NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti - Pascal für Full-HD-Gaming

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 19

Übertakten



Overclocking ist nicht allein von Kühllösungen abhängig. Man muss ausführen, dass die Übertaktbarkeit von Grafikkarten – sei es GPU oder Speicher – von vielen Faktoren und den einzelnen Bauteilen abhängig ist. Dazu gesellt sich natürlich der Umstand, dass ein manueller Eingriff in die Taktraten sogleich zum Garantieverlust führen könnte.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti – Pascal für Full-HD-Gaming
Schickt man vorweg, dass MSI die maximalen Taktraten bei seinem Produkt bereits beim GPU-Takt 63 MHz höher angesetzt hat und dass bei diesem Modell ohne zusätzlichen Stromstecker das Power-Target nicht verändert werden kann, so sind unsere erzielten Erfolge durchaus nicht zu verachten.

Doch Schritt für Schritt. Wir erhöhten den Takt zuerst um ein Plus von 300 MHz, was dann letztlich ca. 1.755 MHz GPU-Takt hätte entsprechen sollen. Das quittierte das System sofort mit einem Absturz. Nach einem Reboot testeten wir ein Plus von 200 MHz, woraufhin wir Pixelfehler erhielten. Erst bei einer Zugabe von 150 MHz auf den GPU-Takt – also zirka 1.600 MHz GPU-Takt – schien alles stabil zu laufen. Den Speichertakt konnten wir zudem auf 1.950 MHz erhöhen.

Bild: NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti – Pascal für Full-HD-Gaming
Damit liefen unsere Stabiltätstests und auch die Benchmarks problemlos, aber irgendwie kam das System doch aus dem Tritt, denn plötzlich fingen die Tools à la GPU-Z, MSI Afterburner oder auch der NVIDIA Inspector an zu spinnen. Denn unter Last wurden uns plötzlich viel zu hohe Taktraten beim GPU-Takt angezeigt! Während das Hauptbild von GPU-Z die korrekte Übertaktung meldete, zeigten die Sensoren der Tools Taktraten von 1.870 MHz an. Unsere Messungen in den Benchmarks und in der Leistungsaufnahme belegten, dass dies nicht stimmen konnte.

Aber auch eine Rücknahme der OC-Einstellungen auf Standardwerte brachte keine Abhilfe. Von nun an wurden uns permanent zu hohe Werte angezeigt. Von NVIDIA erhielten wir final heute noch den Hinweis, dass man am besten den Treiber 375.63 nutzen soll, da dieser kleinere Bugs mit der Windows-10-UI beseitige. Dazu war aber keine Zeit mehr. Der dritte Treiber innerhalb von sieben Tagen – NVIDIA ist nicht langsam. Diesen Punkt werden wir aber noch einmal separat unter die Lupe nehmen und uns mit dem neuen Treiber ansehen. Vermutlich hat der Spuk dann ein Ende.

Sei es drum: Das MSI-Produkt reagiert je nach Benchmark bereits 1 bis 3 Prozent schneller mit seinen Haustaktungen, als eine normale GTX 1050 Ti auf Referenztakt. Die manuellen Eingriffe sorgten dafür, dass wir um bis zu 9 Prozent zulegen konnten, und dabei änderte sich kaum etwas am Temperaturverhalten oder eben an der Leistungsaufnahme. 2 Watt nahm die Leistungsaufnahme zu. Das ist zu verschmerzen.

Eine GeForce GTX 960 mit 2 GByte Hauptspeicher vernascht man auch ohne OC-Takt bereits, an eine Radeon RX 470 kommt man aber dennoch nicht ran.


OC-Benchmarks 1.920 x 1.080
AC: Syndicate
AMD Radeon RX 470
40,70
MSI GTX 1050 Ti
[GPU 1.595 – RAM 1.950 MHz]
36,03
MSI GTX 1050 Ti
[Boost-Takt1.455 MHz]
33,91
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti
[Boost-Takt 1.392 MHz]
33,23
NVIDIA GeForce GTX 960
25,60
FPS


OC-Benchmarks 1.920 x 1.080
Fallout 4
AMD Radeon RX 470
40,22
MSI GTX 1050 Ti
[GPU 1.595 – RAM 1.950 MHz]
37,14
MSI GTX 1050 Ti
[Boost-Takt1.455 MHz]
34,99
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti
[Boost-Takt 1.392 MHz]
34,67
NVIDIA GeForce GTX 960
25,10
FPS


OC-Benchmarks 1.920 x 1.080
Rise of the Tomb Raider
AMD Radeon RX 470
35,10
MSI GTX 1050 Ti
[GPU 1.595 – RAM 1.950 MHz]
29,86
MSI GTX 1050 Ti
[Boost-Takt1.455 MHz]
27,77
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti
[Boost-Takt 1.392 MHz]
27,28
NVIDIA GeForce GTX 960
20,42
FPS


OC-Benchmarks 1.920 x 1.080
The Witcher 3
AMD Radeon RX 470
39,74
MSI GTX 1050 Ti
[GPU 1.595 – RAM 1.950 MHz]
29,32
NVIDIA GeForce GTX 960
27,63
MSI GTX 1050 Ti
[Boost-Takt1.455 MHz]
27,61
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti
[Boost-Takt 1.392 MHz]
26,92
FPS


 

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