AMD Radeon RX 480 - hart auf Kante gebaut

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Auch bei Tessellation legt man zu



Die technischen Überarbeitungen bei Polaris 10 sollen ebenfalls Auswirkungen auf die Tessellation-Leistung mit sich gebracht haben. Eine kurze Überprüfung anhand des Tessmark bestätigt diese Herstelleraussage auch gleich.

Tessmark X64
1920 x 1080 [Kein AA/16xAF]
NVIDIA GeForce GTX 980
297,0
AMD Radeon RX 480
[alter Treiber 16.6.2 beta]
258,0
NVIDIA GeForce GTX 970
248,0
AMD Radeon R9 390
145,0
FPS


Tessmark X64
1920 x 1080 [Kein AA/16xAF]
NVIDIA GeForce GTX 980
17834,0
AMD Radeon RX 480
[alter Treiber 16.6.2 beta]
15525,0
NVIDIA GeForce GTX 970
14901,0
AMD Radeon R9 390
8746,0
Punkte


Nach den Tessmark-Resultaten zieht Polaris im Bereich Tessellation-Leistung mit NVIDIAs Maxwell-Architektur gleich.

VR-Performance und neue Softwarefunktionen



Natürlich ist bei AMD Virtual Reality ein wichtiges Thema. Bei all den Ankündigungen um entsprechende Hardware und passende Spiele darf und will man diesen Zug natürlich nicht verpassen und weist darauf hin, dass die RX-480-Grafikkarte auf Grund ihrer Verbesserungen und damit einhergehender Performance absolut in der Lage sei, VR-Titel stützen zu können. Das veranschaulicht man anhand eigener Benchmarks mittels des SteamVR-Benchmarks.

Bild: AMD Radeon RX 480 – hart auf Kante gebaut

Die Software-Neuerungen: Wattman

Bild: AMD Radeon RX 480 – hart auf Kante gebaut
Im Vorfeld der Vorstellungen gab es immer wieder einmal häppchenweise Informationen zu den kommenden Polaris-GPUs und was sich AMD hiervon verspricht. Raja Koduri, Leiter der Radeon Technologies Group, hatte in einem Interview dargelegt, dass AMD alle Mittel daran setzen werde, das Image von AMD-Grafikkarten zu verbessern. Der weit verbreitete Glaube, dass AMD heiße, laute Grafikkarten baut, solle durch Polaris endgültig vom Tisch sein. Das solle die Effizienz der neuen RX-Modelle, insbesondere die heute an den Start gehende RX 480, unter Beweis stellen.

Ein weiterer Punkt, welchen man angehen wolle und in Teilen bereits angegangen ist, ist das Thema Software. Hier hat AMD vor einer Weile bereits vorgelegt und seine Treiber-Software komplett überarbeitet. Das Catalyst Control Center wurde über Bord geworfen und wich dem neuen Treibermodell Crimson Edition, welches insbesondere durch Performance beim Start der Software glänzen sollte.

Bild: AMD Radeon RX 480 – hart auf Kante gebaut
AMD Wattman
Im nächsten Schritt sprach der Chef der Radeon Technologies Group aber auch das Thema Overclocking an, ohne dies weiter zu vertiefen. Erst vor wenigen Tagen kamen Gerüchte auf, dass AMD ein neues Overclocking-Tool präsentieren wolle. Heute startet es, und zwar als Wattman, einem Bestandteil der Treiber-Software Crimson Edition.

Die erste Neuerung des Wattman fällt bereits beim Aufruf im Menü auf. Hatte man im Treiber bislang AMDs Overdrive angesteuert, musste der Anwender zuvor sein Einverständnis geben, dass er bei etwaigen Schäden den Garantieanspruch verliert. Auf dieses Bestätigungsfenster verzichtet der Wattman nun. Darüber hinaus bietet das Tool im Eingangsbereich einen Überblick über aktuell laufende Aktivitäten wie CPU-Takt, Temperaturverhalten oder Lüftergeschwindigkeit.

In den folgenden Punkten erlaubt es AMD nun auch, die Taktraten für GPU und Speicher zu justieren, dies gar in Feineinstellungen zu verschiedenen Powerstates bei der GPU, inklusive der Möglichkeit, die jeweilige Spannung händisch anzupassen. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob dies den weniger versierten Anwender möglicherweise überfordern wird. Den Enthusiasten hingegen werden diese Optionen sicherlich freuen.

Selbstverständlich bietet der Wattman ebenfalls Optionen, die Lüftersteuerung anzupassen oder AMDs PowerTune und Temperaturlimit zu verändern – dies gar deutlich komfortabler, als dies bislang im Overdrive des Control-Centers möglich war.

 

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