ASUS ROG Strix RX460 Gaming - AMDs Einsteiger-Grafikkarte im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 12

Durchschnittliche Leistungsaufnahme und maximale Werte



Bild: ASUS ROG Strix RX460 Gaming – AMDs Einsteiger-Grafikkarte im Test
Analyse HAWX
Unser GPA kann, wie zuvor schon ausgeführt, nicht nur die maximale Leistungsaufnahme von besonders fordernden Szenen aufnehmen, sondern auch einen Durchschnitt über einen Spielablauf ermitteln. Allerdings funktioniert dies eben logischerweise nicht bei statischen Szenen, welche mehr oder minder immer die gleiche Last vorhalten. Etwaige Veränderungen hier treten dann eben nur durch Techniken wie beispielsweise PowerTune auf, welches Spannungen und Takt verändern kann.

Die von Hause aus gesetzten PowerTune-Vorgaben der ASUS-Grafikkarte lagen wenig überraschend natürlich klar über den 75 Watt, von welchen AMD spricht. Bereits unter Spielelast trafen wir auf ein Maximum von 103 Watt. Das bestätigten auch unsere Furmark-Messungen, welche erst überhaupt nicht mit hohen Taktraten gestartet wurden, sondern gleich im Bereich von 1.166 bis 1.184 MHz lagen. Auch hier zeigte sich ein Spitzenwert von 103 Watt. Der Durchschnitt unter Tom Clancy's HAWX bei automatisch abgesenkten Taktraten wurde jedoch immer noch mit 100 Watt ausgeworfen. Man darf also unterstellen, dass eine RX-460-Referenz-Grafikkarte bei 75 Watt häufiger auf ihrem Basistakt von 1.090 MHz arbeiten dürfte, als auf ihrem Boost-Takt von 1.200 MHz.

Bild: ASUS ROG Strix RX460 Gaming – AMDs Einsteiger-Grafikkarte im Test
Analyse Furmark
Die über den PCI-Express-Slot vereinnahmte Leistungsaufnahme lag in allen Fällen im Rahmen der Spezifikationen. Die Lasten verteilt die ASUS ROG Strix RX460 Gaming 4G zu etwa gleichen Teilen auf PCI-Express-Slot und 6-Pin-Stromstecker.

Die Strix ist zudem schlicht nicht für diese 75 Watt gebaut worden – weder was ihre internen Einstellungen zur maximalen Leistungsaufnahme angeht, noch von den Spannungen her, welche ASUS von Hause aus hier etwas großzügiger anlegen dürfte.

Durchschnitt Metro: Last Light Redux



Bild: ASUS ROG Strix RX460 Gaming – AMDs Einsteiger-Grafikkarte im Test
Analyse Metro: Last Light
Wie im Kapitel zuvor geschrieben, wollen wir hier nun unser Angebot zur durchschnittlichen Leistungsaufnahme von Grafikkarten unter Spielen erweitern. Dazu haben wir Metro: Last Light Redux und den dort integrierten Benchmark herangezogen, welcher fünf Durchläufe absolviert. In dieser Zeit loggen unser GPA und die Software die Ereignisse mit.

Metro: Last Light Redux zeigt in den meisten Fällen als maximalen Wert nie die Ausschläge, wie wir sie mit Applikationen wie Anno 2070 oder Tom Clancy's HAWX produzieren können. Die minimalen Ruhepausen zwischen dem Neustart des Benchmark-Loops (ca. 2 bis 3 Sekunden) fließen natürlich mit in die Messungen hinein und zeigen dabei weniger Last. Das geschieht aber auch in Spielen, wenn man beispielsweise einen Level abschließt und in den nächsten Level gelangt. Der durchschnittliche Wert wird auf Grund der Gesamtdauer, in welcher Last vorherrscht, dadurch nicht sonderlich beinflusst.

Grafikkarte Leistungsaufnahme Durchschnitt (Watt) Leistungsaufnahme Max. (Watt)
NVIDIA GeForce GTX 1080 152,95 187,57
NVIDIA GeForce GTX 1070 141,71 152,55
NVIDIA GeForce GTX 1060 114,60 121,65
AMD Radeon RX 480 155,33 160,72
XFX Radeon RX 470 OC 150,25 158,03
AMD Radeon R9 Fury X 257,28 301.40
AMD Radeon R9 290X 259,32 286,50
NVIDIA GeForce GTX Titan X 228,26 252
NVIDIA GeForce GTX 980 Ti 214,36 252
NVIDIA GeForce GTX 980 152,45 178,18
ASUS ROG Strix 460 Gaming 4GB 86,11 92,21
KFA2 GeForce GTX 1070 Exoc 165,29 186,48


Der hier ermittelte durchschnittliche Wert über einen Spielverlauf zeigt 86 Watt. Man kann daraus schon recht gut ableiten, dass es AMD bei einer Referenzlösung gelingen dürfte, die durchschnittliche Leistungsaufnahme unter Spielen mit 75 Watt zu erreichen, dabei aber hier und dort in Kauf zu nehmen, dass die Marke von 75 Watt auch einmal verletzt wird.