Nitro Concepts Gaming Chair C80 Motion vs E200 Race

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Impressionen, Verarbeitung und Montage



Der C80 Motion wie auch der E200 Race stellen durchaus optische Leckerbissen dar. Dazu gesellt sich natürlich der Umstand, dass die Farbauswahl es dem Anwender ermöglicht, den Stuhl an das allgemeine Ambiente in seinem Zimmer oder eben an der PC-Beleuchtung auszurichten, was selbstverständlich vom Hersteller beabsichtigt ist und ihm damit durchaus einen Pluspunkt bei der Zielgruppe verschafft.

Bild: Nitro Concepts Gaming Chair C80 Motion vs E200 Race
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Mit Bildmaterial von Caseking


Die Rollen sind bei beiden Modellen mit einer Art Gummierung (Polyurethan) versehen, was in Verbindung mit dem Aufbau des Rollensystems verhindert, dass der Stuhl bei leichten Unebenheiten wegrollt. Zum anderen dient das Material natürlich ebenfalls als Geräuschdämpfer, so dass beim Rollen keine große Lautstärke entsteht. Dass man die Polyurethan-Einsätze gleich noch farblich absetzte und den Farben des Stuhls anpasste, ist natürlich ein weiteres optisches Gimmick. Und natürlich setzt man bei der Rollenfassung auf ein Fünf-Stern-Design, welches sich in der Praxis eben als kippsicher erweist.

Die Rückenausformungen im Bereich der Lendenwirbelsäule sind bei beiden Modellen gleich gut ausgeprägt und dienen als Lordosenstütze, welche natürlich nicht variabel einstellbar ist und eventuell bei kleinen Personen nicht ganz optimal sitzen könnte. Insgesamt wollen beide Varianten als Allrounder durchgehen, so dass hier keine spezielle Anpassung auf die Person und deren Größe vorgenommen wurde.

Bild: Nitro Concepts Gaming Chair C80 Motion vs E200 Race
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Bild: Nitro Concepts Gaming Chair C80 Motion vs E200 Race
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Mit Bildmaterial von Caseking


Der C80 ist dabei klar geräumiger als der E200 und bietet auch sehr großen Personen hinreichend Raum, hinzu gesellen sich bei der Motion-Version eben die gepolsterten, wegklappbaren Armlehnen. Beim E200 sind diese optisch zwar ansprechender, aber eben fix montiert und nicht gepolstert.

Montage

Die Montage der Nitro Concepts ist wirklich simpel gehalten. Die Aufbauanleitung ist typisch auf einem Blatt bebildert beschrieben und in den meisten Fällen selbsterklärend. Auch der ungeübte Anwender sollte in der Lage sein, den Stuhl in weniger als einer Stunde zu montieren.

Bild: Nitro Concepts Gaming Chair C80 Motion vs E200 Race
Dabei gibt es allerdings Unterschiede zwischen C80 und E200. Während man den E200 praktisch alleine zusammenbauen kann, braucht es beim C80 eine zweite Person als Hilfe, geht es um die Montage des Rückenteils. Wird diese beim E200 lediglich mittels vorinstallierter Metallkonsole in das Sitzteil eingeschoben und dann mittels der mitgelieferten Schrauben fixiert, ist es beim C80 die Armlehnen-Konsole, welche mit Rückenlehne und letztlich Sitzteil verschraubt wird. Beim Anbringen der Rückenlehne ans Sitzteil benötigt man schlicht eine helfende Hand.

Das spricht auf dem Papier prinzipiell für einen Vorteil auf Seiten des E200, in der Praxis wollen wir das aber nicht unterschreiben. Denn nach Montage des C80 sind Rückenlehne und Sitz klar fester, was die Fixierung angeht. Die Metallkonsole des E200 gibt unter Rückengewicht etwas nach und hinterlässt einen weniger stabilen Eindruck.

Die Montage des Fussgestells, der Rollen und des Drucklufthebers zeigt sich für diese Preisklasse schlicht üblich. Die Rollen werden in das Fußkreuz gesteckt, ebenso der Druckluftheber. Die Abdeckung des Drucklufthebers ist typischerweise aus mehreren Kunststoffteilen gefertigt und wird schlicht nur darüber gesetzt.

Bild: Nitro Concepts Gaming Chair C80 Motion vs E200 Race
Bild: Nitro Concepts Gaming Chair C80 Motion vs E200 Race
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Die Haltekonsole samt Hebel zur Höhenverstellung wird an der Unterseite des Sitzes verschraubt, und im Anschluss kann das Sitzteil dann auf das vorgefertigte Fußgestell mit Druckluftheber aufgesetzt werden. Auch dies stellt nur eine Steckverbindung ohne Schraubenmontage dar, zeigt sich in der Praxis aber ebenfalls nicht problematisch im Hinblick auf Stabilität.

Wie bereits erwähnt, werden die Armlehnen in beiden Fällen verschraubt. Für den C80, welcher Sitzfläche und Rückenlehne verbindet, gibt es dann Abdeckblenden aus Kunststoff, welche über die Schraubbereiche geclipst werden. Beim E200, welcher lediglich über Schrauben an der Rückseite der Rückenlehne befestigt wird, gibt es spezielle Abdeckkappen, welche die Schrauben verbergen. In beiden Fällen ist der Optik Genüge getan worden.

Verarbeitung

Ein Problem im Test eines Stuhls bleibt die fehlende Langzeiterfahrung. Diese gibt es hier also eben auch nicht. Dabei haben wir den C80 Comfort doch zumindest über knapp zwei Monate im Betrieb gehabt, um gewisse Eindrücke zu erhalten. Den E200 haben wir hingegen erst zwei Wochen im Einsatz.

Auffällig beim C80 waren bereits bei der Montage nicht perfekt sitzende Nähte oder eben auch nicht sauber ausgeführte Nylonbereiche bei Durchführungen für Steckverbindungen oder Schrauben. Beim E200 hingegen fanden wir die Durchführungen sehr sauber umgesetzt, und die Nahtführungen auf der Vorderseite des Stuhls waren als durchaus perfekt zu bezeichnen. Nitro Concepts hat also in seiner zweiten Stuhlreihe offenbar Verbesserungen vorgenommen. Lediglich auf der Stuhlrückseite des E200 fanden wir nicht ganz optimal umgesetzte Nahtlösungen, welche aber weniger deutlich auffielen als beim C80.

Bild: Nitro Concepts Gaming Chair C80 Motion vs E200 Race
Bild: Nitro Concepts Gaming Chair C80 Motion vs E200 Race
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In beiden Fällen trafen wir aber schon nach kürzester Nutzungszeit den Umstand an, dass sich das PU-Kunstleder im Bereich der Sitzfläche verformte – also Wellen im Material auftauchten. Das ist bislang definitiv nicht der Polsterung geschuldet, welche nach dem bisherigen Betrieb nach wie vor straff sitzt und eben keine Deformationen durch die Sitzbelastung mit sich brachte. Der verwendete Bezug der Stühle scheint sich schlicht unter Belastung und Temperatur zu verformen, was zu den Veränderungen in der Optik führt. Diese wiederum ist nach der kurzen Zeit optisch und auch gefühlt nicht als negativ zu bezeichnen. Wie sich das Ganze nach einem Jahr Nutzung verhält, können wir aktuell noch nicht abschätzen.