AMD Ryzen 5 - R5 1600X und R5 1500X im Test

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Ryzen 7: Leistungsaufnahme der CPU



Bild: AMD Ryzen 5 – R5 1600X und R5 1500X im Test
HWiNFO64 letzte off. Version
Seit unserem letzten Test und der fehlerhaften Darstellung der Ryzen-CPU-Leistungsaufnahme mittels der Sensoren von HWiNFO64 hat sich nur wenig getan. Eine neue Version des Tools ist abermals vorhanden, Änderungen gab es ebenfalls. Es werden Register des Prozessors ausgelesen – doch was genau dort stattfindet, ist den Programmierern unklar, denn es fehlt weiterhin eine Dokumentation seitens AMD. Alle Anfragen unsererseits blieben seitdem ebenfalls unbeantwortet.

Im Zuge unserer Prüfungen mittels Zangenamperemeter an der 12-Volt-Leitung schien sich erst herauszukristallisieren, dass die "CPU Package Power" dem realen Wert der Leistungsaufnahme entsprechen könnte. Doch weitere Messungen zerschlugen auch diese Annahme, weshalb wir derzeit weiterhin im Dunkeln tappen. Wir sind überzeugt davon, dass es bei all den Sensoren und Optionen, welche in Ryzen umgesetzt wurden, sicherlich problemlos möglich ist, wie bei Intel auch, die reale Leistungsaufnahme der Prozessoren aus den Registern erfahren zu können. Es scheitert allerdings an der fehlenden Mithilfe von AMD.

Bild: AMD Ryzen 5 – R5 1600X und R5 1500X im Test
Wir haben unterdessen untersucht, aus welchen Spannungen heraus sich AMDs Ryzen mit Strom versorgt, und festgestellt, dass neben der 12-Volt-Leitung als Hauptstromquelle auch die 3,3-Volt- sowie die 5-Volt-Leitung als Stromlieferant dienen. Das sind dann allerdings lediglich Quellen, welche wir mit Sicherheit eingrenzen konnten. Einem unserer Ingenieure juckt es bereits sehr in den Fingern, ein Mainboard entsprechend umzubauen, um die korrekte Leistungsaufnhame messen zu können. Er hat bereits erste Gehversuche mit einer GeForce GTX 580 gestartet.

Dieser Materialschlacht hat der störrische Chefredakteur bislang aber noch nicht zugestimmt. Die spröden Spulen brechen beim Ausbau viel zu gerne; passenden Ersatz zu erhalten, ist ein Glücksspiel, und zwei oder drei der neuen Ryzen-Boards von einem Hersteller auf Halde zu legen, um Materialersatz zu erhalten, scheint weniger sinnig und wird vermutlich kaum von den Mainboard-Herstellern unterstützt.

Von daher bleiben wir vorerst bei der Leistungsaufnahme des Gesamtsystems. Wie uns nach dem letzten Test signalisiert wurde, ist es ohnehin vielen Anwendern lieber, diese Angaben (ebenfalls) zu erhalten. Daher harren wir noch ein wenig aus, schlicht mit der Hoffnung, dass AMD endlich eine Dokumentation zu Ryzen veröffentlicht.