ASUS ROG Strix RX460 Gaming - AMDs Einsteiger-Grafikkarte im Test

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Praxisverhalten



Anisotroper Filter und Spulenfiepen



Wie gewohnt haben wir auch einen Blick auf das Darstellungsverhalten der neuen Testkandidaten im Hinblick auf den anisotropen Filter geworfen. Auffälligkeiten wie Flimmern waren in keiner Form ungewöhnlich zu erkennen.

Auch nerviges und ungewöhnliches Spulenfiepen können wir der Karte nicht attestieren. Das ASUS-Modell verhielt sich wie erwartet. Selbst bei sehr hohen Frameraten, durch welche das Fiepen provoziert werden kann, konnten wir hier kaum Spulenfiepen wahrnehmen.

Treiber-Option: Energieeffizienz



Bild: ASUS ROG Strix RX460 Gaming – AMDs Einsteiger-Grafikkarte im Test
AMD hatte nach der Schelte zur Leistungsaufnahme der Radeon RX 480 über den PCI-Express-Slot eine Treiber-Option "Energieeffizienz" nachgeliefert. Durch manuelles Zuschalten dieser Option sank die Leistungsaufnahme der RX 480 erstmals annähernd in Regionen, welche AMD bei diesem Punkt auch versprach. Allerdings hatte das dann auch zur Folge, dass die Performance etwas nachließ.

Während wir bei der RX 470 diesen Treiberpunkt nicht erblicken konnten, taucht er nun im Treibermenü der RX 460 wieder auf. Wir führten Tests mit zugeschaltetern und mit deaktivierter Option durch, mussten aber feststellen, dass dies auf das ASUS-Produkt keinerlei Auswirkungen hatte. Weder die Taktraten reduzierten sich, noch die Leistungsaufnahme. Es ist aber davon auszugehen, dass AMD die Option tatsächlich für die RX 460 ohne Stromanschluss vorsieht und sie darum im Treiber vorhält.

Boost- und Idle-Verhalten, Temperaturlimits



Bild: ASUS ROG Strix RX460 Gaming – AMDs Einsteiger-Grafikkarte im Test
Gehen wir zuerst auf das Idle-Verhalten der RX 460 ein. Nur bei absolut ruhendem Desktop bleiben die Taktraten auf 214 MHz GPU-Takt abgesenkt. Verschiebt man ein Fenster oder schaltet man ein Tool hinzu, etwa den MSI Afterburner, so ist der GPU-Takt am zappeln – allerdings etwas weniger, als wir dies bei der RX 480 und RX 470 beobachtet hatten. Das konnten wir ebenfalls bei der Power-Zwischenstufe für die Wiedergabe von Videomaterial sehen, denn auch hier blieb es beim GPU-Takt plötzlich deutlich ruhiger. Es war eher selten, dass der GPU-Takt anstieg. Das wirkt sich natürlich in beiden Fällen sehr positiv auf die Leistungsaufnahme in diesen Bereichen aus.

AMD spricht bei der RX 460 von einem Basistakt von 1.090 MHz und einen Boost-Takt von 1.200 MHz. ASUS spricht überhaupt nicht von Basistaktraten, sondern nur von einem Boost-Takt von bis zu 1.256 MHz. Dies ist dann auch jener Takt, welchen die Grafikkarte möglichst zu halten versucht, allerdings auch in Abhängigkeit zur Temperatur, denn hier hat ASUS eine Zieltemperatur von 63 °C hinterlegt, welche unter hoher 3D-Last auch häufiger erreicht wurde. So blickten wir in Volllast-Spiele-Szenarien meist auf Taktraten zwischen 1.199 (Minimum) und 1.233 MHz – im Mittel waren es meist um die 1.206 MHz, welche anlagen.