AMDs Comeback - Ryzen 7 1800X im Test

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Neue Fertigung: Endlich 14 nm


Bild: AMDs Comeback – Ryzen 7 1800X im Test
Zu guter Letzt gibt es auch noch eine neue Fertigungstechnologie, welche AMD endlich wieder auf Tuchfühlung zum Wettbewerb bringen soll. Gerade hier hatte der Hersteller in der Vergangenheit mit erheblichen Nachteilen zu kämpfen.

AMD greit dabei auf Globalfoundries als Fertiger zurück und setzt dessen 14-nm-FinFET-Technologie ein. Gegenüber der bisher genutzten 28-nm-Fertigung ist dies natürlich eine gewaltige Verbesserung, die deutliche Spielräume bei der Taktfrequenz, der Zahl der Kerne oder der Leistungsaufnahme eröffnet. Gleichzeitig zeigen AMDs neue Grafikkarten jedoch auch, dass das 14-nm-Verfahren von Globalfoundries noch einiges an Verbesserungspotenzial besitzt, insbesondere fielen die hohen Leckströme negativ auf. Bei Ryzen machen sich die vielen Energiesparfunktionen diesbezüglich positiv bezahlt, so dass die Vorteile der neuen Fertigung klar überwiegen.

Als Ergebnis der fortschrittlichen Fertigung fallen die Zen-Kerne extrem klein aus. Ein Kern ist gerade einmal 11 mm² groß, und der gesamte L3-Cache von 16 MByte benötigt lediglich 32 mm². Zum Vergleich: Aktuelle Intel-Kerne liegen bei etwa 12 mm², und ein äquivalenter L3-Cache beansprucht etwa 38 mm². Gerade Letzteres zeigt, dass AMD beim Cache-Design durchaus Kompromisse gemacht hat.

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Der größte Block innerhalb eines Kerns ist mit 1,5 mm² der L2-Cache, gefolgt vom L1-Befehls-Cache und dem L1-Daten-Cache. Aber auch die Lade-Speicher-Einheit, die Gleitkomme-Einheit (FPU, Floating-Point-Unit) und die Sprungvorhersage schlagen aufgrund der großen Puffer ordentlich zu Buche, wie das nächste Bild zeigt.

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