Zowie FK2 im Test

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Oberflächentauglichkeit



Auf Grund unterschiedlicher Techniken, welche bei aktuellen Mäusen zum Einsatz kommen (optisch mit LED oder optisch mit Laser), prüfen wir den Einsatz auch auf verschiedenen Untergründen. Grundlegend geht der Hersteller von Gaming-Mäusen davon aus, dass seine Maus auf einem Gamepad betrieben wird, aber auch hier gibt es einige Unterschiede.

Die besonders glatt gehaltenen Gamepad-Flächen werden oft als Speed-Oberfläche bezeichnet, die etwas raueren und strukturierten Oberflächen als Präzisionsoberflächen. Dann gibt es allerdings auch Anwender, welche überhaupt keine Mauspads verwenden und schlicht die blanke Schreibtischplatte nutzen.

Bild: Zowie FK2 im Test
Bild: Zowie FK2 im Test
Bild: Zowie FK2 im Test
Mauspad: Glatt (Speed) Tischplatte mit Unebenheiten Mauspad: Rau (Präzison)


Weitere Variationen gibt es viele auf dem Markt. So gibt es beispielsweise Anwender, welche auf Aluminium-Unterlagen schwören – Gegner wiederum reden hier von einem hohen Abrieb bei den Maus-Skatez innerhalb kürzester Zeit. Andere schwören ausschließlich auf Kunststoff-Pads (mal mit glatter, mal mit rauer Oberfläche), und auch hier sprechen die Gegenstimmen von höherer Abnutzung. In jedem Fall kann sich die Maus dabei durchaus etwas anders verhalten. Wir evaluieren aktuell an dem Punkt klar, die Testoberflächen zu erweitern.

Für diese Nachdenklichkeit hat unser heutiger Testkandidat gesorgt. Auf der Speed-Oberfläche konnten wir mit der Zowie FK2 keinerlei Probleme feststellen. Sie reagierte exakt so, wie wir das erwartet haben. Auf der rauen Pad-Oberfläche stellten wir beim Austesten der dpi-Stufen erste unerwartete Schwierigkeiten fest. So schien es auf reiner Schwarzfläche keine Probleme zu geben, sobald wir uns allerdings in die gelben Bildbereiche im Hintergrund des Mauspads bewegten, spürten wir Ruckler. Absolut überrascht waren wir vom Verhalten auf der Tischoberfläche ohne Mauspad. Hier war ein Arbeiten praktisch nicht möglich. Die Maus hatte große Probleme beim Abtasten des Untergrundes und sprang willkürlich.

Ein erstes Nachbohren zu dem Problem förderte die Information zutage, dass man die Zowie-Maus auf verschiedene Untergründe kalibrieren kann. "The hidden function of Zowie FK1", welche nur für Tester gedacht ist, nicht für die Öffentlichkeit (was sehr schade ist). Daraus konnten wir ableiten, dass eben der Laser-Abstand (Lift-off-Distance) von 1,5 bis 1,8 mm beim Laser zu Problemen auf unterschiedlichen Untergründen führen kann. Zowie hat nach seinen Ausführen dabei ganz klar den Blick auf die weit verbreiteten Stoffpads gelegt und den Laser-Abstand darauf auch angepasst. Der Avago- beziehungsweise PixArt-Sensor bietet allerdings weitere Möglichkeiten.

  • Für Kunststoff-Pads sollte die Zowie-Maus demnach angepasst werden (Anstecken der Maus bei gleichzeitigem Halten der Taster 4 und 2). Hier soll der Laser-Abstand dann lediglich noch zirka 1 mm betragen – weniger sei auch möglich.

  • Um einen allgemeinen Modus für Standard-Mauspads mit Stoff-Oberfläche zu erhalten, muss die Maus am USB-Port eingesteckt werden, während die Tastenkombination 1 und 4 gehalten wird. In diesem Zustand soll der Laser-Abstand dann 2,2 bis 2,4 mm betragen.

  • Es gibt offenbar einen dritten Modus – jenen, welchen Avago vorsieht. Diesen Zustand erreicht man bei der Zowie FK1/FK2 über das Einstecken des USB-Steckers bei gleichzeitigem Halten der Tasten 1, 2 und 4. Dann sollte der Laser-Abstand bei zirka 1,8 mm liegen.


Bild: Zowie FK2 im Test
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Bild: Zowie FK2 im Test
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Bild: Zowie FK2 im Test
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Voreinstellungen: Kunststoff Voreinstellungen: Avago-Default Voreinstellungen: Stoff


Es ist aktuell für uns nicht plausibel, warum man den Anwendern diese Informationen (FK1 und FK2) nicht ganz offiziell an die Hand gibt. Da Zowie unsere Anfrage bislang direkt noch nicht behandelt hat und wir die Einstellungsinformationen aus dritter Hand bezogen haben, zeigen wir diese zur möglichen Abhilfe bei Problemen.

Unsere Probleme wurden durch diese Herangehensweisen leider nicht komplett gelöst. Das Verhalten auf dem Stoffpad mit rauer Oberfläche wurde klar besser, die Probleme ohne Pad blieben. Dabei müssen wir an diesem Punkt erst einmal abstellen, dass es möglicherweise in der Natur des optischen Sensors und seiner LED-Unterstützung liegt, mit solchen Oberflächen weniger gut zurechtzukommen. Ein Manko? Wollen wir so nicht in den Raum stellen – ein Pad wird vom Hersteller erwartet und sollte also verwendet werden.

Einsatzgebiete daneben (also neben Gaming) sind nicht geprüft und gehören nicht auf die To-do-Liste. Damit können wir erst einmal leben.