Zowie FK2 im Test

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Fazit



Ein Schiff, ein Kapitän, ein Steuermann und unterschiedliche Meinungen. So in etwa kann man die Situation beschreiben, welche sich dann auch gut auf den Spielesektor bei Mäusen umlegen lässt. Denn der eine hat eine große, der andere eine mittelgroße Hand, und vielleicht haben wieder andere auch kleinere Hände. Dem einen mag eine kleine Maus mit weichem Druckpunkt mehr liegen, der andere bevorzugt etwas komfortables, ausladendes, auf dem die "Pranke" vollflächig aufliegen kann. Manchem sind 3.200 dpi viel zu schnell und anderen kann es nicht schnell genug gehen. Und manchen ist das Gewicht einer Maus dann zu gering und anderen zu hoch. Diese kleine Ausführung zeigt, vor welchem allgemeinen Problem man letzten Endes bei einem Peripherietest, und hier insbesondere bei Spielermäusen, steht. Eine Allround-Lösung gibt es dafür nicht. Nicht selten waren die Diskussionspunkte zwischen den beiden Autoren hoch, letzten Endes bleibt eine Einschätzung subjektiv – und wir versuchen, dies so objektiv wie möglich umzusetzen.

Bild: Zowie FK2 im Test

Kriterien Zowie FK2
Handbuch/Dokumentation -
Verarbeitung ++
Linkshänder-Eignung +
Haptik o
Handhabung +
Ergonomie o
Einsatz: Office/Gaming o/+
Oberflächentauglichkeit -
Software /
Zusatzfunktionen o
Lieferumfang o
Preis o
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]
Produktseite des HerstellersPreispunkt: zirka 60 Euro


Zowies Besonderheit und damit auch verbundene Beliebtheit liegt in der symmetrischen Formgebung, welche sich gleichzeitig an Rechts- wie an Linkshänder richtet. Doch ist man ehrlich, wagt sich kaum ein Hersteller an speziell auf Linkshänder zugeschnittene Modelle, sondern fährt aus Absatzgründen lieber zweigleisig. Daraus resultiert dann allerdings auch, dass weniger Wert auf Ergonomie gelegt wird. Die noch einmal etwas kleiner gewordene FK2 (im Vergleich zur FK1) macht dies leider nicht besser, und große Hände müssen sich mit dem Nager erst einmal in Richtung Griffpunkt anfreunden.

Dazu hätte der FK2 schon auf Grund ihrer Form wohl eine Soft-Touch-Oberfläche besser zu Gesicht gestanden, was dann gleichzeitig auch der Haptik zugute gekommen wäre. Der relativ glatte Kunststoff in Verbindung mit der Formgebung dürfte gerade bei schwitzigen Händen oder in heißen Sommermonaten dem Handling abträglich sein.

Im täglichen Einsatz fallen die beiden Haupttaster und insbesondere das Scroll-Rad mit hohem Druckpunkt auf. Gerade letztgenanntes sagte uns im Office-Einsatz eher weniger zu, an den Druckpunkt der beiden Huano-Blau-Taster konnten wir uns in Spielen schnell gewöhnen. Der Anwender erhält ein sehr gutes und präzises Feedback. In Spielen machte die Zowie durchaus Spaß.

Zusatzfunktionen besitzt die Zowie FK2 in der Tat ebenfalls, allerdings teils versteckte und offiziell nicht kommentierte. Diese richten sich – wie unser Artikel zeigt – an die Oberflächentauglichkeit. Dort zickte unser Muster abseits von Mauspads unerträglich herum, auf einem raueren Pad trafen wir ebenfalls auf das eine oder andere Problem. Auf einer Variante mit einer glatten Speed-Oberfläche verrichtete man den Dienst exakt so, wie es sein sollte, und gänzlich ohne Probleme. Dort stellten sich auch die vielfach wählbaren dpi-Stufen als angenehm heraus – man kann die Maus in diesem Bereich sowie in der USB-Singnalrate sehr gut anpassen. Dass man Teile der Möglichkeiten im Einstellungsbereich allerdings verschweigt, andere wiederum auf den sperrigen Mauskarton druckt, um sich eine separate Anleitung einzusparen, halten wir schlicht für schlecht.

Beim Preispunkt gibt es weniger zu meckern. Bei der gebotenen Verarbeitungsqualität und der speziellen Ausrichtung auf Spieler, in Verbindung mit den verschiedenen Optionen, darf man die rund 60 Euro als angemessen bezeichnen – als günstig aber nicht.

[dog & pg], 07. März 2015