ASUS ROG GLADIUS II Gaming Mouse im Test

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dpi-Stufen



Die Abkürzung dpi steht für "dots per inch", also wie viele Pixel pro Inch (Zoll) vom Sensor der Maus abgetastet werden. Ein Inch entspricht umgerechnet 25,4 mm. Anhand dieser Angaben ist man durch simples Berechnen der eigenen Bildschirmbreite (Darstellungsbreite in Pixeln) in der Lage, die dpi-Stufen mittels eines handelsüblichen Maßbandes zu überprüfen.

Nehmen wir uns folgendes Beispiel zur Berechnung:

Der eigene Monitor bietet eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Der erste Wert dieser Nennung stellt die Breite der Bildschirmdarstellung in Pixeln dar, der zweite die Höhe.

Die Maus bietet beispielsweise eine dpi-Stufe von 800 dpi, also sollte der Sensor in der Lage sein, 800 Pixel auf einer Strecke von 25,4 mm (1 Inch) einzulesen. Damit ergeben sich die folgenden Strecken, welche die Maus bei der jeweiligen dpi-Stufe zurücklegen muss:

  • 800 dpi
    2.560 Pixel/800 dpi = 3,2 inch = 81,28 mm
  • 1.600 dpi
    2.560 Pixel/1.600 dpi = 1,6 inch = 40,64 mm
  • 3.200 dpi
    2.560 Pixel/3.200 dpi = 0,8 inch = 20,32 mm
  • 6.400 dpi
    2.560 Pixel/6.400 dpi = 0,4 inch = 10,15 mm


Auf einer dpi-Stufe von 6.400 sollte der Mauszeiger also vom linken Bildschirmrand den rechten Bildschirmrand erreichen, indem die Maus lediglich um rund einen Zentimeter auf dem Mauspad bewegt wird. Bei 800 dpi sind es hingegen runde 81 mm, also 8,1 cm!

Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
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Dies erklärt dann auch sofort, warum bei Low-Sense-Spielern gerne große ausladende Mauspads zum Einsatz kommen, denn in kleinen dpi-Stufen muss die Maus über deutlich größere Strecken bewegt werden, um das gewünschte Ziel zu erreichen, als in hohen dpi-Stufen.

Gleichzeitig erklärt dies, warum es bei einigen Spielermäusen die Option gibt, mittels simplen Drucks einer separaten Taste zwischen dpi-Stufen zu wechseln. Denn wenn ich in einem sehr schnellen Spiel mit 4.000 dpi unterwegs bin, allerdings beispielsweise mit einer Sniper-Szene konfrontiert werde, welche höchste Präzision erfordert, schalte ich gerne auf eine geringere dpi-Stufe wie etwa 800 dpi zurück. Die grundlegende Aussage, dass höhere dpi-Stufen weniger präzise sind, ist damit prinzipiell zutreffend, sollte aber nicht zu der Annahme führen, dass die Maus damit weniger präzise ist – es liegt letzten Endes überwiegend an der Person, welche die Maus bedient.

Auch hier lässt sich nichts Außergewöhnliches feststellen. Die voreingestellten dpi-Stufen konnten wir messtechnisch über das Lineal mehr oder minder exakt nachstellen – Fehler waren also nicht anzutreffen.

Lift-off-Distance



Unter der Lift-off-Distance versteht man jenen Abstand des Sensors vom Untergrund, ab welchem der Sensor keine Abtastung mehr vornehmen kann. Diese Lift-off-Distance ist insbesondere bei Low-Sense-Spielern ein wichtiger Punkt, da diese auf niedrigen dpi-Stufen spielen und mit der Maus eben größere Strecken auf dem Mauspad fahren müssen. Diese Spielergattung kommt dadurch immer wieder in die Situation, die Maus anheben und neu auf dem Pad ausrichten zu müssen. Ist die Lift-off-Distance zu hoch, dann springt der Mauszeiger an die unmöglichsten Stellen auf dem Bildschirm und muss mühsam ausgerichtet werden.

Bild: ASUS RoG Gladius – Perfektion für Spieler
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Wir testen auch diesen Punkt, indem wir uns schlicht verschiedener Distanzstücke bedienen, welche wir unter die vorderen und hinteren Mausfüße legen und dann prüfen, ab welcher Höhe der Mauszeiger nicht mehr reagiert. Dabei ist es nicht unser Ziel, auf den Millimeter exakt diese Distanz herauszufinden, sondern vielmehr, ob der Hersteller seine diesbezüglichen Versprechen hält.

Die Lift-off-Distance liegt hier bei 1 mm in den Voreinstellungen. Das ist das Minimum. Möchte man diese unbedingt erhöhen, so lässt sich dies per Reiter "Kalibrierung" in der Armoury-Software tun. Bis zu 3 mm kann man den Anhebeabstand regulieren, mehr ist auch nicht nötig.