NVIDIA Pascal-Architektur: GeForce GTX 1060, 1070 und 1080 im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 17

Geräuschkulisse



Lautstärkemessung – So misst HT4U.net
Wer unsere Artikel bereits eine Weile liest, der weiß, dass wir das Thema Lautstärke nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern diesem Bereich sehr intensiv nachgehen. Aktuell haben wir nun unsere bisherige Teststation auf ein weiteres aktuelles Gerät aus dem Hause ulteeaudiotechnik erweitert und zwar in Form des neuen DAASUSB, welches zudem auf unsere Bedürfnisse auch noch mit einer Subsonic-Funktion erweitert wurde.

Das kalibrierte Gerät erlaubt es uns Messungen im Bereich dB(A) und sone vorzunehmen und die Messresultate geben wir, wie üblich, normiert an, was 1 Meter Abstand entspricht. Die Spektralanalysen erlauben zudem einen Eindruck des Lüfterverhaltens der einzelnen Testkandidaten.

Bild: Enigma DAASUSB


Nachdem wir gerade das Temperaturverhalten betrachtet haben, wollen wir uns im nächsten Schritt natürlich die Geräuschkulisse aus der Nähe anschauen, denn schließlich geht beides Hand in Hand im Verhalten einher.

GeForce GTX 1080

Bild: NVIDIA Pascal-Architektur: GeForce GTX 1060, 1070 und 1080 im Test
Wir dürfen vorwegschicken, dass sich die GeForce GTX 1070 und 1080 sehr ähnlich bei der Geräuschkulisse verhalten, jedoch mit leichten Vorteilen für die GTX 1070. Im Idle-Betrieb trafen wir bei beiden Grafikkarten das gleiche Lüfterdrehzahlverhalten von rund 1.100 Umdrehungen pro Minute an. Daraus ergab sich eine Geräuschkulisse von 14,8 dB(A) bzw. eine Lautheit von 0,91 sone. Das darf man als flüsterleise bezeichnen, bezogen auf den Normabstand von einem Meter Entfernung. Aus einem leisen, geschlossenen Gehäuse ist dieses Geräusch nicht mehr herauszuhören – sofern der Rechner nicht auf dem Schreibtisch 30 Zentimeter vom Ohr entfernt steht.

Unter Spielelast erreicht die GTX 1080 schnell Temperatur, was auch der Leistungsaufnahme und dem Kühler, welcher versucht, ein gesundes Mittel aus Drehzahl und Geräuschverhalten umzusetzen, geschuldet ist. Es führt schließlich aber am Temperaturlimit von 82 °C kein Weg vorbei, und der Lüfter arbeitet dann in aller Regel bei 2.200 Umdrehungen maximal. Damit treffen wir ein etwas besseres Verhalten des Referenzlüfters gegenüber früheren Zeiten an, aber dennoch reden wir hier von rund 30,4 dB(A) und 3,02 sone. Das ist nicht leise, das ist nicht laut, aber es ist als klar wahrzunehmendes Geräusch zu bezeichnen.

Bild: NVIDIA Pascal-Architektur: GeForce GTX 1060, 1070 und 1080 im Test
Irritiert haben wir die GTX 1080 mit unserem Furmark-Test. Zwar hat man die Taktraten sofort auf 1.506 MHz heruntergezogen, aber ab diesem Limit will NVIDIA eben den Takt nicht weiter senken, so dass das Erreichen des Temperaturlimits keine weiteren Folgen mehr hatte und der Lüfter eben schneller drehen musste. Wir blickten auf rund 85 °C Temperatur und eine Geräuschkulisse von 31,7 dB(A) und 3,33 sone. Das ist ein Umstand, mit welchem man rechnen muss, wenn man anfängt, bei der GTX 1080 Limits zu lockern.

Spielt man zusätzlich noch an den Taktschrauben, wird die Founders Edition laut. Es stellen sich dann schnell 36,1 dB(A) beim Schalldruck und 4,47 sone bei der Lautheit ein.

GeForce GTX 1070

Bild: NVIDIA Pascal-Architektur: GeForce GTX 1060, 1070 und 1080 im Test
Wie bereits erwähnt, bewegen sich GTX 1070 und 1080 sehr nahe beisammen. Im Idle-Betrieb bleibt es gleichermaßen leise und es gibt absolut nichts zu meckern. Unter regulärer Spielelast beobachteten wir bei der GeForce GTX 1070 ein leicht geringeres Lüfterdrehzahlverhalten von "lediglich" 2.100 Umdrehungen pro Minute. Die GTX 1080 kam auf rund 2.200 RPM. Die Geräuschkulisse senkt sich dabei auf immerhin noch 29,7 dB(A) beim Schalldruck und 2,83 sone bei der Lautheit. Das müssen wir ähnlich kommentieren wie bei der GTX 1080: Nicht laut, nicht leise, und ein Geräusch, welches man aus einem geschlossenen, leisen Gehäuse heraus klar wahrnehmen kann.

Über Furmark erreichten wir dann die bei der GTX 1080 angetroffenen 2.200 RPM. Die 1070 kommt hier klar besser mit ihrem Kühler zurecht und wurde maximal 82 °C heiß, so dass der Lüfter nicht die hohen Drehzahlen der GTX 1080 annehmen musste.

GeForce GTX 1060

Bild: NVIDIA Pascal-Architektur: GeForce GTX 1060, 1070 und 1080 im Test
GTX 1060 bei 1.270 RPM
Das Idle-Verhalten der GeForce GTX 1060 empfanden wir als etwas schwieriger zu beurteilen. So arbeitet der Lüfter des dortigen Kühlkonstruktes auf absolut ruhendem Desktop bei 1.270 Umdrehungen pro Minute und zeigt mit 13,4 dB(A) Schalldruck und 0,81 sone praktisch die beste Leistung bei den drei heutigen Vertretern. Die Sache zeigte sich für uns nach längerem Arbeiten mit der Karte jedoch nicht ganz so einfach, denn während die GTX 1070 und die größere Schwester GTX 1080 immer wieder relativ schnell nach Lastszenarien auf der kleinsten Drehzahlstufe landeten, dauerte dies bei der GeForce GTX 1060 dann doch relativ lange.

Über längere Zeiträume wurden wir dann mit einem Drehzahlverhalten im Bereich zwischen 1.400 und 1.500 Umdrehungen pro Minute konfrontiert, was wir bei der Arbeit vom Geräuschverhalten dann auch ganz klar wahrnehmen konnten. Wir wurden hier mit einem relativ leisen, aber zu hörenden Rauschen konfrontiert, welches wir mit 16,4 dB(A) nachgemessen haben. Wir tendieren von daher auch eher dazu, diesen Wert als typisch im Betriebsgeräusch zu nennen.

Bild: NVIDIA Pascal-Architektur: GeForce GTX 1060, 1070 und 1080 im Test
Bild: NVIDIA Pascal-Architektur: GeForce GTX 1060, 1070 und 1080 im Test
Bild: NVIDIA Pascal-Architektur: GeForce GTX 1060, 1070 und 1080 im Test
tyoisches Idle-Verhalten typisches Verhalten unter Spielen Verhalten bei hochgesetztem PT


Aber darüber hinaus zeigt sich NVIDIAs 120-Watt-Grafikkarte deutlich pflegeleichter für das Kühlkonstrukt, als die beiden größeren Modelle. Unter Spielen sehen wir typisch 26,8 dB(A), und selbst bei gelockerten Powerlimits und Übertaktung überschreiten wir keine 29 dB(A) im Schalldruck. Alles in allem ist die GeForce GTX 1060 Founders Edition damit eine sehr leise Grafikkarte.

 

Inhalt dieses Testberichtes

 
 



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