Intels CPU-Generation 5 und 6: Broadwell und Skylake im Test

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Neuerungen bei der iGPU


Bild: Intels CPU-Generation 5 und 6: Broadwell und Skylake im Test
Modellvarianten der Skylake-iGPU
Bei der iGPU von Skylake übernimmt Intel die Strukturen, die man mit Broadwell, also der achten iGPU-Generation, eingeführt hat. Ein Sub-Slice der iGPU besteht daher auch bei Skylake aus acht Execution-Units (EUs), die in einem Dreierverbund ein Slice ergeben. Allerdings stockt Intel die Zahl der Slices auf maximal vier auf, so dass die schnellste Variante (GT4e) auf 72 EUs kommt. Wie unsere Benchmarks zeigen werden, heizt man der Konkurrenz damit sehr deutlich ein.

Mit Intels Codenamen "GT" ist das allerdings ein gewisses Kreuz, denn in der Öffentlichkeit wird dieser nicht verwendet. So heißt die Grafikeinheit des Intel Core i7-6700K und des Core i5-6600K "Intel HD Graphics 530" und steht damit für die Ausbaustufe "GT2". Intel HD Graphics 510 steht für GT1. Für "GT 1.5" fanden wir keine korrekte Marktbezeichnung, vermuten allerdings, dass sich hier die Intel HD Graphics 520 zeigt.

Damit ist aktuell bei der Marktverfügbarkeit aber Schluss. Aus dem aktuellen Intel-Treiber sind der .inf-Datei jedoch einige weitere Informationen zu entlocken. So werden Intel HD Graphics 535 (GT3), HD Graphics 540 (GT3e) und gar auch HD Graphics 550 (GT32) folgen. Die in unserer Grafik geführte Variante "GT4" soll später als Intel Iris Pro Graphics P580 erscheinen. Wann das der Fall sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Bislang hält Intel zugunsten der Broadwell-Modelle noch Abstand von den schnellen integrierten Grafikeinheiten.

Bild: Intels CPU-Generation 5 und 6: Broadwell und Skylake im Test
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Details zu Intels Skylake-iGPU


Weiterhin hat man auch intern an den Slices und Execution-Units gearbeitet. So wird nun eine verlustfreie Bildkompression unterstützt, was Datentransfers reduzieren soll und damit Energie sowie Speicherbandbreite spart. Weiterhin unterstützen die Execution-Units jetzt auch 16-Bit-Float-Operanden neben den üblichen 32-Bit-Gleitkommadaten. Somit können pro Takt doppelt so viele Datenpakete verarbeitet werden, was in der Theorie einer Verdopplung der Rechenleistung gleichkommt oder zur Verbrauchsreduzierung genutzt werden kann.

Außerdem hat Intel der GT3-/GT4-Variante eine zweite Media-Einheit für die Umwandlung für Videos spendiert, man unterstützt nun 16-faches MSAA für eine bessere Kantenglättung, und die Abarbeitung von Geometrieberechnungen beschleunigt. Ab der GT2-Variante soll so nun ein Durchsatz von 8 Pixeln pro Takt möglich sein. Zudem beherrscht die iGPU nun DirectX 12 und OpenGL 4.4.

Darüber hinaus hat Intel bei der Skylake-iGPU auch die Möglichkeiten zum Abschalten einzelner Komponenten verbessert. So können diese nun feingranularer separiert werden, was vor allem in Teillastszenarien Energie sparen soll.

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