ASUS ROG GLADIUS II Gaming Mouse im Test

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Oberflächentauglichkeit



Bild: ASUS ROG GLADIUS II Gaming Mouse im Test
Auf Grund unterschiedlicher Techniken, welche bei aktuellen Mäusen zum Einsatz kommen (optisch mit LED oder optisch mit Laser), prüfen wir den Einsatz auch auf verschiedenen Untergründen. Grundlegend geht der Hersteller von Gaming-Mäusen davon aus, dass seine Maus auf einem Gaming-Mauspad betrieben wird – aber auch hier gibt es einige Unterschiede.

Die besonders glatt gehaltenen Gaming-Mauspad-Flächen werden oft als Speed-Oberfläche bezeichnet, die etwas raueren und strukturierten Oberflächen als Präzisionsoberflächen. Dann gibt es allerdings auch Anwender, welche überhaupt keine Mauspads verwenden und schlicht die blanke Schreibtischplatte nutzen. Letztere werden von den Gaming-Maus-Herstellern allerdings nicht als Zielgruppe betrachtet.

Unsere Teststrecke umfasst von daher Gaming-Mauspads von Rang und Namen, welche auch bei E-Sports-Spielern zum Einsatz kommen. Allerdings verwenden wir auch zwei günstigere Varianten, und es bleibt ein typischer Test auf schlichter Holztischplatte.

Im Testverlauf wählen wir zwei bis drei dpi-Stufen aus und bewegen dann im Anschluss in einem Spiel den Charakter 360 Grad um die eigene Achse, auf verschiedenen Bereichen des Test-Untergrundes.

Beispiel fehlerhaftes Verhalten


Kommt es bei den vorgewählten Auflösungen zu Aussetzern, Rucklern oder Ähnlichem, versuchen wir natürlich über eine Kalibrierung der Maus (falls vom Gerät oder der Software unterstützt), das Problem zu beseitigen. Zusätzlich testen wir dann auch andere dpi-Stufen. Bleiben Fehler oder Auffälligkeiten bestehen, vermerken wir diese in nachfolgender Tabelle.


Untergrund Bild Verhalten Wertung
Gigabyte MP-8000
Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
1/12
keine Probleme ++
MSI Just Game Twin Frozr
Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
2/12
keine Probleme ++
Razer Goliathus Control
Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
3/12
keine Probleme ++
Razer Goliathus Speed
Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
4/12
keine Probleme ++
Roccat Taito
Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
5/12
keine Probleme ++
SteelSeries QcK+
Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
6/12
keine Probleme ++
Zowie G-SR
Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
7/12
keine Probleme ++
Tischplatte
Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
8/12
keine Probleme ++
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / -- [sehr schlecht] / – [schlecht]


Auch hier besteht die Schwertspitze mit Bravour. Auf keinem der zum Einsatz kommenden Untergründe hatte die Gladius II ab Werk Probleme. Ebenso sorgte das Sonder-Feature der "Kalibrierung", welche ASUS in seiner Armoury-Software bietet, für keine Aussetzer. Auch nicht auf dem hauseigenen Pad "Whetstone".

Darüber hinaus konnten wir ebenso keine Verbesserung durch eine Kalibrierung feststellen – wie auch? Besser, also "richtig", kann sich der Nager eben nicht verhalten.

Paint-Test: Jitter and Ripple



Um noch einmal nachzuhaken, ob die Maus tatsächlich so arbeitet, wie beabsichtigt, haben wir uns dem Paint-Test zugewandt. In diesem zeichnet man mithilfe des Programmes Paint auf verschiedenen dpi-Stufen Linien und Formen. Anhand des Verhaltens des Mauszeigers und des gemalten Resultates kann man dann Hinweise erhalten, ob sich die Maus verhält, wie sie soll.

Bild: ASUS ROG GLADIUS II Gaming Mouse im Test
Testresultat
"Ripple and Jitter" bedeutet übersetzt ins Deutsche "Kräuseln und Zittern". Darunter versteht man bei aktuellen Spielermäusen glücklicherweise einen kaum noch anzutreffenden Umstand, welcher durch verschiedene Faktoren bedingt sein kann. Einerseits können Ripple und Jitter von der Umsetzung in den Abtastraten (dpi-Stufen) herrühren, andererseits auch mit Input-Lags einhergehen – letzteres wäre dann in aller Regel aber wieder durch Fehler beim Abtasten begründet. Das erwähnte "Kaum" bedeutet aber nicht, dass es in der Praxis überhaupt nicht mehr anzutreffen ist – siehe hier.

Hier trafen wir jedoch auf eine Überraschung. Im positiven Sinne. Im unterzogenen Test musste die Gladius Mark II in den dpi-Abstufungen 500, 6.000 und den gebotenen 12.000 herhalten. Schon in der ersten Stufe ließen sich schön glatte Striche ziehen, interessant wurde es aber tatsächlich in der letzten Phase. In schwindelerregenden Höhen von 12.000 dpi, obgleich in der Praxis wohl kaum zum Einsatz kommend, schnitt der Nager herausragend ab und ließ sich mit etwas Gefühl noch immer präzise benutzen. Hier schneiden die meisten Konkurrenten im Gaming-Sektor bereits bei 6.000 dpi schlechter ab.