AMDs Full-HD-Polaris-Grafikkarte: Radeon RX 470 im Test

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Praxisverhalten



Anisotroper Filter und Spulenfiepen



Wie gewohnt haben wir auch einen Blick auf das Darstellungsverhalten der neuen Testkandidaten im Hinblick auf den anisotropen Filter geworfen. Auffälligkeiten wie Flimmern waren in keiner Form ungewöhnlich zu erkennen.

Auch nerviges und ungewöhnliches Spulenfiepen können wir der Karte nicht attestieren. Das XFX-Modell verhielt sich wie erwartet. Sehr hohe Frameraten lösen Spulenfiepen aus, wir sprechen hier allerdings von einer geringen Geräuschbelästigung und Frameraten von mindestens 500 fps oder eher darüber.

Neuer Treiber



AMD hat der Presse zu diesem Test den Treiber in Version 16.8.1 Beta zur Verfügung gestellt. Gegenüber dem letzten Pressetreiber, welcher den Kompatibilitätsmodus für die RX 480 mit sich brachte, bemerkten wir einen erheblichen Performance-Gewinn in vielen unserer Spiele, weshalb wir die RX 480 natürlich mit diesem Treiber ebenfalls neu vermessen haben. Besagten Modus gibt es im Übrigen nicht für die Radeon RX 470.

So weit zum Lob am neuen Treiber; höchst zickig zeigte er sich allerdings auch, insbesondere was Einstellungen im WattMan anging. So sorgte beispielsweise ein Hochsetzen von PowerTune unter Last dafür, dass plötzlich die Lüfter deaktiviert wurden, weshalb wir natürlich schnellstens den Lasttest beendeten. Den Speicher konnten wir im Takt nach unten überhaupt nicht verändern, und hin und wieder setzte sich der Treiber im Test einfach zurück.

Boost- und Idle-Verhalten



Bild: AMDs Full-HD-Polaris-Grafikkarte: Radeon RX 470 im Test
Gehen wir zuerst auf das Idle-Verhalten der RX 470 ein. Nur bei absolut ruhendem Desktop bleiben die Taktraten auf 300 MHz GPU-Takt abgesenkt. Verschiebt man ein Fenster oder schaltet man ein Tool hinzu, etwa den MSI Afterburner, so ist der GPU-Takt nur noch am zappeln und sorgt für eine klar höhere Leistungsaufnahme.

AMD spricht bei der RX 470 von einem Basistakt von 920 MHz. Diesen trafen wir in der Praxis allerdings nie an. Unsere ersten Prüfungen unter Spielelast zeigten einen GPU-Takt zwischen 1.067 und 1.091 MHz. Als wir im Laufe der Tests im WattMan einige Veränderungen vornahmen und im Anschluss wieder zurücksetzten, zeigte sich dann aber ein eigenartig neues Verhalten. Der Boost-Takt lag nun meist im Bereich von knapp 1.200 MHz. Auch eine Deinstallation und Neuinstallation des Treibers brachte hier keine Abhilfe.

Möglicherweise ist dies aber auch auf die nicht finale Firmware zurückzuführen, was wir allerdings nicht mehr ausprobieren konnten. In jedem Fall wirkte sich das neuerliche Verhalten dann auch ganz klar auf die Lüfterdrehzahlen und die Chiptemperaturen aus.


 

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