NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti - Pascal für Full-HD-Gaming

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 9

Praxisverhalten



Anisotroper Filter und Spulenfiepen



Wie gewohnt haben wir auch einen Blick auf das Darstellungsverhalten der neuen Testkandidaten im Hinblick auf den anisotropen Filter geworfen. Auffälligkeiten wie Flimmern waren in keiner Form ungewöhnlich zu erkennen.

Auch nerviges und ungewöhnliches Spulenfiepen können wir der Karte nicht attestieren. Das MSI-Modell verhielt sich wie erwartet. Nur bei sehr hohen Frameraten, durch welche das Fiepen provoziert werden kann, konnten wir ein störendes Spulenfiepen wahrnehmen, wenngleich auch recht leise.

Treiber-Option: Power-Target



Bild: NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti – Pascal für Full-HD-Gaming
In aller Regel erlaubt NVIDIA den Board-Partnern, das Power-Target der entsprechenden Grafikkarten in gewissem Maße zu lockern. Das scheint aber offenbar nicht für die GeForce-GTX-1050-Modelle ohne Stromstecker zu gelten. Fehlt der zusätzliche Stromanschluss, scheinen alle Karten hier eingeschränkt zu sein – ist der Stecker vorhanden, ist eine Zugabe in Tools möglich. Allerdings: Wir haben im Test die fehlende Option nicht richtig vermisst. Denn das hier angetroffene Produkt richtet sich eher an betagte Systeme, welche man aufrüsten möchte und bei welchen beispielsweise auch ältere Netzteile verbaut sind. Übertakten kann man die 1050-Modelle ohne Stromanschluss dennoch im Rahmen ihrer Möglichkeiten – dazu später mehr.

Boost- und Idle-Verhalten, Temperaturlimits



Im Idle-Bereich gibt es nur kleine Überraschungen: Speicher und GPU takten mit jeweils 202,5 MHz im unbelasteten Betrieb und lassen sich über laufende Monitoring-Tools dabei nicht aus dem Tritt bringen. Der Idle-GPU-Takt der bisherigen Pascal-Modelle GTX 1060 bis 1080 lag jedoch etwas niedriger: bei 139 MHz. Der maximale Boost-Takt unseres Testmusters lag bei 1.455, statt 1.392 MHz (Referenz NVIDIA). Unter Last war dieser Boost-Takt auch sehr häufig zu sehen. In Worst-Case-Szenarien bei 3D-Spielen waren dennoch immer Taktungen im Bereich von 1.410 bis 1.430 MHz zu sehen, und selbst unter Furmark-Last taktete die Karte lediglich auf 1.405 MHz herunter.

Das Temperaturlimit der Grafikkarte liegt bei NVIDIA-typischen 83 °C, allerdings wurden solche Bereiche im Test nicht mal im Ansatz, trotz des relativ günstigen Alukühlers der MSI-Grafikkarte.

Musterproblemchen



Leider haben wir wohl ein Montagsmuster der Karte erwischt, denn der Lüfter verursachte Geräusche, sobald er geregelt wurde. Es hörte sich an, als wenn die Lüfterblätter irgendwo am Kühler schleifen würden. Nach Kontrolle war dies aber nicht der Fall. Wenn wir im Betrieb gegen den Lüfter klopften, legte sich das Geräusch, startete aber wieder, sobald eine Regelung der Drehzahl nach unten oder oben erfolgte. Wir unterstellen, dass es sich dabei nicht um ein Serienproblem bei MSI handelt, sondern dass lediglich unser Muster hier einen Defekt aufweist.

 

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