Inline BT-Quick: Faltbares Bluetooth-Keyboard im Test

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Praxiseinsatz



Gewicht und Maße



Bild: Inline BT-Quick: Faltbares Bluetooth-Keyboard im Test
Die BT-Quick von Inline hat in diesem Punkt ihre Versprechungen gehalten. Sie macht sich unterwegs kaum mehr bemerkbar als ein Top-Smartphone, was Größe und Gewicht betrifft. Allerdings nur auf die Tastatur bezogen. Nimmt man das Cover ebenfalls mit auf Reisen, beult die Jackentasche dann doch eher stärker aus und das Gerät macht sich durchaus bemerkbar. Zwingend braucht man die Schutzhülle aber nicht, da die BT-Quick insgesamt von ihrer Herstellung her sehr robust gehalten wurde.

Kompatibilität



Wie schon im Kapitel "Inbetriebnahme" beschrieben, trafen wir auf den verwendeten Gerätschaften (Smartphone, zwei Tablets und einem Laptop – letzterer natürlich ein sinnfreies Unterfangen) keine Probleme an. Das sollte auch nicht verwundern, da man auf die etablierte Bluetooth-Schnittstelle setzt und alles andere als ein problemloses Pairing sehr sinnfrei wäre. Zum Pairing der Tastatur gilt es lediglich die Tastenkombination FN+C zu drücken, der Gegenpart am zu koppelnden Gerät muss natürlich über die dortigen BT-Optionen zuvor ausgewählt werden. Alles Weitere erklärt sich dann – falls notwendig – über Anweisungen des Gerätes auf dem Bildschirm.

Verarbeitungsqualität



Bild: Inline BT-Quick: Faltbares Bluetooth-Keyboard im Test
Es blitzte bislang aus unseren Zeilen bereits heraus: Hier gibt es Licht und Schatten. Während wir mit der Umsetzung der Faltausführung durchaus und bislang sehr zufrieden sind, waren wir über die aufgeklebten Beschriftungen der Tasten eher nicht so glücklich. Normalerweise nutzen diese sich sehr schnell ab, und für einen Anwender, welcher kein geübtes Schreibsystem beherrscht, wird mit dem Verblassen der Schriften dann auch die Nutzbarkeit deutlich nachlassen.

Akkulaufzeiten



Bis zu 220 Tage im Stand-by und bis zu 85 Stunden anhaltender Tippbetrieb möchte Inline mit dem BT-Quick bieten. Wir können diese Angaben weder bestätigen noch widerlegen. Das Gerät befindet sich seit Ende Februar 2016 in unserem Hause. Wir verrichten an der Tastatur täglich maximal eine Stunde Arbeit, und bislang mussten wir noch nicht ans Netz zum erneuten Aufladen. 25 Stunden haben wir inzwischen sicherlich mit der BT-Quick im Einsatz verbracht und sind mehr als zufrieden mit der Laufzeit. Hier gibt es ein klares "Daumen hoch".

Ergonomie



Bild: Inline BT-Quick: Faltbares Bluetooth-Keyboard im Test
Dies bleibt leider der Hauptkritikpunkt. Dessen ist sich Inline sicherlich bewusst, aber Inline kann daran auch nichts ändern. Die Ausrichtung der Tastatur ist auf ein portables System ausgelegt, damit sind die Tasten auch sehr eng zusammengerückt, was nachvollziehbar ist. Dies ist für einen geübten Zehn-Finger-Schreiber eine Tortur. Ein Beispiel:
    "Versuch gerade von de neuen Tastatur aus eine mail ´zu schreiben. Tu mich aber irre schwer. Das layout macht mir teils Probleme, insbesondere die backspace taste ist irre gewähnungsbedürftig. Datum schtrinb ich jeztz mal ohne korrektur und ippe vo moch hin.

    Dies 8ss ein liedlien geschieben für die liebsen die es gibt. Laut ist es auf der asazut und ich muss mich seh anszrngrn. Dami ic hhie votan komme. Es scheint an de Gewöhnung zu liegen, damiz man was ztiffz, abt ivhmiuss klat zugeben, abeizn iOS ands."

Viel Spaß dem, der die Zeilen ab dem ersten Testlauf zu verstehen versucht. Doch auch nach einer gewissen Eingewöhnungsphase wird es nur bedingt besser, weil wir uns eben auf kleinstem Raum bewegen müssen. Und an diesem Punkt der Ergonomie scheitert eben der gelernte Schreiber an seinen Möglichkeiten. Es wird ein wenig besser, je länger man mit der BT-Quick arbeitet, aber gut wird es definitiv nicht. Hier könnten "ungelernte Schnellschreiber" eher auf ihre Kosten kommen. Nutzt man weniger als zehn Finger im gelernten System und blickt zudem auf die Tasten, wird dann eher ein Schuh draus.