Ein Kommentar: Maxwell - der holprige Start

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Auffälligkeiten



Multi-Monitor-Probleme



Die Idee war gut: Ein DVI-Anschluss, drei DisplayPorts, ein HDMI-Ausgang in der aktuellen Version 2.0. Von den fünf Ausgängen lassen sich bis zu vier gleichzeitig nutzen. Oft funktioniert das auch. Doch einige Anwender haben das Problem, dass mal der eine, mal der andere Monitor beim Windows-Start nicht erkannt wird. In manchen Fällen bleibt beim Anschluss eines 4K-Monitors das Bild komplett aus.

Bild: Ein Kommentar: Maxwell – der holprige Start
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Leute aus der NVIDIA-Betagruppe kümmern sich in den Foren; inzwischen sind die Treiber so weit entwickelt, dass in den Problemfällen nur noch gelegentlich mal ein Monitor nicht erkannt wird. Es bleibt nur zu hoffen, dass es einen Treiberstand geben wird, der bei allen Anwendern jegliche Probleme beim Einsatz mehrerer Monitore beseitigt. Noch kann keine völlige Entwarnung gegeben werden.

Später und unvollständiger MFAA-Release



Die Idee war gut: Um das Kantenflimmern bisheriger Versuche mit sogenanntem "temporalen Antialiasing" zu vermeiden, alterniert die neue Architektur die Pixelposition nicht nur pro Einzelbild, sondern auch pro Pixel. Woran ATI Jahre zuvor gescheitert war, praktisch ohne Mehraufwand eine als doppelt so gut wahrgenommene Kantenglättung zu bieten, geriet nun zum Greifen nahe.

Erst Wochen nach dem Start der neuen Grafikkarten wurde das Feature verfügbar gemacht – jedoch zunächst nur für eine Handvoll Spiele. Und nur im Zusammenspiel mit dem herkömmlichen Multisampling-Antialiasing. Monate später, mit dem Erscheinen des Treibers für die GTX 960, weitete NVIDIA den Support auf zusätzliche Titel aus, wobei weiterhin nur DX-10- und -11-Spiele erfasst sind. Die Kopplung an aktives Multisampling blieb ebenfalls erhalten.

Bild: Ein Kommentar: Maxwell – der holprige Start
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MFAA-Beispiel in einem Ausschnitt aus Max Payne 3. Die Aufnahmen wurden mit einem Betatreiber getätigt, welcher inoffiziell schon MFAA erlaubte – damals noch ohne Kopplung an Mulitsampling.


Leider wird MFAA in der Presse teilweise zu negativ dargestellt. Vergrößerte Screenshot-Ausschnitte, die MFAA-Rasterartefakte zeigen, geben nicht den Eindruck am Bildschirm wieder. Selbst ohne nachträglichen Filter macht der schnelle Frame-Wechsel die Kantendarstellung glatt. In Bewegung bleiben noch Raster sichtbar, das ist aber oft besser als gar keine Glättung. Gerade im Zusammenhang mit DSR, also dem treiberseitig möglichen Downsampling, würden die Raster ohnehin weitgehend verwischt.

Bild: Ein Kommentar: Maxwell – der holprige Start
Mit einem Bildbearbeitungsprogramm haben wir nachgestellt, was der Anwender auf dem Bildschirm sieht.


Angesichts der hohen Performance-Anforderungen von DSR wird Multisampling aus Leistungssicht manchmal schon zu teuer. Wenigstens MFAA zu bekommen, wäre eine willkommene Option.

Einige Titel unterstützen von vornherein gar kein Multisampling. Zumindest die Möglichkeit zu MFAA zu haben, wäre ein Segen. Wer sich an den Raster-Artefakten stört, braucht MFAA nicht zu nutzen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass NVIDIA den neuen Modus sowohl vom Multisampling entkoppelt, als auch für DX-9-Spiele verfügbar macht.