Battlefield 1 im Test

Sonstige Reviews | HT4U.net | Seite 2

Battlefield 1 – Details



Kampagne



In DICE' neuestem Shooter darf man insgesamt fünf Kriegsgeschichten aus dem Ersten Weltkrieg spielen. Diese erzählen von den Taten und Gefühlen einzelner Soldaten, welche auch im Fokus der Handlung stehen, aber nicht etwa von historisch bedeutenden Schlachten.

Bild: Battlefield 1 im Test
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Bild: Battlefield 1 im Test
Alle Protagonisten unterscheiden sich dabei in Persönlichkeit, Rang und Fähigkeiten, aber auch im Einsatzgebiet. So darf der Spieler Panzer fahren, Flugzeuge fliegen, einen Strand einnehmen oder auch an der Seite von Lawrence von Arabien durch die Wüste reiten.

Trotz allem schafft es DICE leider nicht, diese Charaktere wirklich mit Leben zu füllen. Die kurzen Geschichten wirken flach, eine Bindung zu den Protagonisten wird nicht erreicht. Auch der Schrecken des Ersten Weltkriegs weicht meist lediglich einer grafischen Augenweide, wie man es aus der Battlefield-Reihe gewohnt ist. Wer erwartet, hier vom Ernst des Krieges gefesselt zu werden, ist fehl am Platz.

Flair und Umsetzung



Bild: Battlefield 1 im Test
Selbst im Ersten Weltkrieg wird die ganz typische Battlefield-Atmosphäre versprüht: Knackiger Sound, welcher Granaten, Schüsse und Geräusche der Kriegsmaschinerie wirklich bedrohlich wirken lässt, kombiniert mit einer allzu realistischen Grafik, die dazu verleitet, die Gegend zu bewundern statt ums Überleben zu kämpfen.

In den verschiedenen Levels und Geschichten muss der Spieler nicht nur mit altmodischen Karabinern, Präzisionsgewehren oder experimentellen vollautomatischen Waffen schießen, sondern auch des Öfteren schleichen. Dabei ist Munition oft knapp, sodass die gefundene schallgedämpfte Mauser nicht lange ein Begleiter ist und man gezwungen ist, sich eines Spatens als Nahkampfwaffe oder der offenen Konfrontation zu bedienen.

Bild: Battlefield 1 im Test
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Dabei sind die Gebiete generell recht frei und weitläufig, jedoch mit der für die Reihe typischen Begrenzung: Geht man zu weit in die falsche Richtung, wird man aufgefordert, aufs Schlachtfeld zurückzukehren. Andernfalls erwartet einen der Bildschirmtod. Zu den zu durchstreifenden Gebieten gehören Dörfer, Wälder, Gebirge, Schützengräben und auch die arabische Wüste.

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Natürlich ist man aber nicht nur zu Fuß unterwegs. Je nach Mission kann der Spieler auch einen Panzer fahren, ein Flugzeug fliegen oder erstmals in der Battlefield-Reihe ein Pferd reiten.

Multiplayer



Auch hier hat sich am Grundprinzip nichts geändert, und es geht zu wie in jedem anderen Battlefield auch. Man kann aus verschiedenen Klassen wie etwa "Sanitäter" oder "Scharfschütze" wählen und sich in die Schlacht stürzen. Zusätzlich kann man sich auf Wunsch einem Trupp anschließen und versuchen, ein wenig Taktik in das Kriegsgeschehen einzubringen.

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Wie gewohnt muss man sich bessere Waffen freispielen. Dies geschieht dann entweder in klassischen Modi wie Team-Deathmatch oder Eroberung, aber vor allem in neuen, an die Thematik des Ersten Weltkriegs angepassten Spielvarianten.

So muss man beispielsweise im Taubenträger-Modus eine Brieftaube vor dem Feind finden, um die eigenen Reihen zu benachrichtigen, oder im besonders großen Spielmodus "Operation" mit bis zu 64 Spielern antreten. Dabei muss man entweder als Angreifer nach und nach feindliche Stellungen auf einer der neun riesigen Karten einnehmen oder als Verteidiger die feindlichen Streitkräfte dezimieren, um sie zurückzuschlagen.

Anfängliche Fehler



Wir konnten während unserer gesamten Testphase kaum Fehler feststellen, lediglich sehr vereinzelt Abstürze in der Kampagne oder kurze Framerate-Einbrüche im Multiplayer-Modus, jedoch im verkraftbaren Maße.

Das bezieht sich aber nur auf unsere Betrachtung im DirectX-11-Modus des Spiels. Der angeflanschte DirectX-12-Modus birgt deutliche Fehler im Umgang mit der Hardware, welche DICE bislang noch nicht vollends abgeschafft hat. Von daher haben wir uns hier auch nur auf eine DX-11-Betrachtung beschränkt.