G.Skill Ripjaws KM780 RGB - Gaming-Tastatur im Test

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Tastendruck, Geräuschkulisse und Leistungsaufnahme



Strombedarf/Leistungsaufnahme

Wir messen die Leistungsaufnahme oder besser gesagt den fließenden Strom des USB-Gerätes über ein handelsübliches Zangenamperemeter – in unserem Fall das typisch verwendete Tenma-Gerät. Zusätzlich verwenden wir dabei speziell vorbereitete USB-Kabel, damit das Zangenamperemeter auch den stromführenden Draht erreichen kann.

Tastatur Strom Leistungsaufnahme
Aorus Thunder K7 300 mA 1,5 Watt
Corsair Vengeance K70 150 mA 0,75 Watt
G.Skill Ripjaws KM780 RGB 490 mA 2,45 Watt
Microsoft Wireless 7000 60 mA 0,30 Watt
Ozone Strike Battle 180 mA 0,9 Watt
SteelSeries Apex 470 mA 2,35 Watt
SteelSeries Apex M800 230 mA 1,15 Watt
Zowie Celeritas 60 mA 0,30 Watt


G.Skills Keyboard Ripjaws KM 780 RGB kommt mit zwei USB-Anschlüssen daher, was darauf hindeutet, dass man die maximale Leistungsaufnahme der USB-2.0-Spezifikation überschreiten wird. Danach dürfen USB-2.0-Geräte maximal 500 Milliampere über den Anschluss einfordern.

Bild: G.Skill Ripjaws KM780 RGB – Gaming-Tastatur im Test
Unsere Messungen überraschten uns dann allerdings, denn wir erblickten bei permanenter Beleuchtung der Tastatur inklusive Eingaben einen maximal fließenden Strom von 460 bis 490 Milliampere auf einer Leitung. Die zweite Leitung wurde dabei praktisch überhaupt nicht belastet, so dass die G.Skill-Schaltung anscheinend so aufgebaut ist, dass der zweite USB-Anschluss erst dann Strom anfordert, wenn die Spezifikationen auf einem Anschluss erreicht sind. Die Lösung wunderte uns, aber eine andere Erklärung dafür haben wir derzeit nicht.

Die nächste Überraschung: Das Umschalten der Beleuchtung in der Software von "Permanent" auf unterschiedliche Beleuchtungseffekte senkte gar die Leistungsaufnahme auf 1,8 Watt. Hier hätten wir ebenfalls höhere Werte erwartet.

Im Endeffekt trafen wir in keiner Situation auf eine Überlastung der USB-2.0-Anschlüsse im Bereich des Stromverbrauchs – das darf man aber natürlich als einen gegebenen Umstand bei einem elektronischen Gerät voraussetzen.

Lautstärke/Schalldruck

Wir greifen hier auf die gleiche Methode zurück, wie wir sie schon bei den Gehäuse-Artikeln anwenden, und nutzen das digitale Messgerät Greisinger AZ-8922. Entsprechend arbeiten wir aber auch hier nicht mit einem schalltoten Raum, weshalb die Werte nicht mit den Messungen mit unserer DAAS-USB-Anlage zu vergleichen und die Wertangaben damit eher als "HT4U-Hausnorm" zu verstehen sind. Die präsentierten Werte entsprechen der dB(A)-Norm, also bezogen auf 1 Meter Abstand. Wir nehmen insgesamt fünf Messwerte auf und mitteln diese danach auf einen einheitlichen Wert.

Tastatur Lautstärke/Schalldruck
Aorus Thunder K7 24.5 dB(A)
Cherry MX-Board 3.0 – Blue 34.6 dB(A)
Cherry MX-Board 6.0 21.9 dB(A)
Corsair Vengeance K70 26.3 dB(A)
G.Skill Jipjaws KM780 RGB 36.4 dB(A)
Logitech MX 5500 15.7 dB(A)
Microsoft Wireless 6000 v2 14.7 dB(A)
Microsoft Wireless 7000 14.9 dB(A)
Ozone Strike Battle 25.8 dB(A)
SteelSeries Apex 15.9 dB(A)
SteelSeries Apex M800 15.4 dB(A)
Zowie Celeritas 25.8 dB(A)


Wie unsere Messungen zeigen, liegt der heutige Testkandidat in der Lautstärke noch etwas überhalb der Cherry MX-Blue-Switches. Das deckt sich prinzipiell mit unserer geäußerten Wahrnehmung beim Schreibtest. Jedoch bleibt zu erwähnen, dass das subjektiv störende Klickgeräusch der blauen Taster hier natürlich fehlt. Die etwas höhere Lautstärke könnte durchaus ebenfalls den erhöhten freistehenden Tastenkappen geschuldet sein.

Zwar führen diese optisch dazu, dass die RGB-Beleuchtung das gesamte Tastenumfeld des Keyboards erhellt und damit eindrucksvoller wirkt, aber eben auch dazu, dass das fehlende Kunststoffgehäuse um die Taster herum das Tastengeräusch nicht mehr abdämpft und es damit vom Messgerät klarer wahrgenommen wird.

Druckpunkt

Die nachfolgende Tabelle zeigt den von uns ermittelten Druckpunkt. Dabei haben wir schlicht mit Feingewichten gearbeitet, um diesen relativ genau ermitteln zu können. Auf das Gramm genau wollen wir uns aber auch nicht festlegen, da wir von einem einzelnen Muster sprechen (Toleranzen können auch hier vorhanden sein – bei Material und Schalter), dazu aber auch die Lage der Finger einen erheblichen Unterschied ausmachen könnte.

Tastatur Druckpunkt
Aorus Thunder K7 (Cherry MX Red) 38 Gramm
Cherry MX-Board 3.0 (Cherry MX Blue) ca 58 Gramm
Cherry MX-Board 6.0 (Cherry MX Red) 42 Gramm
Corsair Vengeance K70 (Cherry MX Red) 36 Gramm
G.Skill Ripjaws KM780 RGB (Cherry MX Brown) 50 Gramm
Logitech MX 5500 (Rubberdome) 59 Gramm
Microsoft Wireless 6000 v2 (Rubberdome) 58 Gramm
Microsoft Wireless 7000 (Rubberdome) 58 Gramm
Ozone Strike Battle (Cherry MX Brown) 41 Gramm
SteelSeries Apex (Rubberdome) 57 Gramm
SteelSeries Apex M800 (mechanische Taster) 44 Gramm
Zowie Celeritas (Cherry MX Red) 43 Gramm


Hier gibt es nicht viel zu sagen, mit 50 Gramm Druckpunkt bildet das Keyboard einen guten Mittelwert. Subjektiv fühlt sich die Bedienung auch beim Gaming nicht anstrengend an. Den ungewöhnlich niedrigen Druckpunkt der Ozone Strike Battle für Cherry MX-Brown-Taster erreicht man allerdings nicht. Dieser lag auch eher im typischen Bereich für Red-Taster, während jener der KM780 RGB im typischen Bereich für Brown-Schalter liegt.