Neuer Downblower: Noctua NH-C14S im Test

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Testumgebung


Hardware







Unseren neuen Teststand haben wir kürzlich erst in unserem CPU-Cooler-Reboot-Artikel präsentiert. Um den neuen Teststand auf die Probe zu stellen, haben wir uns insgesamt 14 Kühlern unterschiedlicher Bauweisen bedient. Es finden sich kleinere wie auch größere Modelle, jüngere und ältere Vertreter. Aber auch die alten Vertreter sind nach wie vor noch im Markt erhältlich und können unter Beweis stellen, wie sich die letzten Jahre im Kühlersegment entwickelt haben.

Natürlich: Vermissen wird man immer den einen oder anderen Favoriten. Den Umstand können wir leider nicht in der Betrachtung eliminieren. Sobald sich Optionen und Räume bieten, komplettieren wir die Vergleichsliste. Aber eine Basis zur Einschätzung sollte das gewählte Portfolio eigentlich jedem bieten können.

Hardware-Komponenten:


Die Wahl der vorstehenden Komponenten ist durchaus mit Bedacht geschehen. Neben dem Umstand, dass es sich bei dem MSI-Board der Gaming-Serie um ein Enthusiasten-Mainboard handelt, welches auf der Feature-Liste kaum Wünsche offen lässt, gab es zwei weitere wesentliche Gründe für unseren Entscheid. Zum einen zeigte es nach diversen Testläufen, dass es genau das tat, womit wir es beauftragt hatten – seien es nun Spannungen und Taktraten oder hinreichend Platz im Bereich Sockel und Abstand zum PCI-Express-Steckplatz, damit auch ausladende Kühler eingesetzt werden können. Zum Stichwort Sockel-Keepout-Area kommen wir im späteren Verlauf des Tests noch.

Die Lüfterregelkurve – im BIOS voreingestellt – haben wir im Auslieferungszustand belassen. Dies gilt es bei den später aufgezeigten Drehzahlverhalten und der Lautstärke zu beachten.

Bild: CPU-Kühler-Reboot
Bild: CPU-Kühler Reboot
Bild: CPU-Kühler Reboot


Die Wahl des wenig spektakulären Kingston-DDR3-Speichers fiel ebenfalls aus zweierlei Gründen. Einerseits zeigten die Testphasen, dass er absolut stabil mit der Hauptplatine zusammenarbeitet, zum anderen kommt der Speicher mit flachen Heatspreadern daher, so dass wir weniger Gefahr laufen, dass ein ausladender CPU-Kühler in Kollision mit ausladenden Heatspreadern kommt. Ach ja: Optisch passte die Grey-Serie von Kingston natürlich ebenfalls deutlich besser.

Beim eigentlichen Herzstück des Tests wählten wir den erwähnten Core-i5-Prozessor, welcher noch in erschwinglichen Preisregionen liegt und damit sicherlich eine größere Verbreitung finden dürfte, als die teureren i7-Modelle oder gar jene für die Sockel-2011-Plattform.

Entgegen so mancher Anweisung im Netz bezüglich des Übertaktens der neuen Haswell-Prozessoren beschritten wir einen anderen, simpleren Weg. Wir übertakten die CPU über ein Maximum beim Turbotakt und erhöhen eben dort den Multiplikator. Damit hinreichend Temperatur-Entwicklung garantiert wird und die Taktraten stabil gehalten werden, erhöhen wir die reine Core-Spannung auf 1,3 Volt und setzen gleichzeitig die Powerlimits (Long Duration und Slow Duration) auf 155 beziehungsweise 165 Watt hoch. Damit stellen wir sicher, dass bei hinreichender Kühlung der Turbotakt nicht absinkt, und gleichzeitig, dass er abgesenkt wird, wenn der Kühler nicht mehr leistungsfähig genug ist. Vielmehr aber stellen wir mit diesem Vorgehen sicher, dass wir eine Leistungsaufnahme jenseits von 125 Watt produzieren und damit natürlich entsprechende Temperaturregionen erreichen, in welchen sich die Testkühler beweisen können.

Weitere Hardware:
  • Netzteil: be quiet! Straight Power 680 Watt
  • Festplatte: Seagate Barracuda 7200.10 SATA 500 GB
  • Laufwerk: Samsung USB-DVD-Brenner Modell SE-S084
  • Gehäuse: Cooler Master LAB (Benchtable)


Bild: Phanteks PH-TC14PE im Test
Bild: Phanteks PH-TC14PE im Test
Bild: Phanteks PH-TC14PE im Test


Ein letztes Wort gilt unserem offenen Teststand. Da es praktisch kein PC-Gehäuse gibt, welches sich in irgendeiner Weise repräsentativ für den Anwender zu Hause zeigen könnte, setzen wir auf einen offenen Teststand. Dieser kann sich – je nach dem heimisch eingesetzten Gehäuse – von Vor- oder von Nachteil zeigen. Bei gut durchdachten Gehäusebelüftungen dürfte sich so mancher Kühler besser im Geräuschverhalten zeigen, in durchschnittlichen Konzepten vermutlich auf dem Niveau des offenen Teststandes und in schlecht belüfteten Gehäusen mit deutlichen Nachteilen. Aber auch das wiederum ist alles abhängig von sehr vielen Faktoren, und da dies so ist, sehen wir mit unserem Teststand einen vernünftigen und reproduzierbaren Weg für diese Tests.

Wir können aktuell jedoch attestieren, dass mit der eingesetzten Hardware die Temperaturen meist in jene Bereiche getrieben werden, wo die Lüfter an ihre Grenzen gehen müssen. Nur gezielt belüftete Gehäuse könnten das Kühlverhalten hier noch optimieren.