten


Im Testverlauf wählen wir zwei bis drei dpi-Stufen aus und bewegen dann im Anschluss in einem Spiel den Charakter 360 Grad um die eigene Achse, auf verschiedenen Bereichen des Test-Untergrundes. Da uns die Gekkota die Möglichkeit bietet, haben wir hier mit vier dpi-Stufen unsere Tests durchgeführt.

Kommt es bei den vorgewählten Auflösungen zu Aussetzern, Rucklern oder Ähnlichem, versuchen wir natürlich über eine Kalibrierung der Maus (falls vom Gerät oder der Software unterstützt), das Problem zu beseitigen. Zusätzlich testen wir dann auch andere dpi-Stufen. Bleiben Fehler oder Auffälligkeiten bestehen, vermerken wir diese in nachfolgender Tabelle.

Untergrund Bild Verhalten Wertung
Gigabyte MP-8000
Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test
Ruckler mit zunehmender dpi-Stufe ++
MSI Just Game Twin Frozr
Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test
Ruckler mit zunehmender dpi-Stufe ++
Razer Goliathus Control
Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test
Ruckler mit zunehmender dpi-Stufe ++
Razer Goliathus Speed
Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test
Ruckler mit zunehmender dpi-Stufe ++
Roccat Taito
Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test
Ruckler mit zunehmender dpi-Stufe ++
SteelSeries QcK+
Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test
Ruckler mit zunehmender dpi-Stufe ++
Zowie G-SR
Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test
Ruckler mit zunehmender dpi-Stufe ++
Tischplatte
Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test
Ruckler mit zunehmender dpi-Stufe ++
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]


Und hier stießen wir auf erstes Staunen, das bei näherer Prüfung aber nicht auf die Oberflächen zurückzuführen ist. Wie sich ganz deutlich gezeigt hat, hat unser Testkandidat Probleme, bei zunehmender dpi-Stufe ruhig zu bleiben. Was bei 3.200 dpi schon leicht spürbar im Verhalten ist, entwickelt sich bis zu dem möglichen Maximum von 8.200 dpi zu richtig bösen Rucklern im Spiel. Dabei war es uns nicht möglich, unseren Charakter auf 8.200 dpi in irgendeiner Form flüssig um die eigene Achse zu drehen, die auftretenden Ruckler waren enorm.

Das hat uns erst einmal verblüfft, und wir prüften den Testkandidaten weiter. Wie wir feststellen mussten, lag das Problem definitiv nicht an den Untergründen. Ein wirklich altes Problem, welches bei modernen Mäusen kaum noch anzutreffen ist, herrscht hier vor: "Jitter and Ripple".

Paint Test: Jitter and Ripple



Nach dieser interessanten Feststellung über das Verhalten der Gekkota bei höheren dpi-Stufen haben wir uns dann sofort zur Überprüfung an den Paint-Test gewendet. In diesem zeichnet man mithilfe des Programmes Paint auf verschiedenen dpi-Stufen Linien und Formen. Anhand des Verhaltens des Mauszeigers und des gemalten Resultates kann man dann Hinweise erhalten, ob sich die Maus verhält, wie sie soll.

Ripple und Jitter bedeutet übersetzt ins Deutsche "Kräuseln" und "Zittern". Darunter versteht man bei aktuellen Spielermäusen glücklicherweise einen kaum noch anzutreffenden Umstand, welcher durch verschiedene Faktoren bedingt sein kann. Einerseits können Ripple und Jitter von der Umsetzung in den Abtastraten (dpi-Stufen) herrühren, andererseits auch mit Input-Lags einhergehen – letztere wäre dann in aller Regel aber wieder durch Fehler beim Abtasten begründet.

Bild: Lasermaus EpicGear Gekkota im Test


Von einem Input-Lag gehen wir bei der Gekkota definitiv nicht aus, wie ein folgender Test zeigen soll.

Die Gekkota leidet mit zunehmender dpi-Stufe definitiv unter diesem Problem – was uns sehr verwundert, denn bislang gibt es eigentlich nur positives Feedback zu diesem Produkt. Mit wachsender dpi-Stufe (ab 3.200 dpi leicht, ab 6.400 und 8.200 dpi massiv) erkennt man in den Linien immer mehr Aussetzer und neu angesetzte Punkte.

Wir tippen auf einen Firmware-Fehler bei der Steuerung und Abnahme des Lasers, wissen es aber nicht genau. Da wir schon auf erste Rückfragen an den Hersteller keine Antwort erhalten haben, haben wir keine weitere Anfrage gestartet. Der Schwachpunkt der Gekkota ist an dieser Stelle aber klar gefunden und definiert.