AMD Ryzen 5 - R5 1600X und R5 1500X im Test

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Übertakten



Wie schon bei Ryzen 7 bleibt es bei Ryzen 5 beim gleichen Stand. Viel Luft nach oben gibt es nicht, und die Modelle bieten nicht viel Übertaktungspotenzial. Vorteilhaft erschien uns in den bisherigen Vergleichen in diesem Segment die Überaktung aller CPU-Kerne dauerhaft auf einen Takt. Das klappte mit den Ryzen-7-Modellen recht gut, bei Ryzen 5 ebenfalls, und bringt durchaus einen gewissen Leistungsschub mit sich.

Bild: AMD Ryzen 5 – R5 1600X und R5 1500X im Test
Ryzen 5 1600X schien im ersten Moment vielversprechend, denn gegenüber anderen Modellen sahen wir nach der Takterhöhung auf 4,0 GHz auf allen Kernen doch noch einen Boot-Bildschirm. Dann aber nichts mehr. Angeblich hatten wir es mit 1,375 Volt Auto-Spannung zu tun. Bei 3,9 GHz hatten wir dann allerdings Glück. Die CPU konnte mit Auto-Spannung bei diesem Takt auch die Prime-Tests absolvieren. Die Leistungsaufnahme stieg dabei allerdings von rund 160 Watt auf 193 Watt an – ein Zeichen dafür, dass die Auto-Spannung offenbar automatisch Spannungen zuführt.

Ryzen 5 1500X war etwas störrischer. Eine Erhöhung auf 4,0 GHz sorgte für einen Freeze noch nach der Abspeicherung im BIOS. Ein automatischer BIOS-Reset erfolgte nicht, und wie in guten alten Zeiten musste ein "Clear CMOS" (BIOS-Reset) vorgenommen werden.

Bild: AMD Ryzen 5 – R5 1600X und R5 1500X im Test
Bei 3,9 GHz startete dann das System, aber noch beim Boot in Windows war Schluss und ein Absturz erfolgte. Bei 3,8 GHz hatten wir dann letzten Endes Erfolg. Das System startete, ließ sich bedienen und komplett unter Last setzen. Die Spannung lag dabei automatisch bei 1,237 Volt. Die Leistungsaufnahme unter maximaler Last zeigte sich bei 130 Watt – eine klare Überraschung. Regulär hatten wir 120 Watt beim Ryzen 5 1500X abgenommen. Die Steigerung auf 130 Watt scheint dabei sehr moderat. Eine Taktsteigerung auf allen Kernen auf 3,8 GHz erkauft man sich dabei anscheinend eher günstig.

In allen Fällen bleibt Overclocking eben weiterhin ein Glückspiel. Die eine CPU kann etwas mehr, die andere etwas weniger. Ryzen ist in all seinen Variationen bislang kein Übertaktungskünstler, kann aber je nach eigenem Bedarf aber doch noch in der Leistung klar gesteigert werden.