Ozone Exon F60 Origin Gaming-Maus im Test

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Praxiseinsatz



Inbetriebnahme



Bild: Ozone Exon F60 Origin Gaming-Maus im Test
Nach Einstecken des vergoldeten USB-Steckers in einen USB-2.0-Anschluss und wenigen Sekunden Wartezeit ist der Nager einsatzbereit – wie üblich, wird der Windows-Standardtreiber hier verwendet.

Wie bereits erwähnt, sind die voreingestellten dpi-Stufen im Low-Sense-Bereich, die Beleuchtung in Blau. Die Polling-Rate ist bereits auf 1.000 MHz voreingestellt. Für alles Weitere muss dann die Software hinhalten. Wir haben diese natürlich in der aktuellsten Version von der Hersteller-Webseite heruntergeladen und ebenfalls getestet.

Software



Die Software selbst ist recht klein gehalten und ohne Probleme installiert. Änderungen werden in der Voreinstellung akustisch in englischer Sprache über die Lautsprecher wiedergegeben. Das kann man jedoch deaktivieren.

Durch diese Kompaktheit ist sie auch beinahe selbsterklärend und übersichtlich, allerdings skaliert sie nicht korrekt. Nur bei einem Monitor mit maximal einer WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) bleiben die Menüs noch übersichtlich und lesbar. In einer 4K-Auflösung ist das Menü dann hingegen winzig klein und kaum noch zu entziffern, geschweige denn zu lesen. Das scheint schlicht an einem Fehler in der Programmierung zu liegen, denn wenn Ozone Windows meldet, dass man automatisch skaliert, unternimmt Windows eben nichts – es greift also nicht in die Skalierung ein.

Bild: Ozone Exon F60 Origin Gaming-Maus im Test
Bild: Ozone Exon F60 Origin Gaming-Maus im Test
Bild: Ozone Exon F60 Origin Gaming-Maus im Test


Eine Besonderheit ist sicher die Möglichkeit, Änderungen akustisch in englischer Sprache per Lautsprecher "angezeigt" zu bekommen. Dieses Feature war in unserem Fall in den Voreinstellungen deaktiviert und kann im Fenster "Dpi Settings" aktiviert werden.

Dort lässt sich die dpi-Stufe für beide per Taster auswählbare Voreinstellungen auswählen, wobei 200 die Unter- und 7.000 dpi die Obergrenze darstellt. Unmittelbar darunter befindet sich ein Fenster "Sensor Height Control", welches die Lift-off-Distance regelt. Dazu später mehr.

Bild: Ozone Exon F60 Origin Gaming-Maus im Test
Eine weitere Besonderheit bietet das dritte Fenster in der linken Hälfte. Mit einem simulierten Schalter lässt sich die Review-Funktion aktivieren, welche es erlaubt, Änderungen vorzunehmen und auszuprobieren, ohne dass diese direkt permanent gespeichert werden. Außerdem lassen sich im Fenster "Button Configuration" den einzelnen Tastern Funktionen zuweisen, inklusive der Option, die gewünschte Aktion mehrfach auszuführen. Hier lassen sich auch die Makros nach gewohnter Manier aufnehmen und bearbeiten, mit festgelegten und aufgenommenen Zeitabständen. Eine Option, diese zu programmieren, gibt es indes nicht.

Bild: Ozone Exon F60 Origin Gaming-Maus im Test
Recht mittig ist dann ein Bild des Nagers abgebildet. Hier hat man die Optionen, die Farbe des Logos und der Linien oder vom Mausrad separat einzustellen. Dabei kann man aus besagten 16,8 Millionen Farben wählen und auch, ob die Maus konstant leuchten oder beispielsweise blinken soll. Des Weiteren lässt sich die Polling-Rate einstellen, welche aber schon im Voraus auf dem Maximum von 1.000 steht. Minimum bildet die 125-MHz-Grenze.

Als letzte Besonderheit ist die Option "Line Snapping" (Linienbegradigung) zu nennen. Diese lässt den Benutzer, wenn aktiviert, gerade(re) Linien fahren. Diese Option ist womöglich interessant, wenn man beispielsweise mit der Maus etwas auf dem PC zeichnet, für Gamer aber sicherlich eher uninteressant. Vorranig kennt man solche Optionen prinzipiell von Lasermäusen.

Zu guter Letzt kann man seine Einstellungen zurücksetzen oder speichern – durch die in der Fußzeile aufgeführten Bezeichnungen Reset und Save. Hier kann man auch zwischen den drei Profilen hin und her schalten. Hier erlebten wir zum ersten Mal eine große Überraschung.

Probleme mit dem Nager



Die eigentlichen Probleme, welche wir in der Praxis antrafen, waren mehr oder minder alle der Maus-Software geschuldet. Während sich die Maus ohne installierte Software absolut unauffällig verhielt, trafen wir gewisse, nicht nachvollziehbare Fehler nach der Installation und Nutzung der Software an.

Beim Durchschalten der Profile konfrontierte die Maus uns plötzlich mit Aussetzern. Sie reagierte schlicht nicht mehr korrekt und ruckelte in den Applikationen, selbst im 2D-Betrieb. Das ließ sich auch auf einem weiteren Rechner 1:1 nachstellen.

Dieses Problem konnten wir auch durch Speichern, Ändern der dpi-Stufe und sogar Aus- und Einstecken des Nagers am PC reproduzieren. Manchmal konnte die Stufe 5 im Reiter "Sensor Height Control" der Software Abhilfe schaffen, ansonsten war ein Neustart erforderlich. Da dieses Problem nur in Verbindung mit einmal gestarteter Software auftrat, müssen wir es auf eben jene zurückführen. Vom Hersteller gibt es diesbezüglich auf die gemeldeten Probleme noch keinerlei Rückmeldung.

Wir weisen an diesem Punkt noch einmal darauf hin, dass der Pixart-Sensor in der Exon F60 lediglich eine dpi-Stufe von 5.000 unterstützt, Ozone diese aber offenbar über Software auf 7.000 dpi erweitert hat – und wir fürchten, dass genau hier das eigentliche Problem liegen könnte, auf welches wir gestoßen sind.

Festzuhalten bleibt, dass nach vorgenommenen Änderungen und dem Speichern in der Software die Probleme auftraten, selbige aber nach einem Rechnerneustart verschwunden waren. Das stört natürlich das bislang gute Auftreten der Maus.