ASUS ROG Strix RX460 Gaming - AMDs Einsteiger-Grafikkarte im Test

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Fazit



AMD präsentiert mit der Radeon RX 460 eine Einsteigergrafikkarte zum 3D-Spielen, verkauft diese aber nicht zwingend als optimale Lösung für aktuelle 3D-Spiele im Desktop-Segment, sondern spricht vielmehr von bester Full-HD-Performance im E-Sport-Bereich. Ein bisschen Dota 2, ein wenig League of Legends oder World of Warships? Ja, das sollte möglich sein, denn AMD spricht von Bereichen, welche das Desktop-Gaming so eigentlich nicht betreffen. Dort aber angetroffen, muss man ganz klar sagen, dass die Radeon RX 460 kaum Power für aktuelle Spiele hat. Man liegt ein wenig über der Leistung einer Radeon R7 370 und knapp auf Augenhöhe mit einer GeForce GTX 950, nimmt man eine übertaktete Ausführung wie die ASUS ROG Strix RX 460 Gaming.

Bild: ASUS ROG Strix RX460 Gaming – AMDs Einsteiger-Grafikkarte im Test

Dafür benötigt AMD nun wiederum die gleiche Energie wie NVIDIAs Vorgängergeneration. Beide Grafikkarten – GTX 950 wie ASUS ROG Strix RX 460 Gaming – benötigen etwa 100 Watt, um die gleiche Performance zu erreichen. Das stellt erneut unter Beweis, dass AMDs jüngste Fertigung bei GlobalFoundries in 14 nm nicht wirklich perfekt ist. Nur im internen Vergleich kann man leichte Akzente setzen. 20 Watt weniger als eine Radeon R7 370 benötigt man, um diese zu schlagen.

Vielleicht wäre AMD besser beraten gewesen, seinen 75-Watt-Plan in der Praxis umzusetzen, und zwar mit Referenz-Grafikkarten, vielleicht gar passiv gekühlt. NVIDIA hatte alle Zeit der Welt und scharrt mit den Hufen, um die GeForce GTX 1050 und GTX 1050 Ti vom Stapel zu lassen. Maximal 75 Watt ohne Stromstecker sollen es auch dort werden.

Zum eigentlichen Testkandidaten, der ASUS ROG Strix RX460 Gaming mit 4 GByte Hauptspeicher, können wir kaum etwas Schlechtes berichten. Es handelt sich um eine sehr leise Grafikkarte, nicht nur im Idle-Betrieb, sondern auch unter Last, mit einem vernünftigen Lieferumfang, abgestimmt auf den E-Sport-Bereich. 155 Euro für diese Performance und das Restpaket sind aus unserer Sicht dann aber schlicht zu viel. Eine solche Grafikkarte mit dieser Leistung sollte schlicht nicht mehr als 100 Euro kosten. Dann sprechen wir vom Einsteigersegment, und darüber sollte es allenfalls akzeptable Optionen geben.

[pg], 21. Oktober 2016